Breitbandkommunikation

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Der Begriff Breitband, auch Breitbandkommunikation, englisch broad band, wird je nach Zusammenhang im Bereich der Nachrichtentechnik und im Bereich von Internetzugängen mit unterschiedlicher Bedeutung gehandhabt.

Inhaltsverzeichnis

Nachrichtentechnik [Bearbeiten]

Im Bereich der Nachrichtentechnik beschreibt der Begriff Breitband einen Übertragungskanal dessen Betragsfrequenzgang nicht konstant ist und es dadurch zu Signalverzerrungen kommt. Breitbandkanäle benötigen, im Gegensatz zu Schmalbandkanal, eine Kanalentzerrung mit adaptiven Filtern um die Signalverzerrungen zu kompensieren.

Bei digitalen Datenübertragungen wird eine Breitbandübertragung über die Symbolrate festgelegt. Jedes übertragene Symbol benötigt zur Übertragung eine bestimmte Symboldauer T_s. Ist die Symboldauer deutlich kleiner als die Übertragungszeit \tau_{max} am Übertragungskanal, liegt eine Breitbandkommunikation vor:

T_s \ll \tau_{max}

Aufgrund der Verzerrungen im Kanal kann dabei eine unerwünschte Intersymbolinterferenz auftreten.

Wesentlich ist, dass die Festlegung des Begriffes Breitband nicht an konkreten Zahlenwerten einer bestimmten Bandbreite gebunden ist, sondern sich nach den jeweiligen Randumständen, wie den physikalischen Parametern einer Funkstrecke, orientiert.

Internetzugänge [Bearbeiten]

Hauptartikel: Breitband-Internetzugang

Digitale Breitbandkommunikation bezeichnet Übertragungsgeschwindigkeiten oberhalb von 128 kBit/s. In der ITU-T-Empfehlung I.113 ist der Begriff Breitband mit einer Bitrate eines Primärmultiplexanschlusses im ISDN-System mit 2 Mbit/s festgelegt.[1]

Literatur [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1.  Jochen Seitz, Maik Debes, Michael Heubach, Ralf Tosse: Digitale Sprach- und Datenkommunikation: Netze, Protokolle, Vermittlung. Carl Hanser Verlag, 2006, ISBN 978-3-4462-2979-2, S. 183.