Baumberg
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Baumberg ist ein Stadtteil der Stadt Monheim am Rhein, welche im Bundesland Nordrhein-Westfalen und im Kreis Mettmann liegt.
Inhaltsverzeichnis
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[Bearbeiten] Klima
Das Klima von Baumberg entspricht im wesentlichen dem des nur wenige Kilometer entfernt gelegenen Düsseldorf. Es ist durch die reliefbedingte Öffnung in Richtung Nordsee ozeanisch geprägt. Überwiegend nördliche und westliche Windströmungen tragen feuchte Luftmassen heran. Die Folgen sind milde, schneearme Winter und mäßig warme und feuchte Sommer. Insgesamt ist die Witterung wechselhaft. So gibt es bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 °C[1] im Mittel rund 770 mm Niederschlag. Im Durchschnitt fällt lediglich an fünf Tagen im Jahr Schnee. Der Raum Düsseldorf gehört zu den Gebieten mit den mildesten Wintern in Deutschland. Die Stadt liegt in einer Zone stetiger Westwinde, und atlantische Tiefdruckgebiete sorgen häufig für eine starke Bewölkung, so dass im Jahresmittel der Himmel an 66 % der Tage bedeckt ist. Mit 1.364 Sonnenstunden nimmt Düsseldorf in der Liste der sonnenscheinreichen Städte in Deutschland eher einen der hinteren Plätze ein.[2] Das milde Klima ermöglicht es, dass selbst exotische Pflanzen wie Hanfpalmen und Yuccas im Freien gedeihen.
[Bearbeiten] Geschichte
Baumberg wurde im Jahre 1296 als "Boimberg" erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde 1287 von Roman Schumacher gegründet, der in der Verresberger Straße lebte. Nachfahren seiner Familie leben heute noch in dieser Straße. Siedlungskerne waren Hofanlagen wie Kirberger, Sander-, Verresberger und Hoher Hof. In der Baumberger Aue, auch Urdenbacher Kämpe genannt, liegt Haus Bürgel, das auf den Überresten eines römischen Kastells aus der Amtszeit von Konstantin I. (306 bis 337) gebaut wurde.
Bis in das 20. Jahrhundert war Baumberg ein Dorf, das von Rheinfischerei, Landwirtschaft, Ziegenzucht und althergebrachtem Handwerk wie der Korbflechterei lebte. Die Aalräucherei in Baumberg verwendete Fische aus eigenem Fang, bis in den 1960er Jahren die Wasserverschmutzung des Rheins zu groß wurde. Seither werden Aale aus Nordeuropa verwendet.
Die Gemeinden Monheim und Baumberg traten im November 1902 dem Ziegenzuchtverband des Landkreises Solingen bei. Die Ziege, umgangssprachlich Hippe genannt, war die Kuh des kleinen Mannes. Der Landkreis förderte insbesondere in der kleinen und armen Landgemeinde Baumberg die Ziegenzucht. An der Schallenstraße wurde eigens eine Bockstation eingerichtet.
1908 wurde die Freiwillige Feuerwehr Baumberg gegründet.
Ende 1900 betrug die Einwohnerzahl rund 1.200, der Anteil der Katholiken lag bei 98 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg, die Gemeinde hatte 1946 knapp über 2.000 Einwohner, begann ein dauerhaftes Bevölkerungswachstum.
Baumberg gab 1951 seine Selbstständigkeit auf und schloss sich mit der südlich gelegenen Nachbargemeinde Monheim zusammen. Baumberg und Monheim bilden heute die Stadt Monheim am Rhein mit einer Gesamtfläche von 2312 Hektar, der Anteil Baumberg beträgt 612 Hektar.
Ab 1965 beschleunigte sich das Anwachsen der Bevölkerung durch forcierten Wohnungsbau erheblich. 1965 zählte Baumberg fast 5.000 Einwohner, 1969 bereits über 10.000. In Baumberg-Ost entstand eine neue Wohnsiedlung mit großen Geschossbauten, aber auch zahlreichen Einfamilienhäusern, das sogenannte Österreichviertel.
Durch den Zuzug wurde der Anteil der evangelischen Bürger in Baumberg größer, so dass in den 1960er Jahren der Bau einer eigenen evangelischen Kirche für Baumberg erforderlich wurde, die im Volksmund aufgrund der architektonischen Gestaltung auch Bunker genannt wurde (daher hieß die Zeitung der evangelischen Kirchengemeinde Baumberg Bunkerecho). In den 1980er Jahren wurde die evangelische Kirche auf den Namen Friedenskirche getauft.
Mitte der 1980er Jahre wurde die Kleingartenanlage im Baumberger Feld an der Grenze zu Düsseldorf-Hellerhof angelegt.
Am 26. September 2004 enthüllte der Verein Boomberger Hippegarde zur Erinnerung an die ehemalige Ziegenzuchtstation des Landkreises Solingen auf einer Verkehrsinsel an der Einmündung Schallenstraße / Im Sträßchen ein Denkmal. Die Bronzeplastik ist industriell gefertigt und zeigt einen auf den Hinterbeinen stehenden Ziegenbock.
2002 erfolgte der Umzug des Kleingartenvereins Knipprather Busch zur Loheck in Baumberg, da der ursprüngliche Standort auf der früheren Henkel-Deponie saniert werden sollte.
Etwa ein Drittel der etwa 43.000 Einwohner Monheims (Stand: Juli 2004) leben im Stadtteil Baumberg.
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Religionen
[Bearbeiten] Übersicht
[Bearbeiten] Katholische Gemeinde
[Bearbeiten] Evangelische Gemeinden
[Bearbeiten] Weitere christliche Gemeinschaften und aus dem Christentum hervorgegangene Sondergemeinschaften
[Bearbeiten] Muslimische Gemeinde
[Bearbeiten] Entwicklung der Einwohnerzahl
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßenverkehr
Baumberg ist über vier Straßen und einer Autofähre über dem Rhein erreichbar. Zwei kommen von südlich gelegenen Monheim am Rhein, eine verbindet über die Urdenbacher Kämpe mit dem nördlich gelegenen Düsseldorf-Urdenbach; westlich mit Düsseldorf-Hellerhof und Langenfeld i.Rhld.. Über diese Straße besteht mit dem Anschluß Nr. 24 (Richrath / Baumberg) eine Anbindung an die Bundesautobahn 59. Eine Autofähre verbindet mit Zons im Rhein-Kreis Neuss.
[Bearbeiten] Flugverkehr
Mit gleich zwei Großflughäfen (Düsseldorf und Köln/Bonn) ist Baumberg gut erreichbar. Die Belastung durch den Flugverkehr sind vergleichsweise hoch.
[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr
Im Öffentlichen Personennahverkehr verkehren durch Baumberg einige Buslinien:
- Linie 777 (Richtung Langenfeld);
- Linie 788, 789 (Richtung Düsseldorf)
Die Buslinien werden von den Bahnen der Stadt Monheim betrieben. Die Haltestellen Düsseldorf-Hellerhof und Düsseldorf-Benrath der S-Bahn-Linie S 6 (Köln – Düsseldorf – Essen) befinden sich in der Nachbarstadt Düsseldorf und sind jeweils mit einer der Buslinien 777 und 789 erreichbar. Die Stadt Monheim und ihr Verkehrsunternehmen, die Bahnen der Stadt Monheim gehören sowohl zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Bei Fahrten in Richtung Düsseldorf und den Nachbarorten im Kreis Mettmann gilt der Tarif des VRR.
