Dhimay

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Dhimay

Die Dhimay (Nepali िधमय), auch Dhime (धिमे), ist eine im Kathmandu-Tal verbreitete zweifellige Röhrentrommel, die heutzutage meist aus Metall besteht und von der Volksgruppe der Newar gespielt wird.

Die Dhimay hat etwa die Größe eines Ölfasses (wird manchmal auch aus einem solchen hergestellt) und ist beidseitig mit Wasserbüffelhaut bespannt. Traditionell gefertigte Dhimay sind etwas kleiner, aus Holz und tragen Ziegenhaut. An der Innenseite des linken Fells ist eine Stimmpaste angebracht, welche die Grundfrequenz herabsetzt. So kommt es, dass beide Felle, obwohl gleich groß, verschieden hohe Töne von sich geben. Dieser Kontrast wird dadurch verstärkt, dass das linke Fell mit der Hand, das rechte mit einem spiralförmig gebogenen Stick gespielt wird.

Bei der Dhimay handelt es sich um ein Prozessionsinstrument, das fast ausschließlich beim Gehen oder Tanzen gespielt wird, was ob ihres Gewichts auf die Dauer sehr anstrengen kann. Sie ist stark in die religiösen Vorstellungen der Newar eingebettet. So werden die beiden Felle als Sitz zweier opponierender Musikgottheiten betrachtet: rechts sitzt Nasadyah, die für die Inspiration zuständig sein soll, links Haimadyah, der den Musiker ablenken und aus dem Konzept zu bringen versucht. Aus diesem Grund wird die Dhimay immer mit der Haima-Seite (links) nach unten bzw. zur Wand abgestellt oder aufgehängt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gert-Matthias Wegner: The Dhimaybaja of Bhaktapur. Studies in Newar drumming. (Nepal Research Centre Publications, No. 12) Kommissionsverlag Franz Steiner, Wiesbaden 1986
  • Ulrike Kölver, Gert-Matthias Wegner: Newarische Trommel„sprache.“ In: Rüdiger Schumacher (Hrsg.): Von der Vielfalt musikalischer Kultur. Festschrift für Josef Kuckertz. Ursula Müller-Speiser, Anif/Salzburg 1992, S. 261–268

Weblinks[Bearbeiten]