Default Mode Network

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Als Default Mode Network (englisch, DMN, dt. ‚Bewusstseinsnetzwerk‘ oder ‚Ruhezustandsnetzwerk‘ bzw. ,Standardnetzwerk‘) bezeichnet man eine Gruppe von Gehirnregionen, die beim Nichtstun aktiv werden und beim Lösen von Aufgaben deaktiviert werden. Die Ruheaktivität dieser Hirnregionen lässt sich mit fMRT (v.a. Resting state fMRI), PET, EEG und MEG nachweisen.

Die Aktivität dieser Hirnregionen ist korreliert. Deshalb wird diese Gruppe von synchron aktiven Hirnregionen als Netzwerk aufgefasst. Das Netzwerk kann mit dem mathematischen Werkzeug Graphentheorie beschrieben werden.

Zu den beteiligten Hirnregionen gehören medialer präfrontaler Cortex, Praecuneus, Teile des Gyrus cinguli sowie – schwächer angebunden – der Lobulus parietalis superior des Scheitellappens und der Hippocampus.

Das DMN wird unter anderem dann aktiv(er), wenn ein Mensch tagträumt, Zukunftspläne macht usw.

Es konnte gezeigt werden, dass die anatomische und funktionelle Konnektivität des Gehirns im Bereich des Default Mode Networks am stärksten überlappt, was so interpretiert wurde, dass der anatomische Aufbau des Gehirns eine Aktivierung des Netzwerks in Zuständen, in welchen keine aufgabenspezifische Anforderung besteht (in Ruhe-Zuständen), begünstigt. [1]

Bei vielen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen hat man bereits Veränderungen im DMN gefunden (u. a. bei der Alzheimer-Krankheit, Depression und Schizophrenie).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A. Horn, D. Ostwald, M. Reisert, F. Blankenburg: The structural-functional connectome and the default mode network of the human brain. In: NeuroImage. 2013. doi:10.1016/j.neuroimage.2013.09.069.