Battōjutsu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Battōjutsu (jap. 抜刀術) ist eine japanische Kampfkunst mit dem Katana. Der besondere Fokus liegt in kurzen Techniken direkt nach oder während des Ziehens aus der Scheide oder Saya.

Abgrenzung zu anderen Kampfkünsten[Bearbeiten]

Battojutsu grenzt sich durch den Zusatz "-jutsu" meistens von anderen japanischen Kampfkünsten wie Iaido oder Battodo ab. Im Gegensatz zu beiden betont "-jutsu" eher die praktischen Techniken als die geistigen und spirituellen Elemente. Dies kann aber in einzelnen Schulen anders ausfallen. Die Unterschiede von Battojutsu zu Kendo sind wesentlich größer als zu Iaido: Der Aufbau von Battojutsu ist nicht an sportliche Regeln gebunden nur in einzelnen Teilaspekten werden, wenn überhaupt, Turniere oder sportliche Wettkämpfe abgehalten. Kenjutsu grenzt sich grob gesagt dadurch von Battojutsu ab, dass die Techniken im Kenjutsu meistens mit der gezogenen Waffe beginnen, im Battojutsu bereits mit dem Ziehen der Waffe.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Begriff Iai-jutsu ist aus der Historie fast austauschbar mit Battojutsu. Betrachtet man den Inhalt beider Kampfkünste gehen die Ursprünge auf das 15. Jhd. in Japan zurück. Bereits zu der Zeit wurden in einigen Schulen offensive und defensive Schwertziehtechniken gelehrt und angewendet. [1]

Einer Legende nach wurde das Iai-Jutsu speziell von Hayashizaki Jinsuke im 17. Jhd. entwickelt, da dieser eine Möglichkeit suchte, seinen Vater zu rächen. Auf der Suche nach effektiven Techniken, einen Gegner auch bei einer offenen Begegnung mit noch nicht gezogenem Schwert zu überraschen, stellte er einige Techniken zusammen. Der Legende nach konnte er dadurch wirklich seinen Vater rächen. [1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Wolfgang Ettig: Schwertkampftraining. SENSEI Verlag, Kernen 1991, ISBN 3-932576-37-3, S. 86

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]