Der Schmied und der Teufel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Schmied und der Teufel (Originalschreibweise: Der Schmidt und der Teufel) ist ein Märchen (ATU 330). Es stand in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm nur in der Erstauflage von 1812 an Stelle 81 (KHM 81a).

Inhalt[Bearbeiten]

Ein lebhafter und streitbarer Schmied ist pleite und will sich im Wald aufhängen. Der Teufel gewährt ihm endlosen Reichtum, dafür ist er nach zehn Jahren sein. Er besucht ihn auch einmal und gibt ihm einen Sack, aus dem keiner mehr herauskommt. Nach zehn Jahren nimmt er ihn mit, aber der Schmied verlangt von ihm als Identitätsbeweis dass er sich wieder groß wie eine Tanne und klein wie eine Maus macht, wie beim ersten Mal. Dann steckt er ihn in den Sack und prügelt drauflos, bis der Teufel die Seite aus dem Buch herausreißt, wo der Schmied unterschrieben hat. Der Schmied lässt sich einen Hammer und zwei Nägel in den Sarg legen. Man lässt ihn im Himmel nicht ein, aber in der Hölle auch nicht. Er macht Lärm bis nacheinander zwei Teufelchen herausschauen. Er nagelt sie am Tor fest. Der alte Teufel ist außer sich. Er erwirkt bei Gott, dass der Schmied dort aufgenommen wird.

Herkunft[Bearbeiten]

Die Brüder Grimm hörten das Schwankmärchen am 1. Dezember 1812 von Marie Hassenpflug in Kassel. Es wurde ab der Zweitauflage durch Bruder Lustig als Nr. 81 ersetzt und blieb neben vielen weiteren Varianten im Anmerkungstext zu Nr. 82 De Spielhansl erhalten. Beide sind thematisch ähnlich. Zur Überlistung des Teufels durch groß- und kleinmachen vgl. auch Nr. 99 Der Geist im Glas.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Der Schmied und der Teufel – Quellen und Volltexte