Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands

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Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V.
(BvD)
Berufsverband-der-Datenschutzbeauftragten-Deutschlands-Logo.svg
Zweck: Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Aufsichtsbehörden und Datenschutzbeauftragten
Vorsitz: Thomas Spaeing (Vorsitzender), Jürgen Hartz (stellv. Vorsitzender), Udo Wenzel (Finanzen, Geschäftsführer)
Gründungsdatum: 1989
Mitgliederzahl: 800+
Sitz: Berlin
Website: https://www.bvdnet.de

Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. ist ein Verein mit Sitz in Berlin, der die Interessen der betrieblichen und behördlichen Datenschutzbeauftragten in Deutschland vertritt.

Ziele und Aufgaben[Bearbeiten]

Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die weitere Etablierung des Berufsbildes des Datenschutzbeauftragten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Unterstützung der Mitglieder in ihrer Tätigkeit als Datenschutzbeauftragte und -berater. Dabei hat die Qualitätssicherung angebotener Leistungen von Mitgliedern des Berufsverbandes als Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb höchste Priorität. Der BvD fördert den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern und unterstützt diese mit fachlichem Rat. Er tritt in der Öffentlichkeit für die Belange des Datenschutzes ein und wirkt an Gesetzgebungsvorhaben im Bereich des Datenschutzrechts mit.

Struktur[Bearbeiten]

Oberstes Organ des Verbandes ist die Mitgliederversammlung. Sie beschließt über die ihr von der Satzung zugewiesenen Punkte.

Soweit nicht die Mitgliederversammlung zuständig ist, entscheidet der Vorstand. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, einem Justiziar sowie zurzeit vier weiteren Vorstandsmitgliedern.

Für die Kernaufgaben Berufsbild und Fortbildung hat der Vorstand jeweils einen Ausschuss ins Leben gerufen. Die Ausschüsse sind mit Mitgliedern besetzt.

Regionalgruppen[Bearbeiten]

Die Mitglieder kommen aus allen Bundesländern. Sie sind oft in einer der acht Regionalgruppen [1] organisiert und vernetzt, um den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zu fördern.

  • Bayern
  • Baden
    • Treffen: etwa zu Quartalsbeginn, in Baden bei Mitglied/Firma, in Emmendingen, falls keine Einladung vorliegt
    • Ziele: Erfahrungs- und Informationsaustausch, eingeleitet durch Vorträge mit Praxisbezug und die Diskussionen
  • Mitte
  • Nord
  • Ost
  • Süd [2]
  • Südwest
    • Treffen: quartalsweise im Raum Kaiserslautern, im Herbst in Mainz
    • Erwartung der Mitglieder: Schwerpunkt Erfahrungsaustausch und geladene Referenten auch aus angrenzenden Gebieten
    • Zeitaufwand für Mitglieder: 3-4 Stunden pro Quartal
    • gegründet 2010
  • West

Arbeitskreise[Bearbeiten]

Darüber hinaus organisieren die Mitglieder des BvD ihre Arbeit bei Bedarf in thematischen Arbeitskreisen[3]:

  • AK Datenschutz in Recht und Praxis
  • AK Datenschutz in sozialen Einrichtungen
  • AK Externe Datenschutzbeauftragte
  • AK Medizin
  • AK Schule
  • AK Social Media
    • Ziele und Aufgaben:
      • Die Außenwirkung des BvD rund um neue Technologien erweitern durch Artikel in Wikipedia, einen Blog auf der BvD Webseite zum zeitnahen Informationsaustausch
      • Die Unterstützung der Datenschutz-Kollegen im Umgang mit sozialen Medien durch Social Media Guidelines, Testen von Kollaborationswerkzeugen, Cloud Diensten u.v.m..
    • Zeitaufwand: Flexibel, je nach übernommener Aufgabe
    • Gegründet: Sommer 2012
  • AK Software

Geschichte[Bearbeiten]

Der Berufsverband wurde 1989 in Ulm gegründet. Bereits in der Gründungsphase kämpfte der Berufsverband mit erheblichem Gegenwind: So wurde dem Verband anfangs die Eintragung in das Vereinsregister verwehrt mit der Begründung, der Verband sei klein und habe nicht den Charakter eines Verbandes. Nach der Gründung mehrerer Regionalverbände scheiterte die Eintragung daran, dass dem Datenschutzbeauftragten die Eigenschaft eines Berufes abgesprochen wurde. Daraufhin erhob der BvD Klage beim Landgericht Ulm. Das Landgericht Ulm entschied 1991 in dem als „Ulmer Urteil“ deutschlandweit bekannten Gerichtsurteil über die Grundsätze, die den Beruf des Datenschutzbeauftragten ausmachen.

Erster Vorsitzender des Verbandes war bis 2004 Gerhard Kongehl. Sein Nachfolger Hannes Fedderath war bis 2008 Vorsitzender. Seitdem sitzt Thomas Spaeing dem Verband vor.

2007 verlegte der Verband seinen Sitz von Ulm nach Berlin, um näher am politischen Geschehen zu sein und besser Einfluss auf die Politik nehmen zu können.

Der Verein zählte im Dezember 2012 ca. 800[4] Mitglieder.

