Carnuntum

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Carnuntum: schematisierter Gesamtplan
Lage von Carnuntum am oberpannonischen Limes
Verlauf der Bernsteinstraße, die bei Carnuntum die Donau überquert
Nordwest-Pannonien im 1. Jahrhundert n. Chr.
Verlagerung des Siedlungsschwerpunkts von Carnuntum (Petronell/Bad Deutsch-Altenburg) nach Hainburg an der Donau im Frühmittelalter
Legionslager Carnuntum: Übersichtsplan

Carnuntum ist der Sammelbegriff für ein Legionslager und ein Reiterkastell – die beide dem Schutz des pannonischen Limes dienten – sowie für die Hauptstadt der römischen Provinz (Ober-)Pannonien. Es ist heute die bedeutendste und am besten erforschte antike Ausgrabungsstelle in Österreich und liegt auf dem Gemeindegebiet von Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg, Bundesland Niederösterreich.

Die ältesten archäologischen Zeugnisse aus der Römerzeit (Legionslager) datieren in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Nach Errichtung eines provisorischen Marschlagers unter Tiberius, entstand zur Regierungszeit des Kaisers Claudius ein festes Holz-Erde-Lager und eine Zivilsiedlung. Um die Mitte des 2. Jahrhunderts wurde noch zusätzlich ein Reiterkastell für eine Hilfstruppeneinheit errichtet. Besonders das Nebeneinander von Legionslager und eines Hilfstruppenkastells an diesem Standort hob deutlich seinen militärpolitischen Rang hervor. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten hier bereits rund 60.000 Menschen, zum Großteil Soldaten. Das Legionslager wurde um 100 n. Chr. in Stein umgebaut, die Siedlung expandierte zur Großstadt und erlebte eine erste wirtschaftliche Blüte. Sie wurde unter Kaiser Traian (98–117 n. Chr.) zur Provinzhauptstadt Oberpannoniens und zum Sitz des Statthalters erhoben. Kaiser Hadrian (117–138 n. Chr.) verlieh ihr in weiterer Folge auch das Recht zur Selbstverwaltung (Municipium Aelium Carnuntum). Während der Markomannenkriege residierte Kaiser Marc Aurel mehrere Jahre in Carnuntum und koordinierte von hier aus die Feldzüge in die germanischen Stammesgebiete nördlich der Donau. Im späten 2. Jahrhundert wurde der oberpannonische Statthalter Septimius Severus von den Donaulegionen zum Kaiser ausgerufen und die Zivilstadt danach in den prestigeträchtigen Rang einer Colonia erhoben. Seine Thronbesteigung leitete einen neuerlichen Aufschwung der Stadt und der pannonischen Provinzen ein. Ab der Spätantike wurde Carnuntum auch Stützpunkt von Marinesoldaten einer Abteilung der Donauflotte. Am 11. November 308 n. Chr. wurde hier die sogenannte Kaiserkonferenz von Carnuntum abgehalten, um endgültig die Nachfolge des Diokletian zu regeln und über die Zukunft des römischen Reiches zu entscheiden. Die historischen Weichenstellungen auf Grund der Ergebnisse dieser Konferenz leiteten auch u. a. den Siegeszug des Christentums im römischen Reich ein. Im späten 4. Jahrhundert verwüstete ein schweres Erdbeben die Region, das den unaufhaltsamen Niedergang der Stadt zur Folge hatte. In dieser Zeit diente Carnuntum auch als Hauptquartier Kaiser Valentinian I. für seinen Feldzug gegen Quaden und Sarmaten. Bis zu deren endgültigen Untergang im 5. Jahrhundert standen Legionslager und Zivilstadt immer wieder im Mittelpunkt bedeutender politischer und kriegerischer Ereignisse.

Name[Bearbeiten]

Der Name Carnuntum wurde vermutlich von der keltischen Vorgängersiedlung übernommen. Er wird bei namhaften antiken Chronisten wie Velleius Paterculus, Plinius dem Älteren, beim Geographen Ptolemaios, im philosophischen Werk Selbstbetrachtungen des Kaiser Mark Aurel (deren drittes Buch er in Carnuntum verfasst hat), in der Vita des Septimius Severus, beim spätantiken Chronisten Ammianus Marcellinus und in den geographischen Hauptquellen, Tabula Peutingeriana, im Itinerarium Antonini und in der Notitia Dignitatum erwähnt.

Lage[Bearbeiten]

Carnuntum befindet sich etwa 40 Kilometer östlich von Wien, unmittelbar am Südufer der Donau (Danuvius). Die Stelle wurde von den römischen Strategen ausgewählt, da hier in der Antike ein wichtiger transkontinentaler Handelsweg, die sogenannte Bernsteinstraße, die Donau überquerte.

Straßenverbindungen[Bearbeiten]

Das Legionskastell als Zentrum des Großraums Carnuntum spielte bei der Entwicklung des Straßennetzes eine bedeutende Rolle. Das axiale Straßensystem wurde so angelegt, sodass die Hauptstraßen des Lagers und der Zivilsiedlungen direkt zu den wichtigsten Gebäuden (Principia, Praetorium, Forum, Thermen, Amphitheater etc.) führten. Deren Ausgangspunkt waren die beiden Lagerhauptstraßen, die Limesstraße (via iuxta danuvium) und die Bernsteinstraße. Ihr Belag war meist geschottert oder gemörtelt, gepflasterte Abschnitte wie im Bereich des Archäologischen Parks waren nur sehr selten zu beobachten.

