Geschichte der Mongolen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit den mongolischen Eroberungen des 13. Jahrhunderts, die weit über die eigentliche Mongolei hinausgingen. Für die Geschichte ihres eigentlichen Siedlungsgebietes siehe Geschichte der Mongolei.
Die Mongolen-Reiche unter Dschingis Khan (ab 1206 bis 1227) und seinen Erben: ██ Mongolisches Reich Ab 1260: ██ Gebiet der Goldenen Horde (Süd-Russland) ██ Tschagatai-Khanat (Zentralasien) ██ Bereich der Ilchane (Persien) ██ Reich der Yuan-Dynastie (China)
Die Mongolen-Reiche unter Dschingis Khan (ab 1206 bis 1227) und seinen Erben:
██ Mongolisches Reich
Ab 1260:
██ Gebiet der Goldenen Horde (Süd-Russland)
██ Tschagatai-Khanat (Zentralasien)
██ Bereich der Ilchane (Persien)
██ Reich der Yuan-Dynastie (China)

Der Begriff Mongolen bezeichnet die ursprünglichen Völker der Mongolei, einem Land nördlich der heutigen Volksrepublik China auf der Hochebene. Trotz ihrer geringen Zahl (um 1200 ca. 200.000) spielten die Mongolen eine herausragende Rolle in der Weltgeschichte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Seit Reichsgründung

Um 1130 wurden sie von Kabul Khan geeint, doch ging dessen Reich bereits 1160/61 unter. Wirklich aufgestiegen sind sie erst unter der Führung Dschingis Khans (1155/11621227), der ihnen einen Staatsaufbau und ein Gesetz gab. Unter ihm errichteten die Mongolen das größte Landreich der Geschichte in der Größe von 29.000.500 km² und unterwarfen mehr als 100 Millionen Menschen ihrer Gewalt.

Weltreich der Mongolen
Weltreich der Mongolen

Auf dem Höhepunkt ihrer Macht beherrschten sie die größten Teile des Kaiserreiches China, Koreas, Khorassans (heute zu Afghanistan und Iran), Georgiens, Armeniens, Russlands, Ungarns, Persiens sowie die dazwischen liegenden Länder. Die Mongolen waren Nomadenvölker, die im 13. Jahrhundert von hochentwickelten landwirtschaftlichen und städtischen Kulturen umgeben waren. Keine dieser Zivilisationen jedoch verfügte über eine starke Zentralgewalt. In Asien, Russland und dem nahen Osten herrschten im Niedergang befindliche Königreiche oder Stadtstaaten.

Die Mongolen nutzten die strategische Chance dieses Machtvakuums aus und verbanden alle diese Regionen dank erdrückender mongolischer Kriegführung zu einer Art Staatenverband mit politischen wie wirtschaftlichen Interessen. Sie waren vom Handel mit den städtisch siedelnden Völkern vollständig abhängig. Als Nomaden waren sie kaum in der Lage, Vorräte anzulegen oder das Handwerk zu fördern, um technische Erzeugnisse zu produzieren.

Man unterstellt, Dschingis Khans Ziel sei nicht die Unterwerfung der benachbarten Kulturen unter die nomadische Lebensweise gewesen, sondern ihre Zerstörung. Der Herrscher der Nomaden habe angeblich die Vorteile städtischer Lebensweise nicht verstanden. In Wirklichkeit wurde er sich der Bedeutung des wirtschaftlichen Zusammenhangs mit diesen Völkern im Laufe der Zeit sehr wohl bewusst.

Im Laufe weniger Jahrzehnte begriffen die Mongolen unter Yelü Chutsai und Sorghaghtani Beki (siehe „Staatsphilosophie“ unten), welche Bedeutsamkeit im Beibehalten des Status Quo liegt. Ihre Fürsten versuchten nun auch im Interesse der sesshaften Bevölkerung zu handeln, auch wenn das nicht zu jeder Zeit gelang.

Wenn den städtischen Völkern erlaubt wurde, ihre Lebensweise fortzusetzen (so sehr diese dem Khan auch fremd erschienen sein mochte), konnten sie einen Überschuss der Nahrung und der Waren produzieren, deren Teil als Steuern an den Khan zu zahlen war. Dies verhieß der aggressiven Politik des Khans einen außerordentlichen ökonomischen Erfolg. Dschingis Khans Nachfolger Ugedai Khan willigte um 1234 ein, seinen Tribut in eine Steuer umzuwandeln; auf diese Weise wurden zahllose Leben und ganze Kulturen gerettet.

Dschingis Khan hatte ursprünglich nicht die Absicht, ein Weltreich zu errichten. Jeder seiner Eroberungen ging eine besondere Erörterung der sich entwickelnden politischen Lage und der ökonomischen Vorteile voraus. Ein Beispiel ist die Eroberung der nordchinesischen Hauptstadt Peking 1215. Er schlug nach der Eroberung der Hauptstadt die Chance aus, die Erweiterung auf ganz Nordchina auszudehnen und kehrte nach seinem Sieg einfach nach Hause zur Steppe zurück. Der Krieg gegen das Choresmische Reich 1219–21 begann aufgrund von Handelstreitigkeiten.

[Bearbeiten] Mongolische Eroberung (in Europa)

Die Mongolische Eroberung ist ein geschichtliches Phänomen, das sich vom 12. bis 13. Jahrhundert abspielte, als in kürzester Zeit kriegerische Reiterscharen aus dem Inneren Asiens scheinbar unaufhaltsam bis nach Westeuropa vordrangen.

Die Mongolen konnten die Reiche Mittelasiens und Osteuropas überrennen und bis in die Gebiete des heutigen Österreich vordringen. Zugute kam den Mongolenscharen die Duldsamkeit ihrer Kavallerie, der Reiter und Pferde, die mit kärgsten Mitteln, großer Ausdauerleistung sowie einer wilden Entschlossenheit und Rücksichtslosigkeit vordrangen.

Die mongolische Expansion war jedoch stark überdehnt, und aus Europa zogen die Mongolen sich früh wieder zurück. Jedoch gelang es mongolischen Fürsten der Ära Dschingis Khan bis Kublai Khan ab dem 13. Jahrhundert, sich neben ihrem Stammland, der Mongolei, auch im Kaiserreich China als Nachfolger der chinesischen Kaiser zu etablieren und das Riesenreich China zu einen.

[Bearbeiten] Chronik der Mongolen vom 13.-17. Jhrd.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Stephan Conermann / Jan Kusber (Hg.): Die Mongolen in Asien und Europa, Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. u.a. 1997. ISBN 978-3-631-30636-9.
  • René Grousset: Die Steppenvölker. Attila - Dschingis-Khan - Tamerlan. Zürich 1970.
  • Michael Weiers (Hrsg.): Die Mongolen. Beiträge zu ihrer Geschichte und Kultur. Darmstadt 1986.
  • Michael Weiers: Geschichte der Mongolen. Stuttgart u.a. 2004.

[Bearbeiten] Weblinks

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