Banquo

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Banquo (auch Banco) ist eine Hauptfigur in William Shakespeares Drama Macbeth. In dem Stück wird ihm von Schicksalsschwestern in Macbeths Gegenwart prophezeit, dass Banquo im Gegensatz zu Macbeth zwar nicht selbst König werden würde, dafür aber dessen Nachkommen. Macbeth, dessen Ehrgeiz ihn erfolgreich dazu verleitet, der Erfüllung der Prophezeiungen nachzuhelfen, indem er den König ermordet und sich krönen lässt, beauftragt Mörder, um Banquo, seinen ehemaligen besten Freund, ermorden zu lassen. In Anwesenheit von vielen Vertretern des Adels erscheint Macbeth kurz nach der geglückten Tat der Geist Banquos, durch den Macbeth kurzzeitig um den Verstand gebracht wird und den Verdacht des Adels auf sich lenkt.

Im gesamten Stück wird Banquo als das beschrieben, was in Shakespeares Jahrhundert als ehrenvoll betrachtet worden ist. Es wird oft angenommen, dass Shakespeare mit der positiven Umschreibung Banquos dem König schmeicheln wollte.

Die Prophezeiung, dass Banquos Nachkommen Könige würden, war den Theaterbesuchern im frühen 17. Jahrhundert vertraut und beruhte auf dem zeitgenössischen Glauben, dass die königliche Familie Stuart, zu der der regierende König Jakob I von England (gleichzeitig Jakob VI von Schottland) gehörte, von dieser Linie abstammte. Entsprechendes findet sich in der damals populären Chronik des Raphael Holinshed, die Shakespeare als Grundlage vieler seiner Stücke benutzte.

Tatsächlich ist aber nichts darüber bekannt, ob es einen Banquo wirklich gegeben hat. Die Stuarts stammen, wie Forschungen des 19. Jahrhunderts nahelegen, nicht ursprünglich aus Schottland, sondern aus der Bretagne.