Bafut-Kriege

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bafut-Kriege waren eine Reihe von Kriegen, die im frühen 20. Jahrhundert zwischen den Truppen des Fon (Monarch) von Bafut sowie den von Deutschland unterstützten Truppen der benachbarten Monarchien und Truppen des Deutschen Kaiserreiches.

Die Kriege führten unmittelbar zum Sieg über das Reich Bafut und der Fon von Bafut wurde daraufhin ins Exil gezwungen. Sie machten das Reich Bafut letztendlich zu einem Teil des deutschen Schutzgebietes Deutsch-Kamerun.

Ereignisse[Bearbeiten]

Im Jahre 1889 erreichte der deutsche Entdecker Eugen Zintgraff die Stadt Bafut, nachdem er Bali Nyonga besucht hatte, ein benachbartes Reich und Rivale des Reiches Bafut. Eine Verletzung der Etiquette durch Eugen Zintgraff gegenüber dem Fon von Bafut Abumbi I wurde als vorsätzlicher feindseliger Akt betrachtet, der durch den Fon von Bali Nyonga angestiftet worden war.

1891 attackierten von Deutschland angeführte Truppen des Bali Nyonga Mankon - ein Verbündeter von Bafut. Der Angriff war eine Vergeltungsmaßnahme für den Tod von zwei Boten von Eugene Zintgraff, die nach Bafut gesandt worden waren, um Elfenbein zu verlangen. Die Stadt Mankon wurde durch die Kampftruppe am 31. Januar 1891 angegriffen. Soldaten aus Bafut und Mankon attackierten die angreifenden Truppen auf ihrer Rückreise und fügten ihnen schwere Verluste zu. Diese Schlacht ging als die Schlacht von Mankon in die Geschichte ein.

Von 1901 bis 1907 überfiel die deutsche Schutztruppe, die anfänglich unter dem Schutztruppenkommandanten Curt von Pavel stand, Bafut mehrere Male in den Jahren 1901, 1904–1905 und 1907. Dies führte zum Exil des Fons von Bafut Abumbi I nach Douala für ein Jahr. Er wurde während der deutschen Kolonialzeit wiedereingesetzt, da keine geeigneten Nachfolger für ihn gefunden werden konnten.

Das militärische Hauptquartier von Abumbi I bei Mankaha in Bafut während der Bafut-Kriege enthält heute ein Kriegsdenkmal für das Volk der Bafut. Das Gästehaus (das die Residenz des Fon war, das von den Deutschen errichtet wurde) beim gegenwärtigen Palast des Fon beherbergt heute ein Museum. Das Museum beherbergt auch eine besondere Sektion über die Schlacht von Mankon, mit den Schädeln von vier toten deutschen Soldaten, ihrer Bewaffnung und Munition.

Literatur[Bearbeiten]

  • The Cameroon Tribune, No. 600, 26. Dezember 1996, S. 2.