Blériot-SPAD S.510

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Die Blériot-SPAD S.510 war ein französisches einsitziges Jagdflugzeug.

Geschichte[Bearbeiten]

1930 schrieb das französische Luftfahrtministerium einen Wettbewerb für ein neues Jagdflugzeug aus. Blériot stellte zu dieser Ausschreibung die S.510 vor. Sie war der einzige Doppeldecker, der an dieser Ausschreibung teilnahm. In der Folge unterlag er zwar der schnelleren Dewoitine D.500, dennoch orderte die französische Luftwaffe 60 Maschinen dieses Typs nach der Vorführung der guten Manövrierfähigkeit und Steigleistung durch den Piloten Lois Massotte vor dem französischen Luftfahrtminister General Dénain. Die Maschinen wurden ab 1935 ausgeliefert.

Unbestätigten Berichten zufolge sollen einige Maschinen im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner geflogen sein. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war sie hoffnungslos veraltet und den deutschen Jagdeindeckern Messerschmitt Bf 109 absolut unterlegen. Sie wurde bereits vorher aus dem Frontdienst gezogen und an Reserveeinheiten und Flugschulen abgegeben. Diese Reserveeinheiten sollten Objektschutz für Städte und Industrieanlagen bieten.

Das Flugzeug[Bearbeiten]

Das Flugzeug wurde aus der Versuchsmaschine S.91 entwickelt. Der Prototyp S.510.01 hatte seinen Erstflug am 6. Januar 1933. Die Maschine war, wie alle Maschinen dieser Zeit, in Ganzmetallbauweise. Verwendet wurde Duraluminium und Stahl. Der Rumpf besaß einen ovalen Querschnitt. Unterboden und Motorbereich waren gepanzert. Die Flügel waren stoffbespannt, Ober- und Unterflügel wurden von einem I-förmigen Stiel an seiner tragenden Struktur abgestützt und je mit Querrudern ausgestattet. Nur der Oberflügel war leicht rückgepfeilt. Das Cockpit war offen und lag auf Höhe der Aussparung im oberen Flügel. Um bessere Flugeigenschaften zu erzielen wurden das starre, freitragende Fahrwerk und die Räder stromlinienförmig verkleidet. Die Bewaffnung wurde nicht mehr am Rumpf angebracht sondern an Unterflügelgondeln. Das konnte den Zielvorgang erheblich erschweren und begünstigte die Streuung der Geschosse. Der Prototyp besaß noch synchronisierte MGs im Rumpf.[1]

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Spannweite: 8,84 m
  • Länge: 7,46 m
  • Höhe: 3,41 m
  • Tragflügelfläche: 22,0 m²
  • Triebwerk: Hispano-Suiza 12Xbrs Reihenmotor mit Frontkühler[1]
  • Leistung: 690 PS / 515 kW
  • Höchstgeschwindigkeit: 372 km/h in 4000 m
  • Gipfelhöhe: 10.500 m
  • Steigzeit auf 4000 m: 4 min, 31 sec.
  • Rüstmasse: 1250 kg
  • maximale Startmasse: 1677 kg
  • Reichweite: 700 km
  • Bewaffnung: vier festeingebaute 7,5 mm Chatellerault-MGs in Unterflügelgondeln

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Flugzeugtypen der Welt, Bechtermünz Verlag, 1997, ISBN 3-86047-593-2, S.138
  • Michael Sharpe: Doppeldecker, Dreidecker & Wasserflugzeuge, Gondromverlag, Bindlach, 2001, ISBN 3-8112-1872-7
  • Flugzeugtypen der Welt, Bechtermünz Verlag, 1997, ISBN 3-86047-593-2