Carl August von der Meden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Von der Meden

Carl August von der Meden (* 6. Dezember 1841 in Hamburg; † 23. Mai 1911) war von 1902 bis zu seinem Tod erster Präsident des Deutschen Tennis Bundes.

Leben[Bearbeiten]

Von der Meden wurde 1841 in eine Hamburger Kaufmanns- und Maklerfamilie geboren. Ab etwa 1864 begab er sich auf eine mehrjährige Weltreise, um seine weitverzweigte Verwandtschaft zu besuchen. Am. 9. August 1868 heiratete er im englischen Bradford Sophie Eckhard. In den folgenden Jahren hielt er sich in England auf, wo seine Kinder Sophie Elisabeth Gertrude, Else (* 1871), Evelyn Lilian Thekla (* 1872) und Carl August (* 1875) zur Welt kamen. Dort lernte er das 1874 von Walter Clopton Wingfield erfundene moderne Tennis kennen.

Spätestens 1881 kehrte er nach Hamburg zurück. Dort wurde er erster Vorsitzender des „Uhlenhorster Eislauf-Vereins“, der als einer der ersten deutschen Vereine auf von der Medens Initiative Tennis in sein Programm aufnahm. Ab 1892 richtete der Verein die ersten deutschen Meisterschaften aus, an derer ersten Auflage auch von der Meden aktiv teilnahm.

1901 wurde von der Meden Vorsitzender der Hamburger Lawn-Tennis Gilde, einem Zusammenschluss mehrerer Hamburger Tennisvereine. Als solcher war er an der Gründung des Deutschen Tennis Bundes im Mai 1902 in Berlin beteiligt, und wurde zu dessen ersten Präsident gewählt.

Er starb 1911 im Alter von 69 Jahren. Die Tennisrundenspiele der Herren in Deutschland werden zu seinem Gedenken Medenspiele genannt.

Quellen und Weblinks[Bearbeiten]