Arigkbugha Khan

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Arigkbugha Khan (andere Schreibweise u. a.: Erik Böge, Ariq Böke; † 1266) war als Bruder Kubilai Khans ein mongolischer Thronanwärter, der die traditionell eingestellten Stammesfürsten in der Mongolei vertrat.

Er wurde 1260 zum Khaqan/Großkhan gewählt, nachdem sich Kubilai in China staatsstreichartig zum Herrscher ausrufen ließ. Arigkbugha hatte aber nur einen Teil des Adels (allen voran Berke Khan und Ugedais Enkel Qaidu) hinter sich. Der folgende Bruderkrieg war Ende des Jahres 1261 noch unentschieden, als der Tschagatei-Khan Algui wegen Tributfragen von Arigkbughas Partei abfiel. Ein Rachefeldzug gegen Algui hatte keinen bleibenden Erfolg. So geschwächt musste Arigkbugha 1264 schließlich kapitulieren. Er wurde in einer Reichsversammlung angeklagt und freigesprochen.

Seine Niederlage im Bruderkrieg verhalf einer zivilisierteren Politik zum Durchbruch, die sich im Osten auf die Kultur im Kaiserreich Chinas stützte, im Westen auf den Islam. Sie bedeutete auch den mittelfristigen Auseinanderbruch des Mongolenreiches, dessen Zentrum sich nun nach Nordchina verlagerte.