Chimäre (Mythologie)

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Chimäre ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Siehe auch: Chimäre (Begriffsklärung).
Chimäre auf einer apulisch rotfigurigen Schale, Lampas-Gruppe, 350-340 v. Chr. (Louvre, Paris)

Die Chimäre (griechisch Χίμαιρα, Chímaira, „die Ziege“) ist ein Mischwesen der griechischen Mythologie. Davon ausgehend wurde der Begriff Chimäre später auf alle Mischwesen ausgedehnt.

Mythos[Bearbeiten]

Die Chímaira war eine Tochter der Ungeheuer Echidna und Typhon, ihre Geschwister waren die Hydra, der Kerberos, die Sphinx und Orthos. Sie lebte in dem Ort Chimaira in Lykien, wo sie Mensch und Tier bedrohte.

Homer beschreibt sie in der Ilias als feuerspeiendes Mischwesen mit drei Köpfen: dem eines Löwen, im Nacken dem einer Ziege, und als Schwanz hat sie den Kopf einer Schlange oder den eines Drachen. König Iobates gab Bellerophon, einem Enkel des Sisyphos, den Auftrag, die Chimäre zu töten. Hierzu stellte ihm Poseidon seinerseits ein Mischwesen, das geflügelte Pferd Pegasus, zur Verfügung: Aus der Luft konnte er die Chimäre mit Hilfe eines Bleiklumpens auf der Spitze seines Speeres erlegen.

König Iobates trug Bellerophon weitere vermeintlich tödliche Missionen auf, welche Bellerophon jedoch alle meisterte, woraufhin König Iobates ihm seine Tochter zur Frau gab und sein halbes Königreich zusprach.

Bezug zur Realität[Bearbeiten]

In Chimaira treten seit zumindest 2500 Jahren als seltenes Naturphänomen brennende Gasflammen aus dem steinigen Boden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Gebhardt, Mario Ludwig: Von Drachen, Yetis und Vampiren – Fabeltieren auf der Spur. München, 2005, ISBN 3-405-16679-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chimäre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Chimäre – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen