British Thomson-Houston

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British Thomson-Houston (Abk.: B.T.H.) war ein britisches Unternehmen mit Sitz in Rugby (Warwickshire). Es handelt sich um ein Maschinenbauunternehmen, das durch Elektroprodukte und Dampfturbinen bekannt wurde. Das Unternehmen wurde im Mai 1896 als europäische Niederlassung von General Electric gegründet. Im Jahr 1900 unterzeichnete man einen Vertrag, der es ermöglichte, dass British Thomson-Houston als Energieversorger auftreten konnte. 1902 wurde ein Werk eröffnet, in dem Elektromotoren und Generatoren gebaut wurden. Gleichzeitig erwarb das Unternehmen eine Lizenz für die Produktion von Dampfturbinen, deren Produktion 1904 aufgenommen wurde.

Ebenfalls 1904 war der spätere Elektroautomobil-Pionier Sigmund Meyer (Ingenieur) zum Chefingenieur des Unternehmens aufgestiegen.[1]

1909 lieferte British Thomson-Houston die elektrischen Generatoren zum Betrieb der elektrischen Straßenbahn in London. 1911 wurde die Produktion von Glühlampen aufgenommen. Während des Ersten Weltkriegs wurde elektrische Ausrüstung für die britische Marine produziert. Nach dem Krieg eröffnete man Zweigwerke in Willesden, Birmingham, Chesterfield und Lutterworth.

Das Unternehmen bestand bis 1928, als es mit Metropolitan-Vickers unter dem Dach der Associated Electrical Industries verschmolzen wurde. Beide blieben jedoch bis 1960 weitestgehend selbständig.

1937 wurde im Werk in Rugby durch Frank Whittle das erste britische Strahltriebwerk geschaffen. Man nahm jedoch nicht die Produktion von Strahltriebwerken auf, sondern fertigte weiter Magnetzündungen für Kolbenmotoren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Christoph Graf von Seherr-Thoß: Meyer, Sigmund (genannt Hans Sigismund). In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 373 f. (Digitalisat).