Bretagne

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48.122-2.769Koordinaten: 48° 7′ 19,2″ N, 2° 46′ 8,4″ W

Dieser Artikel erläutert die französische Region Bretagne; zu anderen Bedeutungen siehe Bretagne (Begriffsklärung).
Bretagne
Flagge der Region Bretagne Wappen der Region Bretagne
Nord-Pas-de-Calais Picardie Champagne-Ardenne Lothringen Elsass Haute-Normandie Basse-Normandie Bretagne Centre Ile-de-France Burgund Franche-Comté Pays de la Loire Poitou-Charentes Limousin Aquitanien Midi-Pyrénées Languedoc-Roussillon Auvergne Rhône-Alpes Provence-Alpes-Côte d’Azur Korsika Andorra Monaco Liechtenstein Österreich Luxemburg Belgien Niederlande Vereinigtes Königreich Deutschland Schweiz Italien Guernsey Jersey SpanienLage der Region Bretagne in Frankreich
Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz Rennes
Präsident des Regionalrats Pierrick Massiot[1] PS
Bevölkerung

 – gesamt 1. Januar 2011
 – Dichte

3.217.767 Einwohner
118,3 Einwohner je km²

Fläche

 – gesamt
 – Anteil an Frankreich:

27.208 km²
4,3 %

Départements 4
Arrondissements 15
Kantone 201
Gemeinden 1.270
ISO 3166-2-Code FR-E

Die Bretagne [bʀəˈtaɲ] (bretonisch Breizh [brɛjs], deutsch veraltet auch Kleinbritannien) ist eine westfranzösische Region. Sie besteht heute aus den Départements Côtes-d’Armor (bret. Aodoù-an-Arvor), Finistère (bret. Penn-ar-Bed), Ille-et-Vilaine (bret. Il-ha-Gwilen) und Morbihan (bret. Mor-bihan). Die Region hat eine Fläche von 27.208 km² und 3.217.767 Einwohner (Stand 1. Januar 2011). Hauptstadt der Region ist Rennes (bret. Roazhon).

Das Département Loire-Atlantique (bret. Liger-Atlantel), das zur historischen Bretagne, nicht aber zur modernen Verwaltungsregion gleichen Namens zählt, wurde 1941 – mitsamt der ursprünglichen bretonischen Hauptstadt Nantes (bret. Naoned) – abgespalten.

Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs und der westlichste Ausläufer des europäischen Festlandes nördlich der Iberischen Halbinsel. Die Gallier nannten dieses Land Aremorica (bret. Arvorig), was so viel bedeutet wie „Land am Meer“. Die Einwohner der Bretagne heißen Bretonen.

Geographie[Bearbeiten]

Typische bretonische Küstenlandschaft
Hafen von Le Diben, Plougasnou (Bretagne)

Lage[Bearbeiten]

Armor ist die bretonische Bezeichnung für Meer, doch damit ist nicht allein die Küste gemeint, sondern auch die Inseln, die amphibische Zone des Watts und der breite Küstenstreifen. Als Argoat wird von den Bretonen das Waldland der Bretagne bezeichnet.

Die Bretagne ist eine große Halbinsel im äußersten Westen des französischen Festlandes. Im Norden, Westen und Süden ist sie vom Atlantik (bret. Meurvor Atlantel) umgeben. Die Bretagne trennt hier den Ärmelkanal (bret. Mor Breizh) im Norden von der Biskaya im Süden. Auf dem Festland grenzt sie im Nordosten an die Region Basse-Normandie und im Südosten an die Region Pays de la Loire.

In der Bretagne liegt bei den Koordinaten 47° 13′ N, 1° 32′ W47.216666666667-1.5333333333333 nahe der Stadt Nantes das Zentrum der Landhemisphäre, also jene Halbkugel (Hemisphäre) des Erdglobus, die (rechnerisch ermittelt) den größten Festlandanteil aufweist.

Geologie[Bearbeiten]

Geologisch ist die Bretagne ein Teil des armorikanischen Gebirges, das im Karbon aufgefaltet wurde. Die Landmasse der Bretagne ruht in weiten Teilen auf sehr altem und hartem Gestein. Die Bretagne besitzt eine sehr zerklüftete Küstenlinie, die – besonders im Westen – über weite Strecken als Steilküste ausgebildet ist. Am Cap Fréhel, nahe der alten Festung Fort la Latte, ragen die Granitklippen über 70 Meter aus dem Atlantik heraus. Andernorts stellt sich die Landschaft eher als hügelig dar; besonders steile oder hohe Berge sucht man vergebens. Die höchste Erhebung ist der Roc'h Trévézel (384 Meter) im Höhenzug der Monts d'Arrée (bret. Menez Are).

Klima[Bearbeiten]

Stürmisches Wetter in Pors-Loubous (Plogoff, Finistère)

Entsprechend ihrer atlantiknahen Lage am Westrand des europäischen Festlandes und im Einflussbereich des Golfstroms hat die Bretagne ein ausgesprochen ozeanisches Klima mit relativ milden Temperaturen, die im Jahresmittel zwischen 9 und 12 °C liegen. Schnee und Frost treten nur selten auf, die Sommer sind mäßig warm mit jährlich über 2000 Sonnenscheinstunden.

Den Wetterverlauf prägt ein rascher Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik heranziehen. Die vorherrschenden Westwinde erreichen vor allem im Winter nicht selten Sturmstärke. Regenschauer und starke Winde können sehr kurzfristig auftreten, sind jedoch meist nur von kurzer Dauer. Mit durchschnittlich zwischen 700 und 800 mm pro Jahr sind die Niederschlagsmengen relativ gering; während die Regenfälle in den Küstengebieten geringer ausfallen, ist das Landesinnere feuchter.

Deutlich spürbar ist der Einfluss der starken Gezeiten auf den Wetterverlauf, aber auch den Jodgehalt der Luft, der in der Bretagne sehr hohe Werte erreicht. Die starken Winde bedingen zudem einen geringen Schadstoffgehalt der Luft.

Natur[Bearbeiten]

Sonnenuntergang bei Pleumeur-Bodou

Im Neolithikum war die Bretagne überwiegend von Wald bedeckt. Überreste dieses riesigen Waldgebietes findet man zwischen dem früheren Forêt de Scissy in der Nähe des Mont-Saint-Michel (bret. Menez Mikael) und der Brocéliande (bret. Brekilien, heute Paimpont westlich der Stadt Rennes). Ein weiteres bekanntes Waldgebiet befindet sich bei Huelgoat im Département Finistère. Das ursprüngliche Landschaftsbild im Innern ist seit den mittelalterlichen Rodungen stark verändert worden. Es ist inzwischen weitgehend einer industrialisierten Landwirtschaft gewichen. So finden sich im Inneren der Bretagne nur noch wenige größere Buchen- und Eichenwälder. Die Landschaft wird heute von Äckern und Grünland beherrscht, welches durch die unzähligen Hecken (bocage) und Steinmauern schachbrettartig aufgeteilt wird.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Heraldische Beschreibung: In Weiß sechs Reihen eingestreute schwarze Hermelin.