Jährlich erhält der BvD etwa 100 Vermittlungsanfragen von Unternehmen, die einen Datenschutzbeauftragten suchen.

Zusätzlich werden Arbeitskreise für ausgewählte Themen gegründet, deren Arbeitsergebnisse allen BvD-Mitgliedern zur Verfügung stehen.

Themen[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2010 führt der BvD jährlich die BvD-Verbandstage durch. Diese finden in Berlin statt. Die Verbandstage widmen sich jeweils einem Schwerpunktthema, welches am zweiten Tag in verschiedenen Vorträgen und Workshops behandelt wird. Am ersten Tag haben tagsüber die Arbeitskreise Gelegenheit, sich zu treffen. Am Nachmittag findet die jährliche Mitgliederversammlung statt. Am Abend treffen sich BvD Mitglieder und die Teilnehmer, Referenten und Aussteller der Verbandstage zum gemeinschaftlichen Abendessen.

Die nächsten BvD Verbandstage finden am 24./25. April 2013 wieder in Berlin statt und behandeln das Schwerpunktthema: „Datenschutz - Gestalten statt Verwalten“.

Die vergangenen BvD Verbandstage widmeten sich bisher folgenden Schwerpunktthemen:

  • 2012: „Neue Wege im Datenschutz“, 09./10. Mai 2012 (am Vortag Treffen des AK Medizin und des AK Recht, BvD Sonderseminar „Compliance & Beschäftigtendatenschutz - (Korruptionsbekämpfung vers. Datenschutz)“, Aktionstag der Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ am Berliner John-Lennon-Gymnasium, nach den BvD Verbandstagen im Anschluss Treffen des AK Externe)[5]
  • 2011: „Herausforderung Datenschutzbeauftragter“, 25./26. Mai 2011 (am Vortag Treffen des AK Medizin und der RG Ost, nach den BvD Verbandstagen im Anschluss Treffen des AK Externe)[6]
  • 2010: „Mit Berufskollegen im Austausch“, 23. April 2010 (nur ein Tag, im Anschluss Treffen des AK Externe)

Seit 2010 veranstaltet der BvD außerdem das jährliche Berufsbild-Symposium. Der BvD lädt zu diesen Berufsbild-Symposien Vertreter der Aufsichtsbehörden von Bund und Ländern, Ausbilder, Datenschutzverbände usw. ein, um in Düsseldorf aktuelle Fragen zum Beruf des Datenschutzbeauftragten zu erörtern.

Die vergangenen Berufsbild-Symposien widmeten sich bisher folgenden Fragestellungen:

  • 25. Oktober 2012: 3. Berufsbild-Symposium in Düsseldorf im Rheinturm
    • Vorstellung der vom BvD entwickelte Ausbildungsordnung und Diskussion dazu
    • „Darf der Datenschutzbeauftragte externen Sachverstand hinzuziehen?“
    • Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten
  • 7. Oktober 2011: 2. Berufsbild-Symposium in Düsseldorf im Rheinturm[7]
    • „Sind Mindestbestellzeiten für Datenschutzbeauftragte zwingend und wenn ja wie lang müssen diese sein?“
    • „Wie hoch ist der richtige Zeitbedarf für die Tätigkeit als DSB? (Definition der erforderlichen Zeit, inklusive Präsenzpflichtfrage)“
    • „Kann der Datenschutzbeauftragte des Auftraggebers auch Datenschutzbeauftragter des Auftragnehmers sein?“
  • 8. Oktober 2010: 1. Berufsbild-Symposium in Düsseldorf im Rheinturm
    • „Gibt es eine geringfügige Fachkunde bei Tätigkeiten in kleineren Unternehmen?“
    • „Wie viel Fachwissen muss der Datenschutzbeauftragte selbst haben, wie viel kann er einkaufen?“
    • „Welche Interessenkonflikte eines Datenschutzbeauftragten muss man hinnehmen, und können juristische Personen als Datenschutzbeauftragte bestellt werden?“

Der BvD führte bis 2009 Datenschutzkongresse durch:

  • 2009: Erfahrung trifft Zukunft 9./10. September 2009 in Ulm [8].
  • 2008: Datenschutz – Chancen – Nutzen 10./11. April 2008 in Berlin

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Seite Regionalgruppen unter bvdnet.de, abgerufen am 31. März 2013
  2. BvD e.V. Seite der Regionalgruppe Süd , abgerufen am 21. Oktober 2013
  3. [2] Seite Arbeitskreise unter bvdnet.de, abgerufen am 22. Januar 2013
  4. [3] Seite Der Verband unter bvdnet.de, abgerufen am 22. Januar 2013
  5. Ankündigung der BvD Verbandstage 2012 auf www.compliancemagazin.de, abgerufen am 13. November 2012
  6. Pressemitteilung über BvD Verbandstage 2011 auf www.verbaende.com, abgerufen am 13. November 2012
  7. Pressemitteilung zum Berufsbild Symposium 2011 auf www.marketing-boerse.de, abgerufen am 19. Dezember 2012
  8. Einladung zum 2009er Kongress des BvD bei TeleTrusT (PDF; 193 kB), abgerufen am 13. November 2012