Arkadi Petrowitsch Gaidar

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Arkadi Petrowitsch Gaidar

Arkadi Petrowitsch Gaidar (russisch Аркадий Петрович Гайдар, eigentlich Golikow; * 9. Januarjul./ 22. Januar 1904greg. in Lgow, Russisches Kaiserreich; † 26. Oktober 1941 in Lepljawa, Rajon Kaniw, Oblast Tscherkassy, Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik, gefallen) war ein sowjetischer Jugendschriftsteller.

Sein berühmtestes Werk Timur und sein Trupp beschreibt eine Jugendgruppe, die den allein zurückgebliebenen Frauen und Familien von Frontsoldaten in einem russischen Dorf in Alltagsdingen hilft. Das Buch um den Helden Timur (der Name seines 1926 geborenen Sohnes) war Vorbild für die „Timur-Bewegung“, bei der diese Hilfsbereitschaft im Alltag umgesetzt werden sollte. Das Buch war in den sozialistischen Staaten Mittel- und Osteuropas weit verbreitet und beliebt.

Als Korrespondent der Komsomolskaja Prawda wurde Gaidar nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion an die Front geschickt. Nachdem sein Truppenteil von Deutschen eingekreist wurde, schloss er sich einer Partisaneneinheit an und wurde MG-Schütze. Er fiel in einem Gefecht mit deutschen Truppen.

Sein Enkel Jegor Gaidar war 1992 russischer Premierminister.

Werke[Bearbeiten]

  • 1926: Der rote Reiter (РВС)
  • 1930: Die Schule des Lebens/Die Feuertaufe (Школа мужества)
  • 1932: Ferne Länder (Дальние страны)
  • 1935: Das Kriegsgeheimnis (Военная тайна)
  • 1938: Das Schicksal des Trommlers (Судьба барабанщика)
  • 1939: Tschuk und Gek (Чук и Гек)
  • 1940: Timur und sein Trupp (Тимур и его команда)

Sammelbände mit Erzählungen

  • Der Mann mit dem Stern (dt. 1968)
  • Die Zeit des Trommlers (dt. 1968)
  • Die Spur der Kühnen (dt. 1969)

Verfilmungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arkadi Gaidar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien