CMYK-Farbmodell
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Das CMYK-Farbmodell ist ein subtraktives Farbmodell, das die technische Grundlage für den modernen Vierfarbdruck bildet. Die Abkürzung CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz)[1].
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[Bearbeiten] Grundlegendes
Das CMYK-Farbmodell ist ein generatives Farbmodell, d. h. es beschreibt die technischen Mischverhältnisse seiner vier Grundfarben unabhängig davon, welche Grundfarben (Farbvalenzen) letztlich verwendet werden. Um möglichst gute und einheitliche Druckergebnisse zu erzeugen, gibt es aber verschiedene Normen.
Mögliche Werte liegen von 0 % bis 100 % für jede der vier einzelnen Farben. Dabei steht 0 % für unbedruckt und 100 % für eine Volltonfläche. Durch „Mischen“ der Farben entsteht der Farbraum.
Die Druckfarbe Schwarz ist nötig, weil der Zusammendruck der drei anderen Farben zwar theoretisch (subtraktives Farbmodell), aber nicht praktisch ein ausreichendes Schwarz ergibt. Die im Druck verwendeten Cyan-, Magenta- und Gelb-Pigmente sind nicht in der dazu erforderlichen Reinheit (Optimalfarbe) wirtschaftlich herstellbar.
Andererseits ist das Schwarz für den Unbuntaufbau eines Bildes unbedingt nötig. Es wird bei der Separation des Bildes bestimmt um zu vermeiden, dass zu viele Farben übereinander gedruckt werden müssen.
Industrieller Farbdruck mit CMYK-Farben wird Druck nach Euroskala genannt, weil er sich farblich an der ehemaligen Europaskala orientiert. Diese Bezeichnung ist umgangssprachlich (vor allem in den USA als Euroscale) für den europäischen Offsetdruck gebraucht. Die Euroskala ist aber keine korrekte Norm, die korrekte Bezeichnung lautet ISO-Skala. Die zugehörige Normierung ISO 2846 definiert für Farblieferanten die Eigenschaften dieser Farben. In der ISO 12647-2 ist die Farbwirkung dieser Druckfarben auf unterschiedlichen Druckpapieren beschrieben. Zur praktischen Anwendung dieser Norm existieren ICC-Profile, beispielsweise „ISO Coated sb“ für den Druck auf gestrichenen Papieren.
Auch Tintenstrahldrucker und Tintendrucker arbeiten meist mit CMYK-Farben. Viele Geräte weisen jedoch zusätzlich noch weitere Tinten auf: Durch eine oder mehrere hellere Abstufungen von Magenta und Cyan oder auch durch Grautöne wird das Streuraster des Druckers in hellen Farbmischungen weniger wahrgenommen. Zusätzliche Tinten Grün, Rot, Orange und/oder Blau erweitern den druckbaren Farbumfang, den sogenannten Gamut des Druckers.
[Bearbeiten] CMYK in Relation zu anderen Farbräumen
Das farbige Feld steht symbolisch für alle für das menschliche Auge sichtbaren Farben. (CIE-Normvalenzsystem nach Rösch).
- Die graue Linie kennzeichnet symbolisch einen CMYK-Farbraum,
- die schwarze den RGB-Farbraum,
welche sich innerhalb des parabelförmigen xyY-Farbraumes befinden.
Die Eckpunkte des schwarzen Dreiecks sind nicht ganz willkürlich, sondern werden definiert durch die Verfügbarkeit von Kristallen (Leuchtstoffen), die diese Farben erzeugen, sobald sie zur Lichtabgabe angeregt werden. Diese Anregung erfolgt in der Bildröhre eines Farbfernsehgerätes durch Beschuss mit sehr schnellen Elektronen. Farbwerte außerhalb des schwarzen Dreiecks können mit solch einer Bildröhre nicht dargestellt werden. Dazu zählen insbesondere satte Grünwerte.
Flachbildschirme besitzen keine Bildröhre und erzeugen die Farben auch anders. Trotzdem soll die Lage der Eckpunkte im LC-Display möglichst genau mit der Lage in Bildröhren übereinstimmen, sonst werden insbesondere Mischfarben wie orange sehr unterschiedlich dargestellt.
Über ICC-Profile werden den Farbeingabe- und Farbausgabegeräten, etwa Monitor, Scanner, Drucker die jeweils passenden Farbräume zugeordnet.
[Bearbeiten] Andere Schreibweisen
Im Gegensatz zum RGB-Farbraum, bei dem die Reihenfolge der Buchstaben tatsächlich der Anordnung der Subpixel auf den meisten Flachbildschirmen entspricht, gibt es für die Buchstabenfolge „CMYK“ keine natürliche Ordnung. Meist wird die alphabetische Reihenfolge für die drei Farbkomponenten bevorzugt. Es sind aber auch andere Schreibweisen verbreitet wie YMCK (umgekehrt alphabetisch) oder CYMK (M und Y vertauscht).
Verschiedene Hersteller bieten außerdem CMYKT- oder YMCKT-Druckerpatronen an. Das „T“ steht dabei für „Topcoat“, einen speziellen Lack zum Überziehen des Papiers mit einer besonders lichtbeständigen, glänzenden oder wasserabweisenden Schutzschicht.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Harald Küppers: Die Farbenlehre der Fernseh-, Foto- und Drucktechnik. DuMont, Köln 1985.
- Hans Gekeler: DuMont's Handbuch der Farbe (Farbräume). DuMont, Köln 1988, ISBN 3-7701-2111-2.
[Bearbeiten] Weblinks
- Küppers' Farbenlehre
- Color conversion (RGB/CMYK/HSV) - Farbrechner
- Color Conversion Formulas - Umrechnungsformeln für diverse Farbräume
- Bradford-Matrizen zur Umrechnung zwischen Farbräumen
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Das K in der Abkürzung CMYK rührt weder von Kontrast noch blacK her; es ersetzt auch nicht den Buchstaben B, um nicht für Blau/Blue zu stehen. Im englischsprachigen Offsetdruck meint K die key plate (englisch: Schlüsselplatte), die schwarz druckende Platte, an deren Grundlinie die drei farbigen Platten ausgerichtet werden.
Die in Wikipedia-Artikeln verwendeten Farben werden auf jedem Monitor anders dargestellt und sind nicht farbverbindlich. Eine Möglichkeit, die Darstellung mit rein visuellen Mitteln näherungsweise zu kalibrieren, bietet das nebenstehende Testbild: Tritt auf einer oder mehreren der drei grauen Flächen ein Buchstabe (R für Rot, G für Grün oder B für Blau) stark hervor, sollte die Gammakorrektur des korrespondierenden Monitor-Farbkanals korrigiert werden. Das Bild ist auf einen Gammawert von 2,2 eingestellt – den gebräuchlichen Wert für IBM-kompatible PCs. Apple-Macintosh-Rechner hingegen verwenden standardmäßig einen Gammawert von 1,8.


