Petronell-Carnuntum

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Petronell-Carnuntum
Wappen von Petronell-Carnuntum
Petronell-Carnuntum (Österreich)
Petronell-Carnuntum
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 25,37 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 16° 52′ O48.11472222222216.865833333333175Koordinaten: 48° 6′ 53″ N, 16° 51′ 57″ O
Höhe: 175 m ü. A.
Einwohner: 1.213 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 48 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2404
Vorwahl: 02163
Gemeindekennziffer: 3 07 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 1
2404 Petronell-Carnuntum
Website: www.petronell.at
Politik
Bürgermeisterin: Ingrid Scheumbauer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9
9
1
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Petronell-Carnuntum im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am Leithaberge Bad Deutsch-Altenburg Berg Bruck an der Leitha Enzersdorf an der Fischa Göttlesbrunn-Arbesthal Götzendorf an der Leitha Hainburg an der Donau Haslau-Maria Ellend Hof am Leithaberge Höflein Hundsheim Mannersdorf am Leithagebirge Petronell-Carnuntum Prellenkirchen Rohrau Scharndorf Sommerein Trautmannsdorf an der Leitha Wolfsthal NiederösterreichLage der Gemeinde Petronell-Carnuntum im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Das Heidentor - Wahrzeichen der Marktgemeinde
Das Heidentor - Wahrzeichen der Marktgemeinde
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Petronell-Carnuntum ist eine Marktgemeinde mit 1213 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha.

Geografie[Bearbeiten]

Petronell-Carnuntum liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 25,36 Quadratkilometer. 25,99 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Gemeinde liegt am rechten Ufer der Donau südwestlich von Hainburg an der Donau, 182 Meter über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum waren das Militärlager und die Zivilstadt von Carnuntum Teil der römischen Provinz Pannonien. Im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde der Ort von seinen romanischen Bewohnern aufgegeben und verlassen. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts entwickelte sich hier eine Siedlung, der im Jahr 1142 das Marktrecht verliehen wurde. Damit zählt Petronell zu den ältesten Marktgemeinden Niederösterreichs. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort später die wechselvolle Geschichte Österreichs. Der heutige, eher ungewöhnliche Ortsname Petronell geht auf die französische Gemahlin Kaiser Heinrichs III., Agnes von Poitou, zurück, die sich 1077 in Rom neben der heiligen Petronella beisetzten ließ. Zur Erinnerung an die Kaiserin erbauten die Grafen von Vohburg um 1125 auf dem Boden des alten Carnuntum eine Kirche die der Petronella geweiht war. Sie ist auch die Schutzheilige gegen Gicht, Fieber und Rheuma, die in den Schwefelquellen von Bad Deutsch-Altenburg behandelt werden.[1]

Im 13. Jahrhundert existierte eine Petroneller Linie des Hauses Liechtenstein.

Von 1656 bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 und darüber hinaus, lenkte die Adelsfamilie Abensperg-Traun die Geschicke der Marktgemeinde Petronell, als eine von vielen zur Adelsfamilie gehörigen Herrschaften. Ein Zweig der Familie ist bis heute in Petronell ansässig.

Den Namen Petronell-Carnuntum führt die Gemeinde seit 1963. Zum 900-jährigen Bestehen Petronells im Jahr 1958 verlieh die Landesregierung Niederösterreichs der Marktgemeinde ein Marktwappen. Die dazugehörende Marktfahne ist in den Farben Blau-Weiß gehalten und trägt in der Mitte das neue Wappen: in blauem Schild das weiße Heidentor auf grünem Grund.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1158 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1202 Einwohner, 1981 1241 und im Jahr 1971 1236 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin der Marktgemeinde ist Ingrid Scheumbauer, Vizebürgermeister ist Leopold Weber. Amtsleiterin ist Gisela Klaffl.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die wesentlichste Sehenswürdigkeit des Ortes sind die Reste der römischen Festung.

Sehenswert darüber hinaus:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Besucherzentrum des Freilichtmuseums
Petronell (oben) und der nördliche Teil der Kurzzenschanze (Alte Schanze) um 1873 im Aufnahmeblatt der Landesaufnahme

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 51, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 29. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 514. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,16 Prozent.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Petronell-Carnuntum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Obermayr, S. 132
  2. Petronell-Carnuntum - Geschichte. Abgerufen am 22. Mai 2011.
  3. Österreichische Bauzeitung: Graben, mauern, planen, bauen; abgerufen am 29. Sep. 2014