Christian Death

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Christian Death
Allgemeine Informationen
Herkunft Los Angeles

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Genre(s) Christian Death (unter Rozz Williams)

Christian Death (unter Valor)

Christian Death feat. Rozz Williams

  • 1992 - 1995: Gothic Rock
Gründung 1979
Website www.christiandeath.com
Gründungsmitglieder
Gesang
Rozz Williams
Gitarre
Rikk Agnew
Gitarre
Jay
Bass
James McGearty
Schlagzeug
George Belanger
Aktuelle Besetzung
Gesang, verschiedene Instrumente
Valor Kand
Gesang, Bass, Keyboard
Maitri
Gitarre
Charles Lannahan
Schlagzeug
Nate Hassan
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug[4]
David Glass
Gesang, Keyboard
Gitane Demone[5]
Gesang
Sevan Kand[6]
Hintergrundgesang, Gitarre
Eva Ortiz

Christian Death ist eine Death-Rock-Band aus dem Westen der USA.

Geschichte[Bearbeiten]

Christian Death wurde 1979 in Los Angeles von Roger Allen Painter alias Rozz Williams († 1998[7]) gegründet. Der Bandname war als ironische Anlehnung an Christian Dior gedacht. Die Band löste sich bereits 1981 wieder auf, reformierte sich jedoch im selben Jahr mit den neuen Bandmitgliedern James McGearty, George Belanger und Rikk Agnew. 1984 wurde Valor Kand von Pompeii 99 auf Christian Death aufmerksam, was zur Folge hatte, dass dieser kurz darauf zusammen mit David Glass und Gitane Demone (beide ebenfalls Pompeii 99) bei der Band einstieg.

Wegen bandinterner Streitigkeiten und Problemen mit Williams’ Drogensucht verließ dieser die Band, deren Kopf nun Valor wurde.[8] Die bei Christian Death anfangs präsente düstere Post-Punk-Variante[9][10] die in Amerika, wie auch einige andere Stile unter dem Name Death-Rock geläufig war, spielte Christian Death unter Rozz Williams einschließlich bis etwa 1984.Hierbei spielten Christian Death im Gegensatz zu anderen Bands die ebenfalls dem Death-Rock zugeschrieben waren wie z.b 45 Grave, einen deutlich Gothic Rock und Gothic-Punk beeinflussten Stil. Später nahmen Christian Death die Anteile des Punk zurück und spielten eine Variante des Gothic Rock die auch als Archetyp des American Gothic bezeichnet wurde[11]. Mit der Veröffentlichung von Sex, Drugs and Jesus Christ unter der Leitung von Valor Kand änderte sich der Stil von Christian Death. Die Band nahm verstärkt Elemente des Alternative Metal auf und distanzierte sich zunehmend vom Death Rock.[12] Zudem änderte sich die nach außen kommunizierte Bedeutung des Namens Christian Death: “For sin and sacrifice we must die a christian death.” Fortan war die Gemeinde der Christian-Death-Fans in zwei Lager geteilt: Rozz- und Valor-Fans. Rozz Williams veröffentlichte nach einer gewissen Zeit auf dem Cleopatra-Label zahlreiche CDs unter dem Namen Christian Death, allerdings mit dem Zusatz „feat. Rozz Williams“. Dazu zählen Neubearbeitungen alter Christian-Death-Songs wie auf The Iron Mask (1992). Invocations (1993) ist eine Sammlung von Live-Aufnahmen mit teilweise sehr schlechtem Sound aus den Jahren 1981 und 1982, einer Aufnahme von David Bowies Dodo aus dem Jahre 1989, als Rozz Williams schon gar nicht mehr Mitglied bei Christian Death war (es handelt sich also höchstwahrscheinlich um die Aufnahme eines seiner Soloprojekte), sowie in klanglicher Hinsicht annehmbaren Demo-Aufnahmen aus den Jahren 1983 und 1985. Der weitaus größte Teil dieser Alben besteht aus älterem Material oder neuaufgenommenen Versionen älterer Songs.

Valor hatte nach Rozz Williams’ Ausstieg die Namensrechte erworben. Trotzdem oder gerade deshalb ist Invocations unter alten Christian-Death-Fans recht beliebt, da sie den Charme der Band in ihren Anfangstagen hat, insbesondere den außergewöhnlichen, exaltierten Gesangsstil von Rozz Williams, der teilweise gewollt schief die Texte weniger singt, als vielmehr schreiend herausklagt. Es folgten komplett neue Alben unter dem Signet "Christian Death feat. Rozz Williams", wie The Path of Sorrows (1993) oder The Rage of Angels (1994). Auf letzterem befand sich mit Panic in Detroit eine Coverversion eines alten David-Bowie-Songs, die später von verschiedenen Künstlern remixed wurde, was wiederum als Compilation unter dem Titel Death in Detroit ebenfalls auf dem Cleopatra-Label veröffentlicht wurde.

Beachtung fand die Band nicht nur wegen ihrer Musik, sondern auch aufgrund der damit verbundenen – provokativen – politischen und anti-religiösen Äußerungen.[13]

Nachfolge- und Solo-Projekte[Bearbeiten]

Rozz Williams:

Gitane Demone:

Rikk Agnew:

Diskografie[Bearbeiten]

Christian Death mit Rozz Williams:

  • Only Theatre of Pain (1982)
  • Deathwish (1983)
  • The Iron Mask (1992, rerecorded 2001)
  • Skeleton Kiss (1992, EP[14])
  • The Path of Sorrows (1993)
  • The Rage of Angels (1994)
  • Iconologia (1994)
  • Sleepless Nights (1994)
  • Dolls Theatre (1994)
  • Death in Detroit (1995)
  • Best of Christian Death (1999)

Christian Death mit Rozz Williams und Valor Kand:

Christian Death mit Valor Kand:

  • Believers of the Unpure (1985, EP)
  • The Wind Kissed Pictures (1985)
  • The Decomposition of Violets (1985)
  • Atrocities (1986)
  • An Official Anthology of Live Bootlegs (1986)
  • The Scriptures (1987)
  • Jesus Christ Proudly Presents (1987)
  • What’s the Verdict? (1988, EP)
  • Church of No Return (1988, EP)
  • Sex & Drugs & Jesus Christ (1988)
  • Zero Sex (1989, EP)
  • The Heretics Alive (1989)
  • All the Love, All the Hate – Part 1 + 2 (1989)
  • Insanus, Ultio, Proditio, Misericordiaque (1990)
  • Jesus Points the Bone at You? (1991)
  • Sexy Death God (1994)
  • Amen (1995)
  • Prophecies (1996)
  • Pornographic Messiah (1998)
  • The Bible (2000)
  • Born Again Anti Christian (2001)
  • Lover of Sin (2003)
  • American Inquisition (2007)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.shufflemag.com/show-to-know-christian-death-at-tremont-music-hall/
  2. http://www.lastfm.de/music/Christian+Death/Ashes
  3. http://www.shufflemag.com/show-to-know-christian-death-at-tremont-music-hall/
  4. Laut Angabe auf der Website haben bislang über 30 Mitglieder bei Plattenveröffentlichungen mitgewirkt. Hier sind nur Namen erwähnt, die über einen längeren Zeitraum von mindestens drei Jahren und auf mindestens drei Alben auftauchen.
  5. Nennt sich auf früheren Alben auch Gitane de Mone.
  6. Der Sohn von Valor Kand und Gitane Demone taucht erstmals auf Ashes auf, wo sein Babygeschrei unter einen Song gemischt ist, und hat auch später immer wieder Auftritte.
  7. Selbsttötung. Zu den Hintergründen (Alkohol- und Heroinsucht sowie eine manisch-depressive Erkrankung) siehe Artikel in der New York Times vom 14. April 1998.
  8. Undatiertes Interview mit Hip Magazine
  9. Dave Thompson, Kirsten Borchardt: Schattenwelt – Helden und Legenden des Gothic Rock. 2004, ISBN 3-85445-236-5, S. 361.
  10. http://www.shufflemag.com/show-to-know-christian-death-at-tremont-music-hall/
  11. http://www.resurrection-dead.de/dailydead/Dream-Home-Heartache-Rozz-WilliamsGitane-Demone-1759
  12. http://www.rockdetector.com/artist/united+states/christian+death
  13. Das Album Sex & Drugs & Jesus Christ beispielsweise zeigt im Original einen Heroin spritzenden Jesus, das Cover wurde in Deutschland durch eine alternative Version ersetzt.
  14. Es werden nur EPs aufgeführt, die keine reinen Auskopplungen aus Alben sind, also mind. überwiegend sonst unveröffentlichtes Material enthalten.

Literatur[Bearbeiten]

Nico B. (Hrsg.) (1999): The Art of Rozz Williams. ISBN 978-0867194937

Weblinks[Bearbeiten]