[Bearbeiten] Schienenverkehr
1908 rollte die erste Straßenbahn zwischen Monheim und Bahnhof Langenfeld und wurde schnell zum wichtigsten Verkehrsmittel. In Folge der Motorisierung nach dem zweiten Weltkrieg reduzierten sich die Fahrgastzahlen drastisch; die letzte Straßenbahn mit der Endhaltestelle in der Hauptstraße unterhalb der Kirche St. Dionysius fuhr am 15. Juni 1963[3]
[Bearbeiten] Einkaufen
Die Geschäfte sind hauptsächlich in der als Einbahnstraße ausgeführten Hauptstraße und im in den späten 1960er Jahren entstandenen Einkaufszentrum am Holzweg angesiedelt. Die Läden sind nur wenig spezialisiert, hauptsächlich werden Konsumgüter und Waren des täglichen Bedarfs angeboten.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Justiz und Polizei
[Bearbeiten] Stadtverwaltung
Das seit dem 18.April 2000 im Holzweg 95 einmal wöchentlich geöffnete Bürgerbüro fand nur wenig Anklang. Es wurde als Folge des vom Rat verabschiedeten Sparpakets am 9. November 2005 geschlossen[4].
[Bearbeiten] Gesundheitseinrichtungen
Die Stadt Monheim verfügt mit St. Josef über ein eigenes Krankenhaus[5]. Ein weiters Krankenhaus befindet sich in Langenfeld-Richrath.
[Bearbeiten] Arbeitsagentur
[Bearbeiten] Schwimmbäder
Das in Monheim am Rhein gelegene, stadteigene Schwimmbad mona mare besteht aus einem mit einem Außenbecken kombiniertes Hallenschwimmenbad, das durch einen Sauna- und Wellnessbereich sowie eigene Gastronomie ergänzt wird[6].
[Bearbeiten] Feuerwehr
Die 1908 gegründete Freiwillige Feuerwehr Baumberg gehört heute der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Monheim am Rhein an und wird als Löschzug II Baumberg geführt. Der Löschzug ist im Feuerwehrgerätehaus in der Kreuzstraße untergebracht.
[Bearbeiten] Büchereien
[Bearbeiten] Weitere öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Bildung
[Bearbeiten] Kindergärten
- Katholische Kindertagesstätte St. Dionysius in der von-Ketteler-Str.
- Evangelische Integrative Kindertagesstätte, Schellingstraße
- AWO Kindertagesstätte Villa Regenbogen, Bregenzer Str.
[Bearbeiten] Grundschulen
- Alexander-von-Humboldt-Schule
- Geschwister-Scholl-Schule
- Winrich-von-Kniprode-Schule
[Bearbeiten] weiterführende Schulen
Baumberg verfügt über keine weiterführenden Schulen.
- Die nächstgelegene Hauptschule ist die Anton-Schwarz-Hauptschule in Monheim am Rhein.
- Die nächstgelegene Gesamtschule ist die Peter-Ustinov-Gesamtschule in Monheim am Rhein.
- Die nächstgelegene Realschule ist die Lise-Meitner-Realschule in Monheim am Rhein.
- Das nächstgelegene Gymnasium ist das Otto-Hahn-Gymnasium in Monheim am Rhein.
- Die nächstgelegene Sonderschule ist die Comenius-Schule und die Leo-Lionni-Schule für Sprachbehinderte in Monheim am Rhein.
[Bearbeiten] Kultur und Freizeit
[Bearbeiten] Theater
[Bearbeiten] Museen
Das Haus Bürgel in der Urdenbacher Kämpe verfügt über ein Museum zur römischen Geschichte.[7]
Seit 2003 werden unter anderem Grabungsfunde ausgestellt. Ergänzt werden die acht Ausstellungsräume durch einen Außenpfad, der die Besucher an den ehemaligen Kastellmauern entlangführt.
Die Pflasterungen heben die Position mehrerer Türme, eines Tores und des einstigen Kastellbades als auch die Lage des römischen Friedhofs ist im Gelände gekennzeichnet.
[Bearbeiten] Musik
[Bearbeiten] Karneval
Seit den 1990er Jahren gibt es in Baumberg eigenständige Karnevalsvereine (1. Baumberger Karnevalsgesellschaft 1990 e. V., 1. Boomberger Hippegarde von 1998), die einen Veedelszoch wie in den Kölner Stadtteilen durchführen, der auch am Sonntag vor Rosenmontag stattfindet, während der Karnevalszug in Monheim am Rhein am Rosenmontag stattfindet.
[Bearbeiten] Bauwerke
[Bearbeiten] Haus Bürgel
Aus dem 12. Jahrhundert stammt der Turm der katholischen Kirche St. Dionysius (benannt nach Dionysius von Paris).
Das Haus Bürgel ist ein mittelalterliches Königsgut im Stadtteil Baumberg der Stadt Monheim am Rhein an der Grenze zur Stadt Düsseldorf, das auf römische Ursprünge zurückgeht.
Das in den 1980er Jahren in Brettschichtholzbauweise erbaute Bürgerhaus steht für Veranstaltungen von Vereinen zur Verfügung, kann jedoch auch für Feiern von Bürgern angemietet werden.
[Bearbeiten] Parks
[Bearbeiten] Naherholung
[Bearbeiten] Urdenbacher Kämpe
Die Urdenbacher Kämpe ist ein Gebiet eines ehemaligen Rheinmäanders zwischen Düsseldorf-Urdenbach, -Garath, -Hellerhof und Monheim-Baumberg.
[Bearbeiten] Naturschutzgebiete
Die Urdenbacher Kämpe sind teilweise als Naturschutz- als auch Wasserschutzgebiet ausgewiesen.
[Bearbeiten] Landschaftsschutzgebiet
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
[Bearbeiten] Sport
[Bearbeiten] Vereine
Baumberg verfügt über eine Vielzahl von Vereinen.[8]
[Bearbeiten] Sportvereine
- Sportfreunde Baumberg e. V. (FußballLandesligist)
- Baumberger Turn- und Sportclub 1897 e.V.
- St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Baumberg 1900 e. V.
- Schachclub Baumberg 1958 e. V.
- Baumberger Tennis-Club 1975 e. V.
- 1. Schießverein Baumberg 1988 e. V.
- Federballclub Baumberg e. V.
- TC Baumberg e. V. (Tennisverein)
- VFGL - Rheinland 04 e. V. (Sportverein)
[Bearbeiten] Weitere Vereine
- Baumberger Allgemeiner Bürgerverein e. V
- Akkordeonorchester 1963 Monheim-Baumberg e. V.
- Baumberger Männerchor
- Frauenchor Baumberg 1977
- Martins-Komitee 1909 Baumberg e. V.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Baumberg, eine Woche nach Pfingsten
- Sängerkirmes, im September
- Martinsumzug für alle Kinder unter 14 Jahre mit abschließender Verteilung der durch Spenden finanzierten, einheitlichen Martinstüte, jährlich am 11.11. Ausgeführt vom St. Martinskomitee Baumberg 1909 e.V. [9]
- Adventsmarkt, im Dezember
[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
[Bearbeiten] In Baumberg geborene Persönlichkeiten
[Bearbeiten] mit Baumberg verbunden
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Stadt Düsseldorf: Düsseldorf – die wichtigsten Zahlen und Fakten, abgefragt am 5. Juni 2009
- ↑ Harald Frater: Der Düsseldorf Atlas., S. 18f, Emons, Köln 2004, ISBN 3-89705-355-1.
- ↑ Schienenverkehr in Baumberg
- ↑ Baumberg kam ohne Rathaus aus html, Abrufdatum 16. Juni 2009
- ↑ St. Josef Krankenhaus, Monheim html, Abrufdatum 16. Juni 2009
- ↑ Offizielle Homepage vom mona mare
- ↑ Haus Bürgel: Museum zur römischen Geschichte html, Abrufdatum 15. Juni 2009
- ↑ Aufstellung der Vereine in Monheim und Baumberg html, Abrufdatum 15. Juni 2009
- ↑ Homepage des St. Martinskomitee Baumberg 1909 e.V. html, Abrufdatum 15. Juni 2009
51.11756.8911111111111Koordinaten: 51° 7′ N, 6° 53′ O

