Altfinnland

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Schwedische Gebietsverluste 1721 und 1743
Wappen 1788–1811

Als Altfinnland (finnisch Vanha Suomi) werden die vormals schwedischen Gebiete der Landschaft Karelien bezeichnet, die nach dem Großen Nordischen Krieg im Frieden von Nystad (1721) und im Verlauf des Österreichischen Erbfolgekrieges im Vertrag von Åbo (1743) an Russland fielen.

Im Frieden von Nystad trat Schweden den Kexholms län (finn. Käkisalmen lääni) und einen Gutteil des Viborgs och Nyslotts län (finn. Viipurin ja Savonlinnan lääni) an das Zarenreich ab, 1743 einige weitere Gebiete in Südfinnland, darunter die Städte Nyslott/Savonlinna, Villmanstrand/Lappeenranta und Fredrikshamn/Hamina.

Der Zar garantierte den Bewohnern Altfinnlands gewisse Privilegien wie die Religionsfreiheit und den Fortbestand schwedischer Gesetze. Die schwedische Landrechtsreform von 1734 trat allerdings nur in den noch bis 1743 schwedischen Gebieten in Kraft, in den bereits russischen Gebieten galt weiter das alte Recht; so gab es innerhalb Altfinnlands bis 1812 unterschiedliche Rechtsräume. Das Zarenreich verwaltete Altfinnland ähnlich seinen baltischen Provinzen, und so konnten sich die Gebiete einer gewissen Autonomie erfreuen.

1809 fiel ganz Finnland an Russland und wurde in den Rang eines Großherzogtums mit weitreichender Autonomie erhoben. Als Zeichen seines guten Willens wiedervereinigte Zar Alexander I. 1812 Altfinnland als Provinz Viipuri mit dem Großfürstentum Finnland.