Die historische Flagge der Bretagne war die Hermelinflagge. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird hauptsächlich die „Gwenn ha du“ verwendet.

Geschichte[Bearbeiten]

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Steinzeitliche Pfeilspitze aus der Bretagne

Die Bretagne war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. Aus dem Mesolithikum sind nur wenige Spuren menschlicher Besiedelung, nämlich vor allem Schaber der Moustérien-Industrie, bekannt, während Felsmalereien und behauene Feuersteine fehlen. Während die Menschen bis dahin von der Jagd, vom Fischfang und vom Sammeln gelebt hatten, wurden sie ab 5000 v. Chr. sesshaft und betrieben im Neolithikum Viehhaltung und Ackerbau. In dieser Zeit entstanden auch die Megalithanlagen. Die meisten (Dolmen, Tumuli und Menhire) wurden zwischen 4500 und 2000 v. Chr. errichtet beziehungsweise genutzt.

Aus der anschließenden Frühbronzezeit (beginnend zwischen 2000 und 1800 v. Chr.) belegen reiche Grabfunde (Dolchgräber der Serie I und II) Kontakte mit England (Wessex-Kultur), Dänemark und Süddeutschland (Singener Gruppe). In der Bronzezeit war die Bretagne wegen ihrer Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die bretonischen Bronzeäxte mit geraden Schäften (1200 bis 1000 v. Chr.) waren in ganz Nordeuropa verbreitet.[2]

Die in der Bretagne vergleichsweise spät, nämlich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. beginnende Eisenzeit war geprägt von der Einwanderung der Kelten, welche die Bretagne Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“) nannten. Sie verdrängten die bereits ansässige Bevölkerung nicht komplett, beendeten jedoch die Bronzekultur der Halbinsel vollständig. Während Eisenfunde aus dieser Epoche eher selten sind, zeugen die Keramikfunde von einer vielfältigen Töpfereikultur. Befestigte Siedlungen (Oppida) befanden sich auf Landzungen, Hügeln sowie in umfriedeten Wehranlagen. Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf der bretonischen Halbinsel fünf keltische Stämme: die Veneter im Süden, die Osimier im Nordwesten, die Redoner im Osten, die Coriosoliter im Norden und schließlich die Namneten im Südosten. Sie bildeten keine Einheit, sondern waren zerstritten. Der mächtigste Stamm unter ihnen waren die Veneter, die im 1. Jahrhundert v. Chr. alle anderen Stämme beherrschten. Sie standen an der Spitze des Bundes aller bretonischen Stämme, die den Römern ab 58 v. Chr. Widerstand leisteten.

Im Jahr 56 v. Chr. besiegte Iulius Caesar mit seinen Legionen nahezu die gesamte venetische Flotte in einer verheerenden Seeschlacht und beendete damit die wirtschaftliche Blüte dieses Stammes ebenso wie die gallische Vorherrschaft in der Schifffahrt. Die Romanisierung der Bretagne begann unmittelbar nach der Eroberung und bestand neben dem Siegeszug römischer Administration, Architektur und Straßenführung in erster Linie in der Gründung römischer Städte wie Nantes, Rennes, Vannes, Carhaix-Plouguer und Corseul. Beendet war sie jedoch erst gegen Ende der Spätantike. Zu diesem Zeitpunkt war auch die keltische Sprache vermutlich fast vollständig verschwunden.

Bretonische Einwanderung[Bearbeiten]

Zu Anfang des 5. Jahrhunderts, unter Kaiser Honorius, bildeten die aremoricanischen Häuptlinge und Städte zum Schutz gegen die Germanen einen Bund, der bis zur Eroberung des Landes durch den Frankenkönig Chlodwig I. um 500 bestand.

Schon zur Zeit der römischen Kolonisation hatten intensive Kontakte zwischen der aremoricanischen Halbinsel und der britischen Insel bestanden. Ab etwa 450 n. Chr., nach dem Niedergang des Römischen Reiches, wanderten christianisierte Waliser auf die bretonische Halbinsel ein. Gleichzeitig dehnten sich die Siedlungsgebiete der heidnischen Sachsen, Angeln und Jüten auf der britischen Hauptinsel immer weiter aus. So setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten in die Bretagne über, um den unsicheren Verhältnissen ihrer Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten Aremorica und brachten ihre Sprache in das bereits lange romanisierte Gallien. Das Bretonische geht also nicht auf die zu Caesars Zeiten in der Bretagne gesprochene keltische Sprache zurück. Im Zuge der Stärkung der keltischen Sprache und Kultur wurden die Gallorömer immer weiter zurückgedrängt, bis sie die Vorherrschaft um 580 endgültig verloren. François Falc'hun zufolge ist jedoch die Form des Bretonischen, die um Vannes gesprochen wird, ein Überrest der ursprünglichen Sprache Aremoricas.[3]

Königreich, Karolinger, Herzogtum Bretagne[Bearbeiten]

Festungen und Garnisonsstädte in der Bretonischen Mark
Ungefähre Grenzen des Königreichs Bretagne 845–867

Im Jahr 497 unterwarfen sich die Bretonen dem fränkischen Merowinger-König Chlodwig I., doch die Oberhoheit der Merowinger-Könige blieb sehr lockerer Natur, ehe sie nach der (ersten) Fränkischen Reichsteilung bzw. dem Tod von Chlodwigs Sohn Childebert I. völlig abgeworfen wurde.

Um 600 gründeten die Bretonen nach Machtkämpfen ein Königreich, das 200 Jahre Bestand hatte und erst 799 durch den fränkischen Herrscher Karl den Großen zerschlagen wurde.

Karl machte 786 die östliche Bretagne zur Bretonischen Grenzmark und somit zum Teil des Frankenreichs, erster Markgraf wurde Hruotland. Nach der Teilung des Reichs besiegte der bretonische Graf Nominoë den westfränkischen König Karl den Kahlen 845 in der Schlacht von Ballon und eroberte 850 Nantes. Zum Kerngebiet der historischen Bretagne zählt neben den obengenannten vier Départements seit 851 auch das heutige Département Loire-Atlantique (bret. Liger-Atlantel).

Nach Nominoës Tod (851) kam wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierte sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.

Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit.

Mittelalter und Französische Feudalzeit[Bearbeiten]

Der bretonische Adelige Primauguet kämpfte und fiel für Frankreich in der Seeschlacht vor Brest (1512)

Schließlich konnten die Herzogtümer den Bedrohungen ihrer Nachbarn nicht standhalten und riefen fremde Länder um Hilfe an. Diese waren Frankreich und England, die in folgenden Jahren ihre Herrschaftsansprüche auf die Bretagne geltend machen wollten und auch in den Bretonischen Erbfolgekrieg verwickelt waren, der Mitte des 14. Jahrhunderts für 20 Jahre tobte. Hierbei gelang es Englands Favoriten Jean de Montfort, die Herrschaft zu erringen und sich als Herzog der Bretagne durchzusetzen. Es folgten Jahre der Blüte und des Wachstums, bis Herzog Franz II. Ende des 15. Jahrhunderts zu einer Schlacht gegen die Franzosen zog und kläglich verlor (1488, St. Aubin du Cormier, Ostbretagne).

Anne de Bretagne (1477–1514), die Tochter Herzog Franz II., war die letzte unabhängige Herrscherin der Bretagne. Sie heiratete nacheinander zwei französische Könige: Karl VIII. im Jahr 1490, und dessen Großcousin und Thronfolger Ludwig XII. 1499. Um die Thronfolge zu gewährleisten und diesbezüglich keinerlei Streitigkeiten zu provozieren, gebar die noch junge Anne bereits in frühen Jahren ihre ersten Kinder (insgesamt elf), von denen jedoch nur drei älter als drei Jahre wurden. Ihre Tochter, Claude de France, heiratete Franz I.. Dieser proklamierte auf einer Ständeversammlung in der südbretonischen Stadt Vannes 1532 die offizielle „Angliederung“ an das französische Königreich. Auch noch 400 Jahre später fühlten sich einige bretonische Nationalisten durch den französischen Staat „besetzt“, was sich z. B. in der Sprengung des Vereinigungsdenkmals in Rennes (bret. Roazhon) im Jahr 1932 manifestierte.

Neuzeit[Bearbeiten]

Als Teil der Verschwörung von Cellamare erhoben sich die Bretonen 1718 unter Marquis de Pontcallec. 1720 wurden er und drei Mitverschwörer hingerichtet

Innerhalb Frankreichs kam der Bretagne vor allem eine maritime Bedeutung zu. Ab 1631 avancierte Brest zum besten und am stärksten befestigten Kriegshafen Frankreichs. Die bretonischen Hafenstädte und Küstenorte wurden zur Wiege vieler herausragender Seeoffiziere der Französischen Marine; allein aus Saint-Malo stammten z.B. Jacques Cartier, René Duguay-Trouin, Robert Surcouf oder Martin Fourichon. Aus Brest stammte z.B. der Schiffsbauingenieur Jacques-Noël Sané, aus Fougères der Admiral de Guichen, aus Rennes der Admiral Picquet de la Motte. Als Heimathäfen und Werften der französischen Atlantikflotte waren Brest, Lorient und Saint-Malo seit dem 17. Jahrhundert von hoher strategischer Bedeutung, seit dem 19. Jahrhundert befindet sich in Lanvéoc bei Brest die Französische Marineschule.

Als Provinz Frankreichs bekam die Bretagne das Recht auf eine eigene Ständeversammlung (französisch États). Außerdem gab es einen obersten Gerichtshof der Bretagne, der die Rechte der Bretagne gegenüber der Krone zu wahren hatte. Dieses sogenannte Parlement, das in Rennes zusammentrat, blieb bis zur Französischen Revolution bestehen.

Die Jahre nach der Angliederung waren von hohem Wohlstand und Blüte gekennzeichnet. Dieses traf vor allem auf die Küstenstädte zu, wogegen das Hinterland weiter von Armut und Rückständigkeit gekennzeichnet war. Die Unzufriedenheit äußerte sich in der Stempelpapierrevolte von 1675, einem Aufstand gegen die königliche Besteuerung.

Ab etwa 1700 entwickelte sich allmählich das Neubretonische, was im Wesentlichen der wissenschaftlichen Erforschung der Sprache zu verdanken war. War es in vergangenen Zeiten der französischen Herrschaft schon schwierig gewesen, die bretonische Sprache und Kultur zu erhalten, so spitzte sich alles nach der Französischen Revolution zu. Hatten die Bretonen erst große Hoffnungen damit verbunden, zeigten sich die Revolutionäre nun als erneute Unterdrücker, indem sie die bretonische Sprache und die freie Religionsausübung der dort lebenden Katholiken verboten. Es entwickelte sich eine konterrevolutionäre Guerilla, die Chouans (französisch Waldkauz, weil sich die Mitglieder durch den Ruf dieses Vogels zu erkennen gaben). Ähnlich wie südlich der Loire in der Vendée benötigte die französische Republik viele Jahre und große Truppenkontingente, um des Aufstandes Herr zu werden. Doch die Sprache und Kultur blieb erhalten, getragen von der Mehrheit der Bevölkerung und Gruppen von Unabhängigkeitskämpfern.

Aus Furcht, das Französische könne schlechten Einfluss auf das Bretonische haben, wurde 1898 die „Union Régionaliste Bretonne“ gegründet, welche das Ziel hatte, den Gedanken einer unabhängigen Bretagne populär zu machen. Dazu kam die 1911 gegründete „Fédération Régionaliste de Bretagne“, welche sich für die Autonomie der Bretagne einsetzte und die Zeitung „Breiz Dishual“ (Freie Bretagne) herausbrachte. Beide Gesellschaften mussten jedoch ihre Aktivitäten in den Wirren des Ersten Weltkrieges einstellen.

Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg zahlten die Bretonen einen hohen Blutzoll an Menschen. Etwa 10 % der Gesamtbevölkerung, also etwa 240.000 Soldaten, kamen ums Leben, das war jeder vierte Bretone, der in den Krieg gezogen war. Im Vergleich dazu verlor nur jeder achte französische Soldat sein Leben. Einer der Gründe für die hohen Verluste auf Seiten der Bretonen war ihr Einsatz an vorderster Front. Der französischen Sprache kaum mächtig, konnte es vorkommen, dass sie von ihren französischen Landsleuten erschossen wurden, da diese sie für Spione hielten.

Bedingt durch die hohen Verluste durch den Krieg fühlten sich die Bretonen umso mehr angestachelt, auf ihre Unabhängigkeit zu drängen. Rechte Intellektuelle gründeten die Zeitung Breiz Atao (Bretagne für immer), die für eine freie Bretagne in einem Europa ohne Grenzen eintrat, während die extremeren Kreise 1934 die „Nationalistische Bretonische Partei“ (PNB) gründeten, die sich in den folgenden Jahren immer mehr faschistischem Gedankengut annäherte und die Untergrundorganisation Gwen ha du (Weiß und Schwarz), benannt nach der bretonischen Flagge, ins Leben rief. Letztere versuchten ihre Bestrebungen mit Waffengewalt durchzusetzen.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

1941 wurde Loire-Atlantique (hellblau) von der Bretagne (dunkelblau) abgetrennt
Der Unterstützung der Resistance verdächtigte Dorfbewohner werden von Besatzern verhört (Bretagne, Juli 1944)
Operationsgebiet britisch-französischer Fallschirmjäger und der Resistance in der Bretagne im Juni und Juli 1944

Nach dem wirtschaftlichen Aufschwung der 1930er Jahre brach der Zweite Weltkrieg aus. In Brest lagen bei Kriegsbeginn die modernen und kampfstarken Schlachtschiffe Richelieu, der Stolz der französischen Marine, und Dunkerque sowie der Unterseekreuzer Surcouf vor Anker. In Lorient wurde 1940 gerade der Flugzeugträger De Grasse gebaut. In Saint-Nazaire (Département Loire-Atlantique) lagen die ebenso modernen Schwesterschiffe der Dunkerque und der Richelieu, die Strasbourg und die ebenfalls noch unfertige Jean Bart. Zwei weitere Flugzeugträger (die Joffre und die Painlevé) sollten ebenfalls in Saint-Nazaire gebaut werden.

