Clemens Meyer

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Clemens Meyer (* 1977 in Halle an der Saale) ist ein deutscher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Meyer wuchs in Leipzig-Ost auf, wo er heute noch lebt. Nach dem Abitur 1996 arbeitete er zunächst auf Baustellen, Rückenprobleme zwangen ihn jedoch zur Aufgabe. 1998 begann er ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, das er 2003 abschloss. Das Studium finanzierte er durch Gelegenheitsjobs als Wachmann und als Gabelstaplerfahrer im Großhandel. Die Arbeit am ersten Roman ermöglichten ihm Stipendien und Sozialhilfe.

[Bearbeiten] Werk

Meyer veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien, u.a. 2002 eine Erzählung in Der wilde Osten. Sein Debütroman Als wir träumten erschien im Februar 2006, im Februar 2008 folgte der Geschichtenband Die Nacht, die Lichter.

[Bearbeiten] Preise und Nominierungen

[Bearbeiten] Bibliografie

[Bearbeiten] Zitate zu Meyer

Am 22. Juni 2006 las Clemens Meyer beim Wettbewerb zum 30. Ingeborg-Bachmann-Preis seinen Text Reise zum Fluss, bekam aber keinen der Preise. die tageszeitung lobte ihn dennoch: „Sein Text über einen Boxer und dessen Leidensgenossen im Gefängnis war große Klasse. Der beste Text dieses Jahr. In Meyer steckt viel literarisches Potenzial, die klassische Short-Story amerikanischen Zuschnitts beherrscht er perfekt. Zu perfekt für die Jury, die den Hut zog, aber zu viel Sentimentalität entdeckte und Meyer unverdientermaßen leer ausgehen ließ.“

Auch die Süddeutsche Zeitung lobte Meyer nach seinem Vortrag: „Man unterstellt ihm zu leichtfertig, es sei vor allem seine ungewöhnlich authentische Milieukenntnis, mit der er Aufmerksamkeit erzeuge. Dabei ist Meyer, man muss das in aller Klarheit festhalten, ein absoluter Könner, ein souveräner Stilist. Gerade in dieser Hinsicht war die Knast-Geschichte, mit der er in Klagenfurt antrat, vielleicht noch besser, weil kompakter und durchkomponierter als sein Roman.“ [2]

In der Laudatio zur Aufnahme als Literaturstipendiat der Märkischen Kulturkonferenz (Lüdenscheid) sagte Prof. Vondung: „Clemens Meyer hat mit seinem Debütroman "Als wir träumten" ein großes episches Gemälde der Wendezeit präsentiert, wie sie von Jugendlichen im Leipziger Vorstadtmilieu erlebt wurde: Abschied von der Tristesse der DDR, Eintritt in eine Welt zügelloser Freiheit,in der die Schattenseiten dominieren. Clemens Meyer schildert diese Übergangszeit mit authentischer, harter Sprache und zugleich mit Einfühlung in die Nöte und die Verlorenheit dieser Heranwachsenden mit ihren Träumen vom besseren Leben.“ [3]

[Bearbeiten] Filme

  • Clemens Meyer auf dem blauen Sofa. Gespräch auf der Leipziger Buchmesse, 2008, 30 Min., Produktion: ZDF, Erstsendung: 16. März 2008, Video

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Belege

  1. Preis der Leipziger Buchmesse 2008, Leipziger Messe GmbH
  2. „Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Was ist da los? Was ist da los?“ Süddeutsche Zeitung, 26. Juni 2006
  3. „Die Stipendiaten 2007“, Märkischer Kreis, 2007
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