Cheb Aziz

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Cheb Aziz (* 1968 als Bechiri Boudjema; † 20. September 1996) war ein algerischer Raï-Sänger. Er war einer der populärsten Rai-Sänger in Nordafrika.

Der im Exil in London lebende Musiker wurde am 18. September 1996 entführt, als er anlässlich einer Hochzeit einen Kurzbesuch in seiner Heimat wagte. Zwei Tage später fand man in Constantine seine Leiche. Die Rai-Musik war von islamischen Fundamentalisten zur Blasphemie (Gotteslästerung) erklärt worden und in Gebieten welche sie dominierten verboten worden. Dabei spielte insbesondere eine Rolle dass in den Texten auch Sex und Alkohol immer wieder Thema war. Neben Cheb Aziz wurden auch weitere populäre Rai-Sänger wie Rachid Baba Ali Ahmed und Cheb Hasni von Fundamentalisten ermordet.[1][2][3][4][5][6][7] Er hinterließ eine Frau, ebenfalls Sängerin, und zwei Kinder.

Literatur[Bearbeiten]

  • Marc Schade-Poulsen: Men and Popular Music in Algeria: The Social Significance of Rai (Modern Middle East Series). University of Texas, 1999, ISBN 0-292-77740-X
  • Frank Tenaille: Die Musik des Rai. 2003, ISBN 3-930378-49-3

Weblinks[Bearbeiten]

Cheb Aziz bei Discogs (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Transpontine: 1996. History is made at night (blogspot). 2. Dezember 2007. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  2. AFP: Algerian singer Cheb Aziz assassinated (French) Libération. 21. September 1996. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  3. Une voix de la liberté assassinée en Algérie – France :. Ladepeche.fr. 26. Juni 1998. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  4. Le Directeur General De L’Unesco Condamne Le Meurte D’Un Chanteur Algerien. Unesco.org. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  5. L'hommage à Cheb Aziz, chanteur assassiné – Staifi.com : La musique Staifi & Chaoui. Staifi.com. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  6. express monde: Algérie: meurtre d'un artiste (French) In: L'Express. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  7. Algeria-Watch: ONDH: Rapport annuel 1996. Algeria-watch.org. Abgerufen am 22. Oktober 2011.