Zunächst hatte die französische Regierung 1940 erwogen, sich nach dem Fall von Paris in das bretonische Reduit zurückzuziehen und dort mit Hilfe der französischen und britischen Flotte zu verschanzen. Angesichts des fehlenden Schutzes gegen deutsche Bomber wurde der Plan jedoch verworfen[4] und die Regierung floh nach Bordeaux bzw. Vichy. Der Befehlshaber des Marinebezirks Brest, Admiral Jean de Laborde, ließ am 16. Juni die in Brest lagernden Goldreserven Belgiens und Polens nach Dakar verschiffen. Die Richelieu, die Dunkerque und die Surcouf liefen zusammen mit 80 weiteren Kriegsschiffen und 76 Zivilschiffen von Brest nach Französisch-Westafrika bzw. Französisch-Algerien aus, von Lorient aus entkamen am 18. Juni 15 Kriegsschiffe und 35 Minensuchboote.[5] Aus Brest wurden 32.000 alliierte Soldaten evakuiert, aus Lorient 57.000. Auch die Strasbourg und die Jean Bart entkamen aus Saint-Nazaire nach Französisch-Nordafrika. Die unfertige De Grasse jedoch fiel am 19. Juni in Lorient in die Hände der deutschen Eroberer, ebenso die unfertige Joffre in Saint-Nazaire.

Nachdem die Bretagne fast kampflos an die deutschen Truppen gefallen war, bauten diese die Küsten zu Festungen aus. Den Hafen und das Arsenal von Brest, das die Franzosen beim Abzug zerstört hatten, wurde von den Deutschen ebenso wie Lorient als U-Boot-Hafen wiederaufgebaut. In Brest wurde die 1. U-Flottille und die 9. U-Flottille stationiert, in Lorient die 2. U-Flottille und in Saint Nazaire die 6. U-Flottille und die 7. U-Flottille. Von seinem Hauptquartier in Lorient aus führte Admiral Dönitz die U-Boote in die Atlantikschlacht. Die U-Boot-Häfen und die Küstenbefestigungen wurden dann Ziel der alliierten Bombardierungen, dabei wurden die meisten Küstenstädte weitgehend zerstört.

Die deutsche Besatzungsmacht begann sofort, die gegen Paris gerichteten autonomen Bestrebungen der Bretonen zu fördern.[6] Trotz vieler Kriegsopfer sahen einige Bretonen (z.B. Célestin Lainé) in der Kollaboration mit den Deutschen den Weg in die gewünschte staatliche Unabhängigkeit. Mitglieder der „Nationalistischen Bretonischen Partei“ (P. N. B.) wirkten mit und einige Bretonen (zirka 40) trugen die Uniform der Waffen-SS unter dem Namen Bezen Perrot. Bereits im Juli 1940 wurde ein bretonischer „Nationalrat“ in Pontivy eingesetzt, 1941 musste die französische Vichy-Regierung unter deutschem Druck Unterricht in bretonischer Sprache und Geschichte zulassen.[7]

Ebenfalls 1941 wurde das seit Jahrhunderten französisierte Département Loire-Atlantique (bret. Liger-Atlantel) mit der Hauptstadt Nantes (bret. Naoned) und dem Hafen Saint-Nazaire von der Vichy-Regierung ohne Volksabstimmung und ohne Zustimmung der örtlichen politischen Vertreter vom Rest der Bretagne abgetrennt. Diese Trennung wurde bis heute nicht rückgängig gemacht, wobei nach Angaben bretonischer Autonomisten die letzten Umfragen klar einen Wiedervereinigungswillen der (inzwischen fast ausschließlich frankophonen) Bretonen von Loire-Atlantique ergeben haben sollen.[8]

Es gab jedoch auch Widerstand gegen die Besatzer. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in der Bretagne und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil der Bretagne befreit, im September fiel nach der Schlacht um die Bretagne auch Brest. Nur in den Kriegshäfen Lorient und Saint-Nazaire hielten sich die deutschen Besatzungen noch bis zum Kriegsende im Mai 1945 – einerseits einem sinnlosen Führerbefehl folgend, die Marinebasen um jeden Preis und bis zum letzten Mann zu halten, andererseits weil den Alliierten ein schneller Vorstoß nach Norden und Osten gegen Deutschland wichtiger war als die mühsame Bekämpfung der ohnehin blockierten letzten deutschen Garnisonen im äußersten Westen Frankreichs.

Nach 1945[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchten die als Kollaborateure verhassten Regionalisten unter und es kam durch die liberalen Kräfte zu einer Wiederbelebung der bretonischen Sprache und Kultur. Dieses verstärkte sich noch, als Präsident Charles de Gaulle 1951 ein Komitee zur Förderung der Interessen der Bretagne einsetzte und die Kultur und Sprache förderte. Durch die Unterstützung seitens der Regierung erlebte die Region einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung und die weitere Abwanderung der Bretonen wurde verhindert. Durch diese Maßnahmen ist die Halbinsel zur bedeutendsten Agrarregion und nach der Côte d'Azur zur zweitwichtigsten Fremdenverkehrsregion geworden. 1978 kam es zu dem Tankerunglück der Amoco Cadiz an der Küste der Bretagne. 1999 sank der Tanker Erika südlich der Küste der Bretagne.

Mit der Einrichtung der Regionen 1960 entstand die Region Bretagne in den derzeitigen Grenzen. 1972 erhielt die Region den Status eines Établissements public unter Leitung eines Regionalpräfekten. Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielten die Regionen den Status von Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften), wie ihn bis dahin nur die Gemeinden und die Départements besessen hatten. Im Jahre 1986 wurden die Regionalräte erstmals direkt gewählt. Seitdem wurden die Befugnisse der Region gegenüber der Zentralregierung in Paris schrittweise erweitert.

Das Arsenal von Brest war 1957 Herstellungsort und 1961–1997 Heimathafen des französischen Flugzeugträgers Clemenceau, seit 2001 ist der Hafen Brest Heimathafen des 1994 ebenfalls dort gebauten Flugzeugträgers Charles de Gaulle.

