Bayerische LE

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Bayerische LE
DR-Baureihe 99.07
Nummerierung: I–V
99 071–75
Anzahl: 5
Hersteller: Krauss
Baujahr(e): 1885–1900
Ausmusterung: 1935
Bauart: C n2t
Gattung: K 33.6
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 6.100 mm
Höhe: 3.400 mm
Gesamtradstand: 1.800 mm
Leermasse: 12,72 t, 13,36 t *, 13,67 t **
Dienstmasse: 16,30 t, 16,96 t *, 17,47 t **
Reibungsmasse: 16,30 t, 16,96 t *, 17,47 t **
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
Indizierte Leistung: 100 PSi
Treibraddurchmesser: 800 mm
Steuerungsart: Allan
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 260 mm
Kolbenhub: 400 mm
Kesselüberdruck: 12 kp/cm²
117,7 N/cm²
Anzahl der Heizrohre: 105, 107*
Rostfläche: 0,53 m²
Strahlungsheizfläche: 2,63 m²
Rohrheizfläche: 29,03 m², 29,58 m² * **
Verdampfungsheizfläche: 31,66 m², 32,20m² * **
Wasservorrat: 1,77 m³*
Brennstoffvorrat: 0,65 t Kohle
Lokbremse: Wurfhebelhandbremse
Zugbremse: Schmid'sche kontinuierliche Bremse *,
Hardy Saugluftbremse **
Westinghouse-Druckluftbremse ***
* Nr. III
** ab Nr. IV
*** ab 1908

Die Dampflokomotiven der Gattung LE waren Schmalspurloks der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fahrzeuge wurden für die meterspurige Strecke zwischen Eichstätt-Stadt und Eichstätt-Bahnhof angefertigt. 1885 beschaffte die Bahn zwei Exemplare, 1892 ein drittes. Nachdem die 5,2 Kilometer lange Strecke über Eichstätt hinaus auf 30 Kilometer verlängert wurde, kamen 1898 und 1900 zwei weitere Maschinen hinzu. Die Fahrzeuge trugen die Bahnnummern I–V.

Die Deutsche Reichsbahn übernahm 1925 alle fünf Maschinen als Baureihe 99.07 mit den Nummern 99 071–99 075. Die ersten beiden Lokomotiven wurden bereits 1932 ausgemustert, die anderen drei 1935, nachdem die Strecke vollständig auf Normalspur umgebaut war.

Technische Merkmale[Bearbeiten]

Die Maschinen entsprachen einem bei Krauss mehrfach in ähnlichen Abmessungen gebauten Typ, unter anderem für die Feldabahn, spätere Preußische T 31, werksintern als XXXV bezeichnet.

Die Lokomotiven hatten einen Kastenrahmen mit Wassertank. Der kurze Langkessel bestand aus zwei Schüssen. Auf dem Kessel saßen der Dampfdom, zwei Federwaage-Sicherheitsventile und ein Sanddom. Der Flachschieber wurde durch eine Allan-Steuerung betätigt, die Treibstange wirkte auf die dritte Achse. Bei den ersten Lokomotiven war das Triebwerk auch verkleidet, es wurde erst etwa 1908 abgebaut. Die Kohlebehälter waren vor dem Führerhaus angeordnet. Mitgeführt wurden von den Maschinen 1,77 Wasser und 0,65 Tonnen Kohle.

Die Luftpumpe für die Druckluftbremse saß vorne rechts neben der Rauchkammer, rechts und links neben dem Kessel waren die Luftbehälter untergebracht. Am Schornstein war der Schalldämpfer befestigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Hoecherl: Eichstätter Schmalspurbahn 1885-1934. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham und München 1984, ISBN 3-922138-18-7