Erzbistum Mecheln-Brüssel

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Erzbistum Mecheln-Brüssel
Karte Erzbistum Mecheln-Brüssel
Basisdaten
Staat Belgien
Diözesanbischof André-Joseph Léonard
Weihbischof Jean-Luc Hudsyn
Jean Kockerols
Léon Lemmens
Emeritierter Diözesanbischof Godfried Kardinal Danneels
Emeritierter Weihbischof Jan De Bie
Paul Lanneau
Generalvikar Etienne Van Billoen
Fläche 3.635 km²
Vikariate 6 (10. Juni 2008)
Pfarreien 659 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Einwohner 2.559.000 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken 1.637.000 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Anteil 64 %
Diözesanpriester 697 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordenspriester 1.142 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ständige Diakone 92 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 890
Ordensbrüder 1.485 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 2.035 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Französisch
Niederländisch
Kathedrale St. Romuald in Mecheln
Konkathedrale Ss. Michael und Gudula in Brüssel
Website www.kerknet.be/aartsbisdom
Suffraganbistümer Bistum Antwerpen
Bistum Brügge
Bistum Gent
Bistum Hasselt
Bistum Lüttich
Bistum Namur
Bistum Tournai

Das Erzbistum Mecheln-Brüssel (lateinisch Archidioecesis Mechliniensis-Bruxellensis) mit Sitz in Mecheln besteht seit etwa 450 Jahren. Die zugehörige Kirchenprovinz umfasst heute das gesamte Königreich Belgien. Der Erzbischof von Mecheln-Brüssel ist Primas der katholischen Kirche Belgiens.

Geschichte[Bearbeiten]

Territorium[Bearbeiten]

Am 6. Dezember 1961 wurde auf Initiative von Kardinal Suenens das alte Erzbistum Mecheln in das Bistum Antwerpen und das Erzbistum Mecheln-Brüssel aufgeteilt. Es umfasst die Provinzen Flämisch-Brabant und Wallonisch-Brabant, die Hauptstadtregion Brüssel und ein Stück der Provinz Antwerpen (die Stadt Mecheln).[2]

Im Jahr 1962 beschloss Kardinal Suenens das Erzbistum Mecheln-Brüssel in drei Vikariate zu teilen:

Sprachautonomie[Bearbeiten]

1969 erkannte Kardinal Suenens die Autonomie der niederländisch- und französischsprachigen Pastoral im Vikariat Brüssel mit eigenen Verantwortlichkeiten und Infrastruktur an. Zwischen 1962-1982 wurden die Vikariate von einem Generalvikar geleitet, wobei dem Brüsseler Generalvikar ab 1963 drei Adjutoren zur Seite standen. Von 1982 bis 2002 wurden Erzbischof Kardinal Danneels in Brüssel zwei Weihbischöfe beigestellt, die ebenfalls die o. g. Funktionen eines Generalvikars hatten. Seit seiner Ernennung am 20. März 2002 zum Weihbischof und Generalvikar für die Stadt Brüssel bemüht sich Jozef De Kesel um die Einheit der Kirche von Brüssel.

Durchsuchung[Bearbeiten]

Am 24. Juni 2010 wurden die Büros der Erzdiözese in Mecheln von der Brüsseler Staatsanwaltschaft durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sei Ziel der Ermittlungen, be- oder entlastendes Material in einem Fall sexuellen Missbrauchs zu finden.[3] Dabei wurden anwesenden Kirchenvertretern vorübergehend die Mobiltelefone abgenommen und die Gräber verstorbener Kardinäle durchsucht sowie die versammelten Bischöfe stundenlang festgehalten und verhört. Die belgische Bischofskonferenz und Papst Benedikt XVI. äußerten sich „verwundert“ über das Verhalten der Ermittlungsbehörden.[4] Am 13. August 2010 erklärte das Brüsseler Berufungsgericht die Durchsuchung für rechtmäßig und gestattete die Fortsetzung des Ermittlungsverfahrens.[5]

Kathedralen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedhelm Jürgensmeier (Hg.): Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Echter Verlag, Würzburg 1997–2002, S.262
  2. Geschichte des Bistums auf dessen Website (niederländisch)
  3. Belgien: Staatsanwaltschaft durchsucht Diözesanbüros in Mecheln, Katholische Presseagentur Österreich, 24. Juni 2010
  4. Bei Kirchen-Razzia auch Dutroux-Akten gefunden, Der Standard, 7. Juli 2010
  5. Belgian clerical abuse inquiry to proceed, Irish Times, 14. August 2010