Bistum Eupen-Malmedy

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Die Kathedrale Saints-Pierre, Paul et Quirin von Malmedy

Das Bistum Eupen-Malmedy ist ein ehemaliges katholisches Bistum in den damals durch den Versailler Vertrag zu Belgien gekommenen Ostkantonen. Es bestand von 1920 bis 1925 in der Kirchenprovinz Erzbistum Mecheln-Brüssel.

Aus kirchlicher Sicht war eine Lösung in „Neubelgien“ nicht einfach, da sich ein Großteil des lokalen Klerus weiterhin dem Erzbistum Köln verbunden fühlte. Als die Situation eskalierte, rief der Primas von Belgien Kardinal Mercier Papst Benedikt XV. an. Dieser schuf durch die päpstliche Bulle Ecclesiae Universae vom 30. Juli 1920 das Bistum Eupen-Malmedy. Einziger Bischof wurde für die folgenden Jahre der Bischof von Lüttich Msgr. Martin-Hubert Rutten, der am 13. Oktober feierlich eingesetzt wurde und die Pfarrkirche von Malmedy zur Kathedrale erhob. Rutten führte beide Bistümer in Personalunion. Eine erneute päpstliche Bulle vom 15. April 1925 hob diesen Zustand auf, und das Gebiet wurde dem Bistum Lüttich einverleibt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Philipp Boonen (Hrsg.): Zwischenspiel: Das Bistum Eupen und Malmedy, 1921–1925, in: Lebensraum Aachen, Aachen 1982

Weblinks[Bearbeiten]