Die west-östliche Lagerstraße ist heute noch am Verlauf der Bundesstraße 9 zu erkennen. Ihr nord-südliches Pendant setzte sich - mit Ausnahme ihrer Nordseite - auch außerhalb des Lagers fort. Nach Osten hin verläuft sie parallel zur heutigen Bundesstraße bis zum Ortsrand von Deutsch Altenburg. Ab da ist sie wegen der dichten Überbauung nicht mehr fassbar. Wahrscheinlich führte sie über den Kirchberg zum Fuß des Pfaffenberges und von dort bis zur Mündung der March.

Zum Verlauf der Limesstraße im Bereich Carnuntums bestehen unterschiedliche Annahmen. Richtung Wien folgte sie wohl dem Ufer der Donau. Westlich des Legionskastells ist ein kurzes Teilstück von ihr im Archäologischen Park, vor der Villa Urbana und der Therme, bekannt. Ob eine donauabwärts, Richtung Kastell Gerulata, führende Straße als Hauptstrang der Limesstraße anzusehen ist oder ob diese direkt aus dem Südtor herausführte und dann Richtung SO verlief, ist unklar.

Ca. 150 m südlich der Eisenbahnlinie konnte eine Abzweigung von der Limesstraße beobachtet werden. Sie führte durch die Senke des Altenburger Baches nach Prellenkirchen und von dort zu den Kastellen von Gerulata/Rusovce (SK) und Ad Flexum/Mosonmagyarovar (HU). Eine zweite führte von der Limesstraße nach Hundsheim und Edelstal und lag im rechten Winkel zur Gräberstraße. An ihrem Verlauf orientieren sich heute noch Parzellen- und Flurgrenzen. Vermutlich wurden sie schon im 1. Jahrhundert angelegt.

Die wichtige Fernhandelsroute über die Bernsteinstraße erreichte die Stadtgrenze von Carnuntum vom Südwesten her und ist ab da vermutlich mit der Gräberstraße identisch. Diese mündete nicht in das Westtor des Legionslagers ein, sondern zeigte an der Rückfront des Kastells einen anderen Verlauf, was vermuten lässt, dass sie älter als das Legionskastell ist. Der Übergang der Bernsteinstraße über die Donau wurde durch ein Brückenkopfkastell bei Stopfenreuth gesichert. Sie verlief in weiterer Folge am Westufer des Neusiedlersees entlang - wie Funde von Meilensteinen bei Oslip und Bruck an der Leitha zeigten - und verband Carnuntum mit Scarbantia/Sopron.[1]

Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Die antike Stadt bedeckte zur Zeit ihrer größten Ausdehnung - zu Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. - eine Fläche von ca. zehn Quadratkilometern. Davon sind bis heute etwa 0,5 % freigelegt worden.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der örtlichen Kastelle und der beide Zivilsiedlungen standen im engen Zusammenhang mit den stetigen Abwehrkämpfen gegen Germanenstämme jenseits der Donau, die die dauerhafte Stationierung einer großen Anzahl von Soldaten erforderlich machte. Durch diesen Umstand rückte der Grenzabschnitt bei Carnuntum wiederholt in den Brennpunkt der Reichspolitik, was sich besonders an der Häufigkeit der Anwesenheit bedeutender römischer Kaiser und Feldherren in der Stadt ablesen lässt.[2]

Vorrömische Zeit[Bearbeiten]

In den Jahrhunderten vor Christi Geburt wurde die Region um das spätere Carnuntum von Illyrern und Kelten bewohnt, letztere wanderten hier im 3. und 4. Jahrhundert v. Chr. ein. 100 v. Chr. beherrschten die Keltenstämme der Boier, Skordisker und Taurisker das Land. Die Boier siedelten zusammen mit den Carni, im nördlichen Pannonien.[A 1] Das Zentrum ihres Siedlungsgebietes lag in der Region des heutigen Bratislava. Die Carni dürften dabei das Gebiet um die Bernsteinstraße beherrscht haben. Ihre Siedlungsgebiete zählten am Ende des vorchristlichen 1. Jahrhunderts zum Königreich Norikum (regnum Noricum) Aus einer Grabinschrift aus dieser Zeit ist u. a. der Titel des boischen Stammesführers, princeps civitas Boiorum, bekannt. Das keltische Carnuntum, dessen Lage bis heute nicht exakt lokalisiert werden konnte, dürfte also schon damals von großer zentraler Bedeutung gewesen sein. Aufgrund der Nähe zur Bernsteinstraße gelangte vor allem die örtliche boische Oberschicht wohl zu großen Reichtum wie aus den Bodenfunden dieser Zeitperiode zu erkennen war. Zu dieser Zeit lag der keltische Siedlungsschwerpunkt noch in einem Oppidum auf dem Braunsberg. Auch die engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zum expandierenden römischen Reich trugen erheblich zum Wohlstand der Region bei. 15 v. Chr. wurde das Königreich Noricum - als eines der wenigen neuen Gebiete des Imperiums - ohne einen gewaltsamen Eroberungszug in das Römische Reich integriert.[3]

1. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die Konsolidierung der römischen Herrschaft stieß in Pannonien auf wesentlich größere Schwierigkeiten als im benachbarten Norikum. In den römischen Schriftquellen wird Carnuntum zum ersten Mal in Zusammenhang mit Kriegsereignissen vor dem pannonisch-dalmatischen Aufstand von 6–9 n. Chr. genannt, in der Regierungszeit von Kaiser Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.). Damals errichtete ein römisches Heer unter dem Kommando des späteren Kaisers Tiberius ein provisorisches Winterlager, um von hier aus u. a. germanische Stammesverbände unter Marbod, Catualda und Vannius zu bekämpfen, die nördlich der Donau u. a. im Bereich des heutigen Böhmen und Mähren siedelten. Der genaue Standort dieses Marschlagers ist jedoch unbekannt. Der Pannonische Aufstand, bellum dalmaticum, eine Erhebung der indigenen Stämme gegen die römische Vorherrschaft, vereitelte schließlich den weiteren Vorstoß der Römer ins Innere des freien Germaniens. Die schon weit nach Norden vorgedrungene Armee des Tiberius musste umkehren, um den Aufstand wieder niederzuschlagen. Nach den Verlust von drei Legionen in der Schlacht vom Teutoburger Wald verzichtet Augustus endgültig auf weitere Vorstöße und etablierte die Reichsgrenze im Norden an den Flüssen Rhein und Donau.

Die ältesten römischen Siedlungsspuren in Carnuntum wurden für die Zeit zwischen 40 und 50 n. Chr. nachgewiesen, als die Legio XV Apollinaris an die Donau verlegt wurde nach Vindobona mit Carnuntum ihr zweites Lager am pannonischen Limes bezog. In dieser Zeitperiode wurden auch die keltischen Oppida aufgelassen und ihre Bevölkerung zur besseren Kontrolle in der Ebene um das neue Legionslager umgesiedelt. Im Nahbereich des Lagers entwickelte sich in der Folge rasch eine ausgedehnte Lagerstadt (canabae legionis), in der die Familien der Soldaten lebten. Obwohl römische Militärangehörige erst nach 25-jähriger Dienstzeit heiraten durften, gründeten viele von ihnen schon vorher mit Frauen aus der hier ansässigen indigenen Bevölkerung eine Familie. Etwa 1,2 Kilometer südwestlich des Lagers wurde - vermutlich im ausgehenden 1. Jahrhundert n. Chr. - ein weiteres Militärlager für eine 500 Mann starke Reitereinheit angelegt. Auf einer Grabstele, die um die Mitte des 1. Jahrhunderts angefertigt wurde, ist ein römischer Soldat abgebildet, der einen keltischen Fuhrwerker bei seiner Arbeit beaufsichtigt. Dies lässt annehmen, dass auch die einheimische Bevölkerung verstärkt für die zahlreichen Baumaßnahmen herangezogen wurde. Carnuntum entwickwelte sich ab da immer mehr zum Zentrum des mittleren Donaulimes. Im Jahr 62 wurde die Legio XV in den Jüdischen Krieg abkommandiert. Nach der Eroberung Jerusalems brachten einige zurückkehrende Soldaten wohl auch Münzen aus Palästina mit nach Carnuntum. In den Jahren 81–96 n. Chr. führten die Römer unter Kaiser Domitian an der Donaugrenze einige Feldzüge gegen Germanen und Daker. Zwischen 98 – 117 wird die Legio XIV auf Anordnung Kaiser Trajans von Mogontiacum nach Carnuntum verlegt, wo sie bis zum Ende der römischen Herrschaft über Pannonien bleiben sollte. Die Legio XV marschierte in ihr neues Standlager in den Osten des Reiches.[4]

2. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Westen entlang der Limesstraße Richtung Vindobona (Wien) entstand parallel dazu eine Zivilstadt. Sie wurde unter Kaiser Hadrian (117–138 n. Chr.) in den Rang eines Munizipiums erhoben (Municipium Aelium Carnuntum). Spätestens nach der Zweiteilung der Provinz Pannonien in Pannonia superior (Oberpannonien) und Pannonia inferior (Unterpannonien) auf Anordnung Kaiser Trajans (98–117 n. Chr.) avancierte Carnuntum zum Amtssitz des Statthalters der neu eingerichteten Provinz. Auf dem topographisch markanten Bergrücken des Pfaffenberges am Ostrand Carnuntums wurden Tempelanlagen für den obersten Reichsgott Jupiter Optimus Maximus und den Kaiserkult errichtet. Im Laufe des 2. Jahrhunderts vergrößerte sich Carnuntum kontinuierlich. Selbst die Wirren der für das Reich verheerenden Markomannenkriege in den 160er und 170er Jahren hatten für die stetig fortschreitende Entwicklung der Lager- und Zivilstadt keine nachhaltigen Auswirkungen. Im Zuge der römischen Offensive gegen die germanischen Stämme nördlich der Donau, schlug Kaiser Mark Aurel (161–180) für drei Jahre (171–173) in Carnuntum sein Hauptquartier auf und verfasste hier u. a. vor seinem Tod im Jahre 180 einige Kapitel seiner Selbstbetrachtungen. Sein Sohn und Nachfolger Commodus (180–192) schloss mit den Germanen schließlich einen Friedensvertrag ab und hielt sich zu diesem Zweck vermutlich ebenfalls in Carnuntum auf. Am 9. April des Jahres 193 wurde der oberpannonische Statthalter Septimius Severus (193–211) von der Donauarmee in Carnuntum zum Gegenkaiser ausgerufen.[5]

3. Jahrhundert[Bearbeiten]

Während der Severerdynastie (193–235) erlebte Carnuntum eine wirtschaftliche Blütezeit und dürfte zu dieser Zeit auch seine maximale Ausdehnung von etwa 10 km² und 50.000 Bewohnern erreicht haben. Damals bekam die Zivilstadt auch den Ehrentitel einer Colonia verliehen (Colonia Septimia Aurelia Antoniniana Carnuntum).

