Ardennenkreuz

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Das so genannte Ardennenkreuz ist ein Vortragekreuz aus karolingischer Zeit, das angeblich aus einem luxemburgischen Kloster in den Ardennen stammt und das sich seit 1894 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet.

Das Kreuz wurde ca. 820-825 vermutlich in Nordfrankreich von einem unbekannten Meister geschaffen. Es ist 73 cm hoch, aus Holz, mit Gold beschlagen und mit einigen Edelsteinen besetzt.

Es gehört zu den wenigen Exemplaren eines Gemmenkreuzes (Crux gemmata), also eines mit Edelsteinen (Gemmen) besetzten Großkreuzes, aus karolingischer Zeit. Diese Kreuze wurden vom 5.-12. Jahrhundert in der christlichen Liturgie verwendet. Sie wurden am Altar platziert und sind deswegen prunkvoller ausgestaltet als große Prozessionskreuze, verfügen jedoch nicht über figürliche Darstellungen. Die symbolische Bedeutung und der Eindruck aus der Ferne waren dabei wichtiger als der Wert des Kreuzes. Deswegen wurde häufig, so auch beim Ardennenkreuz, gefärbtes Glas neben den Edelsteinen verwendet.

Quelle[Bearbeiten]

  • Rainer Kahsnitz, Die Kunst der mittelalterlichen Kirchenschätze und das bürgerliche Kunsthandwerk des späten Mittelalters in: Bernward Deneke und Rainer Kahsnitz (Hg.): Das Germanische Nationalmuseum. Nürnberg 1852-1977. Beiträge zu seiner Geschichte, München/Berlin 1978, S. 690-760; ein weit ausgreifender Aufsatz.

Weblinks[Bearbeiten]