Die Zaubergeige (Operette)

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Werkdaten
Titel: Die Zaubergeige
Originaltitel: Le violoneux