Etwa in der Mitte des 3. Jahrhunderts, während der Regentschaft von Gallienus (253–268), erhob das pannonische Heer Regalianus zum Parallelkaiser, der aber nur sechs Monate später von seinen eigenen Soldaten ermordet wurde. In dieser kurzen Zeit ließ er aber Münzen mit seinem Abbild und das seiner Frau Sulpicia Dryantilla prägen, die in Carnuntum gefunden wurden. Im Jahre 308 war Carnuntum Schauplatz einer Kaiserkonferenz von historischer Bedeutung unter der Leitung des bereits zurückgetretenen Diokletian (284–305), bei der die Machtverhältnisse im Römischen Reich mit vier Kaisern neu geregelt. Die politischen Entscheidungen die hier getroffen wurden, stellten die Weichen zur Tolerierung des Christentums, zur endgültigen Beendigung der Christenverfolgungen und zur Freiheit der Glaubensentscheidung für alle Religionen.

4. Jahrhundert[Bearbeiten]

In der Mitte des 4. Jahrhunderts dürfte Carnuntum von einem schweren Erdbeben erschüttert worden sein, was große Zerstörungen hinterließ. Anlässlich des Aufenthalts von Kaiser Valentinian I. (364–375) in Carnuntum beschreibt der römische Schriftsteller Ammianus Marcellinus die einstige Provinzhauptstadt als verfallenes und schmutziges Nest.[6] In den letzten Jahrzehnten des 4. Jahrhunderts lassen sich allerdings sowohl in der Zivilstadt als auch in dem – nun nicht mehr ausschließlich militärisch genutzten – Legionslager noch eine Reihe von Bauvorhaben nachweisen. Dazu gehört ein vierseitiges Triumphmonument südwestlich des Siedlungsgebiets, das später Heidentor genannt wurde. Zu dieser Zeit waren große Teile des einstigen Siedlungsareals bereits unbewohnt und wurden als Friedhof genutzt. Die Steine der Gebäude wurden nach und nach als Baumaterial für neue Bauvorhaben in der ganzen Umgebung abtransportiert.

5. Jahrhundert[Bearbeiten]

Antike Siedlungsspuren lassen sich noch bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts verfolgen. Sie lassen sich besonders gut im Inneren des einstigen Legionslagers nachweisen, wohin sich wohl die Überlebenden der Zivilbevölkerung zurückgezogen hatten. Der Großraum Carnuntum blieb zwar in der Völkerwanderungszeit weiter besiedelt, das Legionslager, das in der Spätantike den Siedlungskern Carnuntums gebildet hatte, verödete aber ab der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts und wurde schließlich zur Gänze aufgegeben.

6. bis 10. Jahrhundert[Bearbeiten]

Weder aus der Langobardenzeit noch aus der Zeit der Awarenherrschaft liegt Fundmaterial aus dem Lagerinneren vor. Im frühen 9. Jahrhundert markierte Carnuntum den nördlichsten Endpunkt des fränkischen Awarenfürstentums.[7] Zur selben Zeit wie die große frühmittelalterliche Wallanlage auf dem Kirchenberg bei Bad Deutsch-Altenburg bestand auch während des 9./10. Jahrhunderts im Inneren des ehemaligen Legionslagers kurzfristig wieder eine kleinere Siedlung. Der Siedlungsschwerpunkt verlagerte sich aber um die Mitte des 11. Jahrhunderts weiter ostwärts nach Hainburg an der Donau.

Legionslager[Bearbeiten]

Zusammen mit dem Auxiliarlager von Arrabona (Győr) zählte das von der 15. Legion errichtete Legionslager in Carnuntum zu den ältesten bekannten militärischen Anlagen am pannonischen Limes. Beide Lager markierten jeweils den Endpunkt von wichtigen Straßenverbindungen, die sich im Inneren der Provinz, in der Provinzhauptstadt Colonia Claudia Savaria, der ältesten Kolonie Pannoniens, trafen und weiter über die Bernsteinstraße nach Poetovio und von dort nach Italien führten.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Legionsstandorten am Rhein- und Donaulimes handelt es sich bei dem etwa in der Mitte zwischen Bad Deutsch-Altenburg und Petronell gelegenen Carnuntiner Lager um ein vollkommen unverbautes Geländedenkmal. Nicht nur das Legionslager, sondern weite Teile des antiken Siedlungsareals werden heute landwirtschaftlich genutzt und bieten hervorragende Möglichkeiten für großflächige archäologische Prospektionsvorhaben, wie geophysikalische Messungen und insbesondere auch luftbildarchäologische Untersuchungen. Führt man Grabungs- und Prospektionsergebnisse zusammen, erhält man mittlerweile einen sehr detaillierten Gesamtplan vom Carnuntiner Legionslager und den canabae legionis. Der unregelmäßige Grundriss des Lagers hebt sich mit den umlaufenden Vertiefungen der Befestigungsgräben deutlich als Plateau von seiner Umgebung ab. Die exponierte Nordfront des Lagers ist bereits zur Donau hin abgerutscht.

