Bismarckturm (Metz)

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Basisdaten
Ort: Metz
Verwendung: Aussichtsturm
Grundsteinlegung: 1 April 1901
Einweihung: 1 April 1902
Kosten: 15.000 Mark
Architekt: Wilhelm Kreis
Technische Daten
Gesamthöhe: 13,5 m
Stufen: 15
Baustoff: Kalkstein
Lage
49.1217156.135641Koordinaten: 49° 7′ 18,2″ N, 6° 8′ 8,3″ O

Der Bismarckturm Metz ist ein Aussichtsturm, der zu Ehren des Reichskanzlers Otto von Bismarck 1901/1902 errichtet wurde. Er befindet sich im Lothringen im Nordosten Frankreichs. Er ist einer der rund 240 Bismarcktürme, die in dieser Zeit entstanden.

Geschichte[Bearbeiten]

Bismarckturm

Nach dem Tod Bismarcks im Jahr 1898 gab es im Deutschen Kaiserreich eine breite Bewegung, die Denkmäler für den früheren Reichskanzler errichten ließ. Auch in Metz, damals Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen, regte eine Gruppe von Bismarck-Anhängern im Winter 1898 an, in der Stadt einen Bismarckturm zu bauen. Noch im selben Jahr wurde beschlossen, auf einer Anhöhe des Berges St. Quentin in Le Ban-Saint-Martin, westlich des Stadtzentrums den Modellentwurf Götterdämmerung des Architekten Wilhelm Kreis errichten zu lassen. Die Gesamtkosten für den Turmbau betrugen 15.000 Mark, die durch Spendensammlungen und Vorträge zum Besten der Bismarcksäule aufgebracht wurden. Ausgeführt wurden die Maurerarbeiten durch die Firma Haase und Schott aus Metz. Als Bauleiter fungierte der Königliche Baurat Herzfeld aus Metz.

Architektur[Bearbeiten]

Der Turm hat eine Höhe von 13,5 Metern. Er steht auf einer Terrassenanlage. Der Turmsockel hat eine Gesamthöhe von 1,50 m. In diesem war ursprünglich ein Relief des Kanzlers mit Eichenlaub zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sieglinde Seele, Günter Kloss: Bismarck-Türme und Bismarck-Säulen. Eine Bestandsaufnahme. Michael Imhof Verlag, Petersberg 1997, ISBN 3-932526-10-4.
  • Sieglinde Seele: Lexikon der Bismarck-Denkmäler. Türme, Standbilder, Büsten, Gedenksteine und andere Ehrungen. Eine Bestandsaufnahme in Wort und Bild. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2005, ISBN 3-86568-019-4.

Quellen[Bearbeiten]