Im Herbst 2013 kam es in der Bretagne zu Protesten gegen die französische und europäische Wirtschaftspolitik.[9]

Bevölkerung[Bearbeiten]

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Hauptartikel: Bretonen
Traditionelle Tracht

In der Bevölkerung der Bretagne mischen sich keltische Einwanderer aus Südwestengland mit von Norden und Osten vorgedrungenen Normannen und Franzosen.

Städte[Bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Städte der Bretagne sind:

Stadt Einwohner (Jahr) Département
Rennes 208.033 (2011) Ille-et-Vilaine
Brest 140.547 (2011) Finistère
Quimper 63.235 (2011) Finistère
Lorient 57.408 (2011) Morbihan
Vannes 52.784 (2011) Morbihan
Saint-Brieuc 46.173 (2011) Côtes-d'Armor
Saint-Malo 45.201 (2011) Ille-et-Vilaine
Lanester 22.164 (2011) Morbihan
Lannion 19.920 (2011) Côtes-d'Armor
Fougères 19.775 (2011) Ille-et-Vilaine

Sprache[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bretonische Sprache
Anteil der Bretonisch-Sprecher 2004, die Ostbretagne ist weitgehend frankophon

Be Breizh[Bearbeiten]

„Breizh“ ist das bretonische Wort für Bretagne. Da sich die Bretonen mit ihrer Region sehr verbunden fühlen, sind die Abkürzung „BZH“ sowie andere bretonische Symbole wie etwa die schwarz-weiße Fahne „Gwen ha du“ und das Triskell auch heute noch häufig an Autos, Häusern und anderswo in der Bretagne zu finden. Mit dem Ausruf „Be Breizh!“ wünschen Bretonen einem guten Freund auch „Viel Glück!“ oder „Viel Erfolg!“. Seit 2011 verwendet der Tourismusverband der Bretagne den internationalen Slogan „Be Breizh!“, um die starke Identität der Bretagne zu verdeutlichen.

Bretonisch im Schulunterricht[Bearbeiten]

Mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts wurden alle „Minderheitensprachen“ unterdrückt. An den Schulen war es streng verboten, Bretonisch zu sprechen. Schüler, die gegen diese Vorschrift verstießen, mussten als Zeichen der Schande ein Hufeisen um den Hals tragen und durften es erst ablegen, wenn sie einen anderen Mitschüler verrieten, der das verbotene Bretonisch sprach. Nach einer kurzen Phase der (unter dem Eindruck der Schwäche des besetzten Frankreich erzwungenen) Duldung in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts und einer darauf folgenden Zeit erneuter Repression (unter Kollaborationsvorwurf) wird die bretonische Sprache mittlerweile vom französischen Staat geduldet, wenn auch nicht gefördert. Erst 1951 hob der Staat das Verbot der regionalen Sprachen auf, das Bretonische bleibt aber immer noch offiziell nicht anerkannt. Bis zur Einführung allgemeinen Unterrichts sollten noch Jahre vergehen. So wurden 1967 150.000 Unterschriften gesammelt, um für den Unterricht der bretonischen Sprache an Schulen zu demonstrieren. Seit den siebziger Jahren wird in den von einem Verein getragenen Diwan-Schulen Unterricht auf Bretonisch erteilt – mit Französisch als zweiter Schriftsprache ab dem zweiten Schuljahr. Nun besteht die Möglichkeit, Bretonisch im Abitur zu wählen, später auch in den unteren Klassen. Waren es am Anfang nur wenige Schüler, so lernen heute bereits zirka 3.000 Schüler Bretonisch durch Immersionsunterricht. In staatlichen Schulen (Elternverband Div Yezh) können einige tausend Schüler einem Teil ihres Unterrichts auf Bretonisch folgen. Kulturelle Gruppen, private Einrichtungen (Vereine Dihun und Diwan) oder Organisationen (Ofis ar Brezhoneg) fördern die Sprache. Daneben existiert noch an einzelnen Schulen die Möglichkeit, die Sprache als Freifach zu erlernen, was aufgrund von Einsparungen im Bildungssektor und vom schlechten Willen der französischen Regierung erschwert wird, da viele Posten nicht nachbesetzt werden.

Unter dem Eindruck des drohenden Aussterbens der Sprache hat der bretonische Regionalrat Ende 2004 beschlossen, das Bretonische zu fördern, soweit es mit seinen sehr begrenzten finanziellen und politischen Möglichkeiten machbar ist. An den Universitäten von Brest und Rennes wurden Lehrstühle für die bretonische und die keltischen Sprachen eingerichtet. Die Universitäten geben zudem noch vier Zeitschriften heraus: „Ar Vro“ (Das Land), „Hor Yezh“ (unsere Sprache), „Skol“ (Schule) und „Skrid“ (Essays).

Auch Bücher werden veröffentlicht, meistens in Auflagen von 1.500 bis 2.000 Stück. Wahre Bestseller sind hingegen das „Kan an Douar“ (Lieder der Erde) und das Bretonisch-Französische Wörterbuch, welche innerhalb von 10 Jahren 20.000 Mal verkauft worden sind. Mittlerweile gibt es bretonische Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsendungen (aber in sehr geringer Zahl im Vergleich mit Ländern wie Wales).

Gesprochen wird Bretonisch nur noch von maximal 250.000 der 2,3 Mio. Bretonen, und noch einmal so viele verstehen es. Im täglichen Gebrauch wird die Sprache von weitaus weniger Personen regelmäßig verwendet. Über zwei Drittel der Sprecher sind mittlerweile über 60 Jahre alt, der Anteil bei den Unter-15-Jährigen lag zum Zeitpunkt von F. Broudics Untersuchung 1992 deutlich unter 5 %. Die Mehrzahl der Sprecher sind Muttersprachler, allerdings verschiebt sich das Gewicht immer mehr in Richtung der vielleicht 30.000 Sprachaktivisten, die das Bretonische erst in der Schule oder später erlernt haben.

Religion[Bearbeiten]

Deckenmalerei in der Kapelle Notr-Dame-du-Tertre in Chatelaudren

In der Bretagne sind die Menschen mehrheitlich katholisch. Der Einfluss der Kirche auf die Gesellschaft war bis zu Mitte der 50er enorm, besonders im bretonischsprachigen Westteil des Landes (Breiz-izel). Ein berühmter Spruch ist dafür der Beweis: „Ar brezoneg hag ar feiz zo breur ha c'hoar e Breiz“ („Bretonisch und der Glauben sind in der Bretagne Geschwister“). Jedoch wird heute dieser Einfluss immer kleiner und immer weniger Leute gehen sonntags zum Gottesdienst.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Bretonisches Haus an der Atlantik-Küste bei Le Diben, Morlaix

Kulturell haben die vielfältigen Megalithmonumente nichts „Keltisches“ an sich, sondern stammen aus der Jungsteinzeit. Die Bezeichnungen für die verschiedenen Typen megalithischer Bauwerke im Deutschen sind pseudobretonisch (das heißt aus bretonischen Wurzeln auf nicht der bretonischen Grammatik entsprechende Weise zusammengesetzt): Dolmen etwa (aus bret. taol – Tisch, Tafel und maen – Stein). Die korrekte bretonische Bezeichnung lautet taol-vaen. Gleiches gilt für den Begriff Menhir (aus bret. maen – Stein und hir – lang), der im Bretonischen nicht existiert, wo stattdessen das Wort peulven verwendet wird.