Bei den zwischen 1877 und 1914 durchgeführten Grabungen konnte ein Großteil des ursprünglich knapp 18 Hektar großen Legionslagers freigelegt werden, sodass zumindest der Aufbau des Standlagers der seit trajanischer Zeit hier stationierten 14. Legion rekonstruiert werden kann. Zu großen Teilen ergraben wurden die Kasernen, die Zentralgebäude (principia/Stabsgebäude und praetorium/Unterkunft des Legionslegaten), das Valetudinarium (Lagerlazarett), drei der sechs Tribunenhäuser (Offiziersunterkünfte) sowie drei größere Wirtschaftsgebäude in der östlichen Lagerhälfte.

Die letzten Ausgrabungen im Legionslager wurden zwischen 1968 und 1977 von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Österreichischen Archäologischen Institut durchgeführt.

Canabae legionis (Lagerstadt)[Bearbeiten]

Die Carnuntiner Lagerstadt umschloss das Legionslager an drei Seiten und hatte eine stadtähnliche Struktur. Die canabae wurden durch drei wichtige Hauptstraßenzüge erschlossen:

  • Die so genannte Limesstraße, die als via principalis das Legionslager querte und weiter der Donau entlang Richtung Westen zur Zivilstadt führte.
  • Die Straßenverbindung zum Nachbarkastell Gerulata (Rusovce, Slowakei), die das Legionslager durch das Südtor (porta decumana) verließ und Richtung Südosten führte.
  • Die so genannte Bernsteinstraße, die vom Westtor des Legionslagers (porta principalis sinistra) ausgehend nach Südwesten verlief und über Scarbantia, Savaria und Poetovio nach Italien führte. Insbesondere in der frühen Kaiserzeit dürfte diese Straße eine besondere Bedeutung besessen haben, denn außerhalb des Siedlungsbereichs wurden hier bevorzugt Grabanlagen angelegt („Gräberstraße“).
Überreste einer Therme im Archäologiepark Carnuntum

Das wirtschaftliche Zentrum der canabae bildete das Forum, eine große von Säulenhallen eingefasste Platzanlage, die nahe der Südwestecke des Lagers angelegt wurde. Das in der zweiten Bauperiode etwa 225,60 × 182 Meter große Forum der Lagerstadt war offenbar auf den Statthalterpalast (praetorium) ausgerichtet, der nördlich der Limesstraße unmittelbar am Donauufer lag, von dem sich aber aufgrund von Hangrutschungen nur mehr geringe Reste erhalten haben. Das 97,55 × 76,40 Meter große Militäramphitheater (Amphitheater I) lag in rund 110 Meter Entfernung gegenüber der Nordostseite des Legionslagers, knapp nördlich der Limesstraße, in einer Bodensenke, wobei der Haupteingang mit dem vorgelagerten Nemesis-Heiligtum nach Westen Richtung Lager zeigte. Am Ostrand der Carnuntiner canabae befanden sich eine ausgedehnte Thermenanlage, ein Heiligtum für Liber und Libera sowie ein Tempelbezirk für die heliopolitanischen Gottheiten.

Auxiliarkastell (Reiterlager)[Bearbeiten]

Grabstein eines Zenturios der XV. Legion, Titus Calidius Severus, der sein Pferd und seine Rüstung zeigt (gefunden in Carnuntum)

Vermutlich unter Kaiser Domitian (81–96 n. Chr.) wurde am Westrand der Lagerstadt ein ursprünglich 225 × 178 Meter großes Hilfstruppenlager für eine 500 Mann starke Reitereinheit, in einer ersten Bauperiode in Holz-Erde-Bauweise, danach in Stein, angelegt. Zunächst dürften hier die ala I Tungrorum Frontoniana und danach die ala I Pannoniorum Tampiana stationiert gewesen sein. Als Besatzung des Steinlagers ist die ala I Thracum victrix nachgewiesen. Die Aufgabe des Auxiliarkastells um die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. wird mit den Militärreformen des Gallienus (259–268) in Zusammenhang gebracht.

Zivilstadt[Bearbeiten]

Außerhalb des um das Legionslager sich erstreckenden militärischen Territoriums entstand im Laufe der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. eine Straßensiedlung, die anfangs noch keine Stadtrechte besaß (vicus). Die Siedlung dürfte eine günstige wirtschaftliche und demographische Entwicklung genommen haben, sodass sie unter Kaiser Hadrian (117–138) in den Rang eines Munizipiums (Municipium Aelium Carnuntum) und unter Septimius Severus (193–211) in den Rang einer Colonia erhoben wurde (Colonia Septimia). Die 142 mal 65 Meter große Forumsanlage im Zentrum der Zivilstadt lag südlich des West-Ost verlaufenden decumanus maximus, der mit der Limesstraße gleichzusetzen ist. Der Grundriss des Forums kann mit Hilfe von geophysikalischen Messungen (Geomagnetik, Bodenradar) sehr genau rekonstruiert werden. Nördlich davon erstreckte sich eine ergrabene, große Thermenanlage, die wegen ihrer monumentalen Bauweise und der repräsentativen Innenausstattung früher fälschlicherweise mit dem Begriff „Palastruine“ bezeichnet wurde. Seit frühseverischer Zeit wurde die Zivilstadt von einer 2,70 m breiten Stadtmauer umgeben, die eine Fläche von rund 1100 × 550 Meter einschloss. Reste von ihr konnten in der Nähe des Tiergartens in Petronell beobachtet werden. [8]

Amphitheater der Zivilstadt

Das zweite etwa 127,5 × 111  große Amphitheater Carnuntums lag knapp 300 Meter südlich der Zivilstadt. Es fasst etwa 13.000 Zuschauer. Südlich des Amphitheaters II wird eine frühchristliche Kirche vermutet, die man auf Luftbildern zu erkennen glaubt.

