Boutonneuse-Fieber

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Das Boutonneuse-Fieber ist eine von Zecken übertragene Infektionskrankheit, welche durch Bakterien verursacht wird. Die Krankheit ist auch unter den Bezeichnungen Marseille-Fieber, Mittelmeer-Zeckenfleckfieber bekannt.

Ursache[Bearbeiten]

Die Krankheit wird von einem Bakterium der parasitären Gattung der Rickettsien Rickettsia conorii ausgelöst. Übertragen wird die Rickettsie von der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Diese kann auf den Menschen übergehen, befällt aber hauptsächlich, wie der Name sagt, Hunde.

Vorkommen[Bearbeiten]

Gebiet um das Mittelmeer und das Schwarze Meer, Sibirien, Indien, Zentral- und Südafrika, wobei in Afrika südlich der Sahara das durch Rickettsia africae verursachte Afrikanische Zeckenbissfieber vorherrschend ist.[1] Neuerdings wurde R. conorii durch Tourismus mit Hund gebietsweise mit der Hundezecke eingeschleppt.

Verlauf[Bearbeiten]

Im ersten Stadium bildet sich ein blauer Fleck um die Einstichstelle. Nach spätestens 9 Tagen bekommt der Infizierte hohes Fieber, das bis zu 2 Wochen anhalten kann und mit Kopf-, Glieder- und Rückenschmerzen einhergeht. Schmerzhaft geschwollene Lymphknoten im Bereich der Bissstelle sind häufig anzutreffen. Darauf folgt schließlich ein Exanthem, insgesamt verläuft die Infektion aber normalerweise gutartig.

Behandlung[Bearbeiten]

Der Patient wird mit Tetrazyklinen behandelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Mehlhorn, D. Eichenlaub, T. Löscher, W. Peters: Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen 1995

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. N. Roch, O. Epaulard, I. Pelloux, P. Pavese, J. P. Brion, D. Raoult, M. Maurin: African tick bite fever in elderly patients: 8 cases in French tourists returning from South Africa. In: Clinical Infectious Diseases. Band 47, Nummer 3, August 2008, S. e28–e35, ISSN 1537-6591. doi:10.1086/589868. PMID 18558881. (Review).
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