Anadiplose

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Unter einer Anadiplose (gr. ἀναδίπλωσις (anadíplōsis), „Wiederholung, Verdoppelung“) wird die Wiederholung des letzten Wortes bzw. der letzten Wortgruppe eines Satzes (oder Verses) am Anfang des folgenden Verses oder Satzes verstanden.

Somit handelt es sich bei der Anadiplose um eine rhetorische Figur aus der Gruppe der Wortwiederholungen, die – wie andere rhetorische Figuren auch – die Aufmerksamkeit des Zuhörers steigern und die Bedeutung des Gesagten betonen soll.

Beispiele[Bearbeiten]

  • Ha! Wie will ich dann dich höhnen! Höhnen? Gott bewahre mich! (Schiller)
  • Mit dem Schiffe spielen Wind und Wellen, Wind und Wellen spielen nicht mit seinem Herzen. (Goethe)
  • Du willst mir ein Freund sein? Ein Freund sein in guten und in schlechten Zeiten? (Bibel)

Ähnliche Figuren[Bearbeiten]

Andere rhetorische Figuren mit Wortwiederholung sind Anapher, Epanadiplose, Epanalepse, Epanastrophe, Epipher, Epiploke, Geminatio, Kyklos, Symploke und Variatio.

Weblinks[Bearbeiten]