Die aktuellen Grabungen, die einen Querschnitt durch die gesamte Geschichte der Siedlung bieten, konzentrieren sich auf ein Wohnviertel und eine weitere Thermenanlage im Südostbereich der Zivilstadt. Diese im so genannten Spaziergarten des Petroneller Schlosses gelegenen römischen Gebäude bilden heute den Kern des Freilichtmuseums Carnuntum.

Auf den alten Fundamenten rekonstruiertes Wohn- und Wirtschaftshaus eines Tuchhändlers, Blickrichtung Süden (rechts davon Nachbau eines Ziegelbrennofens)
Rekonstruierte Stadtvilla im Freilichtmuseum, Blickrichtung Norden (Ausbauphase um 295 n. Chr.)

Heidentor[Bearbeiten]

Hauptartikel: Heidentor (Carnuntum)
Heidentor in Carnuntum
Rekonstruktion der ursprünglichen Bauform am Schaugelände
Das Wohn- und Wirtschaftshaus des Tuchhändlers Lucius während der Rekonstruktionsphase (2006)
Großer Saal mit Apsis und originalen Wandmalereien in der Villa Urbana (2008)

Knapp 900 Meter südlich der Carnuntiner Zivilstadt sind die Überreste des sog. Heidentors zu sehen, ein Vierbogenmonument und heute das Wahrzeichen der archäologischen Region Carnuntum. Der Zweck des Quadrifrons ist heute geklärt. Die Funktion eines Denkmals an die historische Kaiserkonferenz von 308 wird nach den neuesten Forschungen ausgeschlossen, es wurde zweifelsfrei nachgewiesen, dass es erst rund 50 Jahre später, in der Regierungszeit von Constantius II., als Triumphmonument zur Verherrlichung seiner Siege gegen die Barbaren errichtet wurde.

Tempelbezirk auf dem Pfaffenberg[Bearbeiten]

Der durch moderne Steinbrucharbeiten teilweise abgetragene Pfaffenberg liegt im Osten Carnuntums. Der heilige Bezirk war dem obersten römischen Staatsgott Jupiter Optimus Maximus geweiht. Auf ihm befand sich ein Heiligtum, das eine Reihe von Kultbauten wie z. B. kleinere Tempel, ein Versammlungsgebäude, zahlreiche Säulendenkmäler, Weihaltäre und sogar ein kleines Amphitheater umfasste die dem Jupiter- und dem Kaiserkult dienten. Die ältesten Weiheinschriften reichen bis in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zurück, die jüngste erhaltene Weihung datiert in das Jahr 313 n. Chr. Die Kulthandlungen dürften aber noch im weiteren Verlauf des 4. Jahrhunderts n. Chr. fortgeführt worden sein.

Neuere Entwicklungen[Bearbeiten]

Bis in das späte 18. Jahrhundert wurden die alten Ruinen noch bewusst abgetragen, da sie die landwirtschaftliche Nutzung behinderten. Der Marmor wurde zu Kalk gebrannt. Erst um 1850 setzten Ausgrabungen ein, die sich jedoch hauptsächlich auf das Aufsammeln wertvoller Funde beschränkten, während man die freigelegten Siedlungsstrukturen wieder zuschüttete. Ab 1877 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges begannen großflächige archäologische Untersuchungen, die sich zunächst auf das Legionslager und in geringerem Umfang auf die canabae konzentrierten. Ab den 1950er-Jahren wurde die archäologische Erforschung der Zivilstadt forciert.

Archäologiepark Carnuntum[Bearbeiten]

Der Archäologiepark Carnuntum umfasst ein rund zehn Quadratkilometer großes Areal in der Umgebung der Ortschaften Petronell und Deutsch-Altenburg in Niederösterreich, auf dem allerdings erst 0,5 Prozent der Bausubstanz der einstigen Römersiedlung Carnuntum ausgegraben sind. Über dem Rest breitet sich Ackerland aus. Die Umrisse der antiken Fundamente zeichnen sich bei Luftaufnahmen als Verfärbungen ab. Weitere Grabungen gestalten sich aber nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus juristischen Gründen bei der Ablöse des in Privatbesitz befindlichen Ackerlands als schwierig. Man setzte daher seit etwa 1970 auf Qualität und Anschaulichkeit anstatt auf Quantität. Im Sinne einer experimentellen Archäologie wird die antike Lebenswelt für das zeitgenössische Publikum einerseits durch Veranstaltungen wie Reiter- oder Gladiatorenspiele und andererseits durch den weltweit einzigartigen Wiederaufbau von Gebäuden und die durchgehend wissenschaftlich belegte Gestaltung von Innenräumen und Vorgärten in einem Freilichtmuseum erlebbar gemacht.

Als Vorlage für die baulichen Rekonstruktionen wurde das vierte Jahrhundert, die sogenannte Bauperiode fünf, gewählt. Das Freilichtmuseum befindet sich in einem freigelegten Teil der früheren Zivilstadt im sog. Spaziergarten des Schlosses Petronell. 10 bzw. 20 Gehminuten entfernt liegt das Amphitheater der Zivilstadt und das Wahrzeichen der Region, das Heidentor, ein Triumphmonument aus dem 4. Jahrhundert.

Östlich davon, in Deutsch-Altenburg, wo sich früher das Militärlager befand, ist ein zweites, besser erhaltenes Amphitheater und ein Museum mit den schönsten Fundstücken zu besichtigen. Im Zuge der Ausgrabungen wurden auch Reste vor- und frühchristlicher Kultstätten freigelegt.

Im Zeitraum von 2006 bis 2011 wurde der Park mit Investitionen von insgesamt 26 Millionen Euro für die Niederösterreichische Landesausstellung neu gestaltet. Ein Stadtteil aus dem 3. Jahrhundert bestehend aus mehreren Straßen, zwei Häusern und einer Badeanstalt wurden auf den freigelegten Fundamenten mit Hilfe fachübergreifender wissenschaftlicher Erkenntnisse und historischer Quellen originalgetreu rekonstruiert und bis zur Inneneinrichtung detailgetreu neu aufgebaut, sodass der Besucher einen unmittelbaren Eindruck vom damaligen Alltagsleben bekommt. Bis zu 120 Personen wurden für Grabungen, Bauarbeiten, den Betrieb des Freilichtmuseums und die Betreuung der zuletzt 250.000 Besucher pro Jahr eingesetzt. Fertiggestellt wurden drei Gebäudekomplexe:

  • das Haus des Tuchhändlers Lucius
  • das Patrizierhaus Villa Urbana (eröffnet im Juni 2008)
  • die benachbarte öffentliche Badeanstalt (Thermen)

Der Bau der rekonstruierten Gebäude erfolgte nicht mit moderner Bautechnik, sondern mit original nachgebauten römischen Kellen, Meißeln, Hämmern. Für den Mörtel verwendete man wie zur Römerzeit Flusssand und Kalk, für die Dachkonstruktionen wurden möglichst alte, wie zur Römerzeit mit der Axt behauene Balken aus Abbruchhäusern und Scheunen der Umgebung verwendet. Diese experimentelle Archäologie ist zwar kostenintensiv, gibt aber zugleich wertvolle Aufschlüsse über Bauzeiten und Baukosten zur damaligen Zeit. Auch die für die Römerzeit typische Fußbodenheizung (Hypocaustum) wurde nachgebaut und wird in der Therme von April bis November wie zu Zeiten der Römer mit Holzscheiten befeuert.

Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg

Das Museum Carnuntinum mit den Funden aus Carnuntum (z. B. Bernsteinbestände) befindet sich in Bad Deutsch-Altenburg. Es wurde als „Schatzhaus“ von Friedrich Ohmann im Stil einer römischen Villa erbaut und im Jahr 1904 von Kaiser Franz Josef I. eröffnet.

Im Jahr 2006 fanden anlässlich des 2000-jährigen Bestehens der römischen Siedlung zahlreiche Veranstaltungen (Schaukämpfe, Schaukochen usw.) statt.

Im Jahr 2011 wurde durch Luftaufnahmen und Messungen mit dem Bodenradar durch das Ludwig-Boltzmann-Institut für Archäologie die typischen Umrisse einer römischen Gladiatorenschule entdeckt, die in ihren Ausmaßen mit jener neben dem Kolosseum in Rom vergleichbar ist. Ihre Ausgrabung gestaltet sich jedoch schwierig, da ein Großteil des Geländes in privater Hand ist.[9] Die Entdeckung dieser Größe hat das Archäologische Institut von Amerika zu den zehn bedeutendsten Entdeckungen des Jahres 2011 gerechnet.[10]

Im Jahr 2013 wurde der Park von der EU neben dem Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht für das Europäisches Kulturerbe-Siegel in die Vorauswahl nominiert.[11] Am 8. April 2014 erhielt der Park das Siegel.[12]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Statue des Iuppiter Dolichenus im Museum Carnuntum
Legionärshelm
Einführende Werke
  • Franz Humer (Hrsg.): Marc Aurel und Carnuntum. Amt der NÖ Landesregierung – Abteilung Kultur und Wissenschaft, Horn 2004, ISBN 3-85460-217-0 (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums NF 450), (Ausstellungskatalog, Archäologisches Museum Carnuntinum, Bad Deutsch-Altenburg, 20. März–15. Dezember 2004).
  • Franz Humer (Hrsg.): Legionsadler und Druidenstab. Vom Legionslager zur Donaumetropole. 2 Bände. Amt der NÖ Landesregierung – Abteilung Kultur und Wissenschaft, St. Pölten 2006, ISBN 3-85460-229-4 (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums NF 462), (Ausstellungskatalog, Archäologisches Museum Carnuntinum, Bad Deutsch-Altenburg, 21. März 2006–11. November 2007).
  • Werner Jobst: Provinzhauptstadt Carnuntum. Österreichs größte archäologische Landschaft. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1983, ISBN 3-215-04441-2
  • Werner Jobst: Der römische Tempelbezirk auf dem Pfaffenberg. Ausgrabungen – Funde – Forschungen. = The roman temple district of Pfaffenberg, Carnuntum. JobstMedia, Klagenfurt 2006, ISBN 3-9502039-0-7
  • Manfred Kandler: 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898–1998. Forschungen in Carnuntum. Bilddokumentation 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898–1998. Österreichisches Archäologisches Institut, Wien 1998, ISBN 3-900305-25-0 (Begleitband zur Bilddokumentation, Bad Deutsch-Altenburg, Museum Carnuntinum, 20. Mai–26. Oktober 1998).
  • Manfred Kandler: Carnuntum. In: Herwig Friesinger, Friedrich Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu archäologischen Denkmälern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2618-2, S. 258–272.
  • Amt der NÖ Landesregierung Abteilung Kunst und Kultur St. Pölten (Hrsg.): Carnuntum und Limes (Denkmalpflege in Niederösterreich Band 45), Land Niederösterreich, St. Pölten 2011.
Weiterführende Werke
  • Michael Alram, Franziska Schmidt-Dick (Hrsg.): Numismata Carnuntina. Forschungen und Material. 3 Bände. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 978-3-7001-3821-1 (Die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich. Abteilung 3: Niederösterreich. Band: Die antiken Fundmünzen im Museum Carnuntinum.), (Archäologischer Park Carnuntum 4), (Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 44), (Österreichische Akademie der Wissenschaften – Philosophisch-Historische Klasse Denkschriften 353).
  • Kurt Genser: Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1986, ISBN 3-7001-0783-8 (Der Römische Limes in Österreich 33), S. 574–684.
  • Christian Gugl, Raimund Kastler (Hrsg.): Legionslager Carnuntum – Ausgrabungen 1968–1977. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2007, ISBN 978-3-7001-3726-9 (Der Römische Limes in Österreich 45).
  • Werner Jobst: Das Heidentor von Carnuntum. Ein spätantikes Triumphalmonument am Donaulimes. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2001, ISBN 3-7001-2973-4
  • Manfred Kandler (Hrsg.): Das Auxiliarkastell Carnuntum. Band 1: Herma Stiglitz (Hrsg.): Forschungen 1977–1988. Phoibos-Verlag, Wien 1997, ISBN 3-900305-21-8 (Österreichisches Archäologisches Institut Sonderschriften 29).
  • Manfred Kandler (Hrsg.): Das Auxiliarkastell Carnuntum. Band 2: Manfred Kandler (Hrsg.): Forschungen seit 1989. Phoibos-Verlag, Wien 1997, ISBN 3-900305-22-6 (Österreichisches Archäologisches Institut Sonderschriften 30).
  • Manfred Kandler u. a.: Carnuntum. In: Marjeta Šašel Kos, Peter Scherrer (Hrsg.): The Autonomous Towns of Noricum and Pannonia. = Die autonomen Städte in Noricum und Pannonien. Band 2: Pannonia. Teil 2. Narodni Muzej Slovenija, Ljubljana 2004, ISBN 961-6169-30-0, S. 11–66 (Situla 42).
  • Franz Humer: Eine römische Gladiorenschule in Carnuntum. In: Beiträge zum Tag der Niederösterreichischen Landesarchäologie 2012.(Asparn 2012) S. 62–65.
  • Wolfgang Neubauer, Sirri Seren (2012): Die Entdeckung der Gladiatorenschule in Carnuntum. Acta Carnuntina: S. 4–13.
  • W. Neubauer, Michael Doneus, Immo Trinks, Geert Julien Joanna Verhoeven, A. Hinterleitner, S. Seren, K. Löcker (2012): Long-term Integrated Archaeological Prospection at the Roman Town of Carnuntum/Austria. In: Paul Johnson und Martin Millett (Hrsg.): Archaeological Survey and the City. Oxford: Oxbow (Monograph Series, Nr. 3), S. 202–221.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carnuntum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Jobst: 1983, S. 37–38
  2. Werner Jobst: 1983, S. 32–33
  3. Werner Jobst: 1983, S. 30–32
  4. Werner Jobst: 1983, S. 30–35
  5. Werner Jobst: 1983, S. 32
  6. Amm. 30, 5, 1–2
  7. Béla Miklós Szőke: Die Donau und die letzten Tage des Awarischen Khaganats’, in „TEN THOUSAND YEARS ALONG MIDDLE DANUBE“, Varia Archaeologica Hungarica XXVI, Archaeolingua, Budapest 2011
  8. Werner Jobst: 1983, S. 41
  9. Gladiatorenschule in Carnuntum entdeckt auf ORF vom 30. August 2011; abgerufen am 30. August 2011
  10. US-Archäologen zählen Carnuntum zu den Top 10 in den NÖN vom 11. Jänner 2012; abgerufen am 11. Jänner 2012
  11. Neueste Nachrichten über die Europäische Kulturerbe-Siegel abgerufen am 24. März 2013
  12. derStandard.at Wissenschaft Zeit vom 9. April 2014: EU-Auszeichnung für Archäologischen Park Carnuntum (APA), abgerufen am 14. April 2014

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. "desertis quibus habitabant Boii et Carnii"

48.11611111111116.858333333333Koordinaten: 48° 6′ 58″ N, 16° 51′ 30″ O