Die bretonische Musikszene ist ausgesprochen lebendig. Wo in anderen Teilen der westlichen Welt Jugendliche in die Disco gehen, zieht es die jungen Bretonen noch heute zum Fest-noz („Nachtfest“), wo mit sowohl traditionellen – beispielsweise binioù kozh (Dudelsack), bombard (Bombarde) oder treujenn gaol (Klarinette) – als auch modernen Instrumenten zu überlieferten Volkstänzen aufgespielt wird. Auf Hochzeiten, Dorffesten und zu anderen freudigen Anlässen tanzen Jung und Alt. Trotz der musikalischen Verwandtschaft mit anderen keltischen Tänzen wie den Plinns, Jigs und Reels handelt es sich bei vielen bretonischen Varianten eher um Kettentänze, an denen alle Anwesenden teilnehmen können. Daneben gibt es eine Tradition rein vokaler Tanzmusik, die im Stil des Kan-ha-Diskan („Gesang und Gegengesang“) vorgetragen wird. In der bretonischen Vokalmusik ist außerdem das Genre der Gwerzioù (Klagelieder/Balladen/Moritaten) von großer Bedeutung. Bedeutende Interpreten sind Yann-Fañch Kemener, Annie Ebrel, Erik Marchand und Denez Prigent.

Kulturelle Gemeinsamkeiten mit den anderen keltischen Regionen zeigen sich außer in der Sprache auch auf anderen kulturellen Bereichen, etwa in der Literatur (worunter das große Feld der mündlichen Überlieferung fällt) und der Küche. In der mittelbretonischen Literatur haben sich Reste einer Versform namens kenganez erhalten, die dem walisischen cynghanedd stark ähneln und durch eine komplizierte Kombination von Stab-, Binnen- und Endreimen gekennzeichnet ist. Außerdem dürften die Motive der Artus-Literatur durch bretonische Vermittlung aus Großbritannien auf den europäischen Kontinent gelangt sein.

Die traditionelle bretonische Küche ist, so wie die der anderen keltischen Länder, trotz ihrer Vielfalt an Fischen und Meeresfrüchten primär das Produkt einer alten Viehzüchter- und Bauernkultur. Neben Fleisch spielten vor allem Milchprodukte wie gesalzene Butter und Buttermilch (die Käseproduktion blieb lange deutlich unterentwickelt), Getreidebreie (bret. yod), in Säckchen gekochter Sterz (bret. farz) und Crêpes (bret. krampouezh) Hauptrollen in der traditionellen Ernährung der ländlichen Bevölkerung.

Politik[Bearbeiten]

Das Bretonische Parlament in Rennes, 2005

Unter den Bretonen gibt es nicht erst seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts wieder bedeutsame Autonomiebestrebungen, die sich vor allem in den 1970er Jahren mitunter in Attentaten auf staatliche Einrichtungen manifestierten, die von der ARB (bret. ADB, Arme Dispac'hel Breizh – Bretonische revolutionäre Armee) begangen wurden, unter anderem ein Terroranschlag auf das Schloss Versailles. Die immer mehr in Terrorismus abgleitende "Bretonische Befreiungsfront" wurde 1974 verboten und zerschlagen. Auch in den 1990er Jahren wurden eine Reihe von Attentaten (in Cintegabelles, Stammsitz des damaligen Premiers Lionel Jospin sowie in Belfort, Stammsitz des damaligen Innenministers Jean-Pierre Chevenement) verübt. Als Zeichen ihres Wunsches nach Eigenständigkeit hat die Bretagne unter anderem eine Regionalhymne („Bro gozh ma zadoù“) und eine Fußballauswahlmannschaft.

Bei den Regionalwahlen von 2004 gewann das Linksbündnis (Liste «Bretagne à gauche, Bretagne pour tous») aus PS, PCF, PRG, Les Verts und Unvaniezh Demokratel Breizh im zweiten Wahlgang eine Mehrheit von 58,79 % der Stimmen und damit 58 der 83 Sitze im Regionalrat. Das Rechtsbündnis (Liste «L'union pour gagner») aus UMP und UDF erhielt mit 41,21 % der Stimmen 25 Sitze.

Gliederung[Bearbeiten]

Historische Gliederung der Bretagne mit Nantes (dunkelgrün)

Oberflächlich unterschied man früher zwischen der Oberbretagne mit Rennes, Nantes (seit 1941 nicht mehr Teil der Bretagne), Saint-Malo, Dol-de-Bretagne und Saint-Brieuc sowie der Niederbretagne mit Vannes, Quimper, Saint-Pol-de-Léon und Tréguier. Der durch Rennes fließende Fluss Vilaine teilt wiederum die Oberbretagne in einen fast ausschließlich francophonen Osten und einen überwiegend bretonischsprachigen Westen.

Administrativ ist die Region Bretagne heute in vier Départements untergliedert:

Département Präfektur ISO 3166-2 Arrondissements Kantone Gemeinden Einwohner (Jahr) Fläche
(km²)
Dichte
(Einw./km²)
Côtes-d’Armor Saint-Brieuc FR-22 4 52 373
000000000594375.0000000000594.375 (2011)
000000000006878.00000000006.878 000000000000086.400000000086,4
Finistère Quimper FR-29 4 54 283
000000000899870.0000000000899.870 (2011)
000000000006733.00000000006.733 000000000000133.7000000000133,7
Ille-et-Vilaine Rennes FR-35 4 53 353
000000000996439.0000000000996.439 (2011)
000000000006775.00000000006.775 000000000000147.1000000000147,1
Morbihan Vannes FR-56 3 42 261
000000000727083.0000000000727.083 (2011)
000000000006823.00000000006.823 000000000000106.6000000000106,6

Wissenschaft und Bildung[Bearbeiten]

Die Bretagne ist Heimstätte einer Reihe renommierter Hochschuleinrichtungen. Zu nennen sind hier neben der Universität Rennes und der Universität der West-Bretagne vor allem die ESC Rennes School of Business, die weltweit zu den besten Handelshochschulen zählt. [10]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Strand von Trébeurden

Wirtschaftlich gehört die Bretagne zu den strukturell schwächeren Landesteilen Frankreichs. Vorwiegend im Sommer profitiert sie stark vom Tourismus, der sich überwiegend an den Küsten abspielt. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 96.7 (EU-25:100) (2003).[11]

Die französische Regierung unternahm Ende des 20. Jahrhunderts verstärkte Anstrengungen, Industrieunternehmen die Ansiedlung in der Bretagne schmackhaft zu machen – was auch teilweise erfolgreich war. Dennoch ist die Landschaft – besonders im Binnenland – überwiegend agrarisch geprägt. Die Landschaft „Léon“ (bret. Bro Leon) im nördlichen Finistère ist bekannt für Gemüseanbau (Artischocken, Blumenkohl, Frühkartoffeln), in den Côtes-d’Armor überwiegen Schweinezucht, Putenmast und Milchviehhaltung.

Lange Zeit galt die Bretagne als Armenhaus Frankreichs. In den 1960er Jahren veranlassten die Unabhängigkeitsbestrebungen die Zentralregierung in Paris, in die Industrialisierung der Bretagne zu investieren. Durch diese hohen Investitionen konnten Tourismus, Fischerei, Landwirtschaft und Industrie zu einträglichen Industriezweigen werden.

Erschwerend kam allerdings die ungünstige Lage zu den großen Absatzmärkten hinzu, welches zusammen mit der niedrigen Kaufkraft der Region den Aufschwung erschwerte.

Als Küstenregion spielen auch der Fischfang und – speziell an der Nordküste – die Austernzucht für die Bretagne eine Rolle. In Cancale an der Nordküste werden die Austern auf 450 Hektar gezüchtet, im Golf von Morbihan an der Südküste auf 1500 Hektar. Dabei gelten gemeinhin diejenigen aus Cancale seit Jahrhunderten als die qualitativ und geschmacklich hochwertigsten Austern Frankreichs (überlieferte Transporte der Cancale-Auster bis nach Rom; Lieferprivileg für den französischen Königshof).

Energie[Bearbeiten]

Typisch Bretonisch: große Hortensienbüsche

An der Ärmelkanalküste zwischen Saint-Malo (bret. Sant Maloù) und dem Mont-Saint-Michel (bret. Menez Mikael) herrscht ein enormer Tidenhub von 9–15 m (abhängig vom Gezeitenkoeffizienten). Dieser Gezeitenunterschied wird im 1967 fertig gestellten Gezeitenkraftwerk Rance in der Mündung der Rance, zwischen Dinard (Dinarzh) und Saint-Malo, zur Gewinnung von Strom genutzt. Dieses Kraftwerk besitzt ein Besucherzentrum, das interessante Einblicke in die Technik zur Erzeugung von Strom durch Gezeitenkraft liefert.

Weiterhin bietet sich das küstennahe Land mit seinen fast ständig wehenden Winden aus nordwest- und westlichen Richtungen zur Stromgewinnung durch Windenergie an. Erste Windparks an den Steilküsten produzierten 2002 bereits Strom, ein schneller weiterer Ausbau ist in Planung. In den letzten Jahren wurden auch auf den Hügeln im Landesinneren zahlreiche Windkraftwerke errichtet.

Ein atomarer Versuchsreaktor, das Kernkraftwerk Brennilis, das schweres Wasser verwendete, war von 1967 bis 1985 in Brennilis in Betrieb. Trotz der guten geografischen Voraussetzungen konnten die Bretonen jedoch durch vehemente Proteste den Bau von weiteren Kernkraftwerken in ihrer Region komplett verhindern. Der Reaktor von Brennilis, das älteste Kernkraftwerk Frankreichs, wird zurzeit demontiert.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Verkehrswege folgen den Küstenlinien in Verbindung der Hafenstädte. Das schwach bevölkerte Zentrum der Bretagne (Kreiz-Breizh) ist, abgesehen von der Hauptstadt Rennes, nur durch Nationalstraßen erschlossen. Es gibt keine Autobahnen (somit keine Autobahngebühren), stattdessen vierspurige National-Straßen, auf denen die Geschwindigkeit auf 110 km/h begrenzt ist.

Die Bretagne ist über den Streckenast Paris-Le Mans der Schnellfahrstrecke LGV Atlantique an das französische TGV-Netz angeschlossen. In Rennes teilt sich der TGV-Verkehr in einen Nordast über Saint-Brieuc nach Brest und einen Südast über Vannes und Lorient nach Quimper. Die Südstrecke wird auch von intercités-Zügen bedient, die die Bretagne mit Nantes und Bordeaux verbinden. Die Fahrt mit dem TGV von Paris nach Rennes dauert 2h15, nach Quimper 4h15. Eine Verlängerung der Schnellfahrstrecke von Le Mans nach Rennes als LGV Bretagne-Pays de la Loire soll bis zum Jahr 2016 fertiggestellt werden.[12]

Der regionale Schienenpersonenverkehr erfolgt durch die TER Bretagne. Für den überörtlichen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind die Departements, für den innerörtlichen ÖPNV die Gemeinden zuständig. Rennes verfügt über eine vollautomatische U-Bahn, Brest über eine Straßenbahn.

Verkehrsflughäfen sind Brest, Rennes, Lorient, Dinard, Quimper Cornouaille und Lannion. Aufgrund seiner Größe hat auch der in der Region Pays de la Loire liegende Flughafen Nantes Atlantique Bedeutung für die Bretagne.

Tourismus[Bearbeiten]

Eines der beliebtesten Fotomotive in der Bretagne ist das „Haus zwischen den Felsen“ an der Côte de Granit Rose

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Als Halbinsel im Nordwesten Frankreichs wird die Bretagne von 2.700 km Küste umgeben. Diese Küste zeichnet sich aufgrund ihrer Vielfältigkeit aus: Die Côte de Granit Rose (Rosa Granitküste) befindet sich im Norden der Bretagne im Département Côtes-d’Armor. Sie erstreckt sich über 30 km von Plestin-les-Grèves bis Louannec. Der rosafarbene Granit ist sehr selten und nur an drei weiteren Orten der Erde zu finden: Ontario in Kanada, Korsika und China. Eine der charakteristischsten und bekanntesten Landspitzen der Bretagne ist die wilde Pointe du Raz im Südwesten, die sich 70 Meter über dem Meer erhebt. Das Panorama über den wilden Atlantik inspirierte schon einst die französischen Autoren Victor Hugo und Gustave Flaubert. In der Ferne ist die kleine Insel Sein inmitten zahlreicher Leuchttürme, darunter der berühmte Ar Men, zu erkennen. Zu der rauen Landschaft der Pointe du Raz bilden die weißen Sandstrände und grünen Inseln des Golfs von Morbihan, dessen Name auf bretonisch „Kleines Meer“ bedeutet, einen Kontrast. Der Golf von Morbihan ist ein mit dem Atlantik verbundenes Binnenmeer mit 42 grünen Inseln im Süden der Bretagne im Département Morbihan.

So vielfältig wie die Küste sind auch die mehr als 800 kleinen und großen Inseln, die die Bretagne umgeben. Einige von Ihnen sind:

Glénan-Inseln
  • Île-de-Bréhat: wegen ihrer Flora auch „Blumeninsel“ genannt
  • Île de Batz: Die von Fischfang, Gemüseanbau und Tourismus lebende Insel zieht mit ihrem Tropengarten jährlich zahlreiche Besucher an.
  • Ouessant: westlichste Insel des französischen Festlandes
  • Île-Molène: Der Archipel von Molène ist nicht auf jeder Karte zu finden. Dieser grüne Inselkranz ist mit seinen Stränden aus weißem Sand und seinen Riffen ein wildes Paradies.
  • Île de Sein: Die Insel ist so flach, dass sie in ihrer Geschichte mehrmals komplett von Wasser überspült wurde. Im einzigen Dorf der Insel liegen die Häuser dicht beieinander, um sich vor den Windstößen zu schützen.
  • Glénan-Inseln: Der vor der Küste von Concarneau liegende Archipel ähnelt mit seinen paradiesischen Landschaften tropischen Ländern.
  • Belle-Île: natürliche Häfen, kleine schöne Buchten, großflächige Strände mit feinem Sand, Dünen und Kliffs mit zahlreichen Küstengrotten
  • Île-aux-Moines
  • Sept Îles: Die „Sieben Inseln“ sind seit 1912 ein Naturschutzgebiet und ein Paradies für seltene Vogelarten.
Quimper

Die sogenannten „villes et pays d'Art et d'Histoire“ (Französische Städte und Länder der Kunst und der Geschichte) sind Städte, die vom französischen Kultusministerium für ihr reiches kulturelles und historisches Erbe ausgezeichnet worden sind und sich in einer gemeinsamen Charta für den Erhalt und die Förderung dieses Erbes einsetzen. Zu diesen Städten zählen in der Bretagne

In der Bretagne sind über 6.000 Megalithen und 1.000 Dolmen zu finden. Die größte Ansammlung mit mehr als 3.000 Steinen befindet sich in Carnac.

Bretonische Festivals[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer langjährigen Musik- und Tanztradition, die sich bereits seit der Zeit der Kelten in der Bretagne entwickelt hat, finden auf der Halbinsel jährlich zahlreiche Festivals statt; einige sind auch international von Bedeutung:

  • Jakobsmuschelfest: Jährliches Festival im April, das abwechselnd in den nordbretonischen Küstenstädten Erquy, Saint-Quay-Portrieux und Loguivy-de-la-Mer im Département Côtes-d’Armor stattfindet. Der Monat April ist die Erntezeit der Jakobsmuschel, die häufig auch als Königin aller Muscheln bezeichnet wird. Auf dem Programm stehen Verkostungen und Verkauf, Bootsparaden und Ausflüge mit Fischerbooten.
  • Internationales Hafenfest Brest: Dieses Fest ist der maritimen Kultur gewidmet und findet alle vier Jahre im Hafen von Brest statt (Brest 2000, Brest 2004, Brest 2008, Brest 2012 usw.). Vom 13. bis 19. Juli 2012 jährt sich das Seemannsfest zum 20. Mal. Bis zu 1 Million Besucher, 30 teilnehmende Länder, über 2500 verschiedene Boote (traditionelle Schiffe, historische Segelboote, klassische Jachten), Regatten, Hafenrundfahrten.
  • Festival des Vieilles Charrues: Jährlich im Juli stattfindendes Musikfestival in Carhaix im Département Finistère, das 1991 von einer Gruppe Freunden gegründet wurde und inzwischen jedes Jahr mehr als 230.000 Besucher zählt. Seitdem traten bereits die Scorpions, David Guetta, Snoop Dogg, Jack Johnson und andere internationale Künstler in Carhaix auf.
  • Festival Interceltique de Lorient: Jährlich im August stattfindendes, zehntägiges Kelten-Festival in Lorient im Département Morbihan, 1971 erstmals veranstaltet und zurzeit das weltweit größte Keltentreffen mit rund 800.000 Besuchern und mehreren Tausend Musikern und Tänzern aus Schottland, Irland, Galizien, Cornwall, Wales, Asturien und anderen, keltisch geprägten Regionen.

Sport[Bearbeiten]

Die Bretagne ist eine der vier französischen Regionen mit den meisten Fußballspielern; 2007 waren 167.000 Bewohner in einem Fußballverein organisiert.[13] 2014/15 spielen sechs Männermannschaften in den zwei französischen Profiligen (Stade Rennes, FC Lorient, EA Guingamp, FC Nantes, die historische Hauptstadt der Bretonen gehört allerdings verwaltungsmäßig zur Region Pays de la Loire, in der Ligue 1, während Stade Brest in der Ligue 2 und OC Vannes in der semiprofessionellen dritten Liga aktiv ist); Guingamp/Saint-Brieuc ist in der höchsten Frauenspielklasse vertreten. Außerdem verfügt die Bretagne über eine eigene Fußball-„Nationalauswahl“.

Archäologische Stätten[Bearbeiten]

In der Bretagne gibt es zahlreiche prähistorische Fundstätten.

Dokumentation[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marianne Berger: Sprachkontakt in der Bretagne. Sprachloyalität versus Sprachwechsel. Niemeyer, Tübingen 1988, ISBN 3-484-52220-8.
  • Jochen Grasshäuser, Walter Schäffer: Bretagne. Müller, Erlangen 2004, ISBN 3-89953-160-4.
  • Almut Rother: Bretagne. Das Land der Dolmen, Menhire und Kalvarienberge. Dumont, Köln 1995, ISBN 3-7701-3485-0.
  • Meic Stephens: Minderheiten in Westeuropa. Matthiesen, Husum 1979, ISBN 3-7868-0801-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Bretagne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Bretagne – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.bretagne.fr/internet/jcms/preprod_155810/le-parcours-de-pierrick-massiot abgerufen am 28. März 2013
  2. Michel Renouard: Liebenswerte Bretagne. Editions OUEST-FRANCE, Rennes 2007, S. 16.
  3. Michel Renouard: Liebenswerte Bretagne. Editions OUEST-FRANCE, Rennes 2007, S. 6 f.
  4. André Maurois: Die Geschichte Frankreichs, Seite 622. Löwit Wiesbaden 1947
  5. Frank Kurowski: Kreuzer – Auf allen Meeren, Seite 111–112; Pavillon Verlag München 1999
  6. Erwin Karl Münz: Frankreich, Seite 27. Glock und Lutz, Nürnberg 1953
  7. Michael Braga: Völker zur Freiheit, Seite 121–122; Arndt, Kiel 1982
  8. bretagneenresistance Plattform gegen den französischen Zentralismus
  9. FAZ.net 6. November 2013: Wutausbruch gegen Paris
  10. Financial Times Ranking
  11. Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25
  12. http://www.lgv-bpl.org/actualites/7-ligne-a-grande-vitesse-bretagne-pays-de-la-loire-rff-et-eiffage-signent-pour-lun-des-plus-grands-chantiers-ferroviaires Abgerufen am 18. Juni 2012
  13. siehe die Mitgliederübersicht (PDF; 93 kB) auf der Seite des Französischen Fußballverbands FFF