Aschheim-Zondek-Reaktion

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Die Aschheim-Zondek-Reaktion (AZR), nach den Gynäkologen Selmar Aschheim (1878–1965) und Bernhard Zondek (1891–1966), war ein früher häufig verwendetes Verfahren zur frühen Feststellung einer möglichen Schwangerschaft anhand der Ausschüttung des Hormons Choriongonadotropin bei schwangeren Frauen.

Bei dem Test wurde etwas Morgen-Urin der zu untersuchenden Frau einigen jungen (infantilen) weiblichen Mäusen unter die Haut gespritzt. War das Schwangerschaftshormon im menschlichen Urin enthalten, reagierten die Eierstöcke der Mäuse nach 48 Stunden mit einem Eisprung und zeigten so an, dass die Frau wahrscheinlich schwanger war. Für diese Feststellung war allerdings die Leichenöffnung der Versuchstiere notwendig, im Unterschied zum Froschtest, einer anderen alten Methode zur Schwangerschaftsfrüherkennung. Eine ebenfalls veraltete Methode, der Friedman-Test, führte den Schwangerschaftstest anhand der Reaktion der Eierstöcke eines Kaninchens auf menschlichen Urin durch.