Chomolhari

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Chomolhari
Phari, Steppe mit Chomolhari

Phari, Steppe mit Chomolhari

Höhe 7326 m
Lage BhutanChina
Gebirge Himalaya
Schartenhöhe 2065 mfd2
Koordinaten 27° 49′ 27″ N, 89° 16′ 12″ O27.82416666666789.277326Koordinaten: 27° 49′ 27″ N, 89° 16′ 12″ O
Chomolhari (Bhutan)
Chomolhari
Erstbesteigung Mai 1937
pd5
Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ཇོ་མོ་ལྷ་རི།
Wylie-Transliteration:
jo mo lha ri
Aussprache in IPA:
[ʨʰomoɬari]
Offizielle Transkription der VRCh:
Qomolhari
THDL-Transkription:
Jomolhari
Andere Schreibweisen:
Chomolhari, Jomolari
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
绰莫拉日
Pinyin:
Chāomòlārì

Chomolhari (tibet. „Berg der Göttin“), manchmal auch „Braut des Kangchendzönga“ genannt, ist ein Berg im Himalaya an der Grenze des Kreises Yadong im Autonomen Gebiet Tibet in der Volksrepublik China und des Bezirks Paro in Bhutan. Der Berg ist heilig für tibetische Buddhisten, die jedes Jahr eine Pilgerfahrt von Phari Dzong zum heiligen See Chomo Lharang in etwa 5.100 m Höhe im Norden des Berges durchführen. Die Nordwand des Chomolhari steigt mehr als 2.700 m über die unfruchtbare Ebene an ihrem Fuße auf.

Obwohl der Berg sehr bekannt ist und einen spektakulären Anblick von der Hautpthandelsroute von Indien in das tibetische Pagri-Tal bietet, fanden dort nur sehr wenige bergsteigerische Aktivitäten statt. Dieses hatte möglicherweise seinen Grund in der Zugangsbeschränkung von Seiten der bhutanesischen Behörden wie auch in der Schwierigkeit der Routen von der chinesischen Seite. Die erste Besteigung fand durch eine fünfköpfige britische Expedition im Mai 1937 statt. Freddie Spencer Chapman und Pasang Dawa Lama erreichten den Gipfel von Bhutan aus über den Südost-Sporn. Die zweite erfolgreiche Besteigung unternahm eine indisch-bhutanesische Militärexpedition im Jahr 1970, die von Colonel Narendra Kumar geführt wurde. Die dritte Besteigung wurde 1996 von einer japanisch-chinesischen Expedition durchgeführt, die den Südsattel von der chinesischen Seite aus erreichten und den Gipfel über den Südgrat erkletterten. Im Mai 2004 erreichten die britischen Bergsteiger Julie-Ann Clyma und Roger Payne den Gipfel ebenfalls über den etwa 5.800 m hohen Südsattel, nachdem Versuche, den beeindruckenden Nordwestpfeiler zu ersteigen, durch starke Winde vereitelt wurden.[1]

Im Oktober 2006 erschloss ein sechsköpfiges slowenisches Team zwei neue Routen und markierten so die fünfte und sechste Besteigung. Rok Blagus, Tine Cuder, Samo Krmelj und Matej Kladnik nahmen an der Nordwand den Weg über den linken Couloir zum östlichen Grat bei etwa 7.100 m, während Marko Prezelj und Boris Lorencic den nordwestlichen Rücken in einem Sechs-Tage-Rundtrip kletterten.[2] Diese Tour verschaffte Prezelj und Lorencic den Piolet d'Or im Januar 2007.[3]

Es gibt keine Hinweise dafür, dass der Berg, dessen offizielle Höhe etwas über 7.300 m liegt, jemals genau vermessen wurde. Seine wirkliche Höhe könnte näher an 7.000 m liegen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roger Payne: 2004 Chomolhari (7326m). Yadong County, Tibet. Report of the British Chomolhari Expedition April-May 2004 (pdf, 380 Kb)
  2. Marko Prezelj: Chomolhari 2006. Climb And More
  3. Slovenians Boris Lorencic and Marko Prezelj with their Chomolhari, 7326m, Tibet, ascent via more than 1800-meter Northwest Pillar, won the 16 th Piolet d'Or. Piolet d'Or 2006 – Ascents, comments of the climbers

Weblinks[Bearbeiten]