Dagmar von Dänemark

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Prinzessin Dagmar von Dänemark

Marie Sophie Frederikke Dagmar, Prinzessin von Dänemark, als Marija Fjodorowna Zarin von Russland (* 26. November 1847 in Kopenhagen; † 13. Oktober 1928 in Hvidøre, Dänemark) war die Frau von Zar Alexander III. von Russland und die Mutter des letzten Zaren Nikolaus II..

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Dagmar wurde als viertes Kind und zweitälteste Tochter des Prinzen Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und seiner Frau Louise von Hessen-Kassel geboren. Sie wurde auf den Namen ihrer Verwandten, der Königinwitwe Maria von Dänemark getauft. Ihr Vater wurde 1853 dänischer Thronfolger und nach dem Tode Friedrich VII. 1863 als Christian IX. König von Dänemark. Durch die Heiraten ihrer fünf Geschwister war sie mit zahlreichen Herrscherhäusern Europas verwandt. So wurde ihre ältere Schwester Alexandra die Gemahlin König Edwards VII. von Großbritannien und Irland, was die auffallende äußerliche Ähnlichkeit ihres Sohnes Zar Nikolaus II. und ihres Neffen König Georgs V. von England erklärte.

[Bearbeiten] Familie

Marija Fjodorowna und Alexander III. in Dänemark 1892

Im Sommer 1864 wurde Dagmar mit dem Zarewitsch Nikolai, Sohn Alexander II. von Russland, verlobt. Zur Hochzeit kam es jedoch nicht, da Nikolai erkrankte und im April 1865 in Nizza starb. Nach ihrem Verlust von Nikolais Vater getröstet, verlobte sie sich im folgenden Juni mit Nikolais jüngerem Bruder und neuen Zarewitsch Alexander. Dagmar konvertierte zum russisch-orthodoxen Glauben und nannte sich fortan Marija Fjodorowna (russisch Мария Фёдоровна). Ihre Hochzeit mit Alexander findet am 9. November 1866 in St. Petersburg statt. Das neuvermählte Paar zog in den Anitschkow-Palast in St. Petersburg, wo es für die folgenden 15 Jahre lebte. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor:

Durch ihre Hochzeit Gemahlin des Thronfolgers, wurde Marija Fjodorowna nach dem Tod ihres Schwiegervaters durch einen Bombenanschlag (13. März 1881) Zarin von Russland. Sie und ihr Gemahl wurden am 27. Mai 1883 im Kreml in Moskau gekrönt. Aufgrund von Befürchtungen um ihre Sicherheit zog die Familie kurze Zeit später in den Gattschina-Palast außerhalb St. Petersburgs um.

Den Heiratsabsichten ihres Sohnes und zukünftigen Zaren Nikolaus mit Alix von Hessen-Darmstadt stand sie reserviert gegenüber. Nach dem Tod ihres Gemahls im Alter von nur 49 Jahren am 1. November 1894 und der Hochzeit Nikolaus' und Alexandras im selben Monat zog sie zurück in den Anitschkow-Palast.

Sie war weniger an Politik, dafür aber umso mehr an ihrer Familie und der Wohltätigkeit interessiert. Die einzige Ausnahme ihrer Zurückhaltung in politischen Angelegenheiten war das offene Demonstrieren ihrer heftigen Abneigung gegen Deutschland, nachdem der erste Weltkrieg ausgebrochen war.

[Bearbeiten] Später

Nach der russischen Revolution kehrte Marija Fjodorowna 1919, auf die dringende Bitte ihrer Schwester Alexandra, widerwillig über England nach Dänemark zurück und ließ sich in der Sommerresidenz in Hvidøre bei Kopenhagen nieder. Sie starb am 13. Oktober 1928 und wurde in der Familiengruft der dänischen Könige, der Kathedrale von Roskilde, beigesetzt.

Die Überführung ihrer Gebeine in die Familiengruft der Zarenfamilie (Peter-und-Paul-Kathedrale, Sankt Petersburg) erfolgte am 28. September 2006.

[Bearbeiten] Literatur

  • Coryne Hall: Little Mother of Russia: A Biography of Empress Marie Fedorovna (1847-1928). New York u.a. 2001, ISBN 978-0-8419-1421-6.

[Bearbeiten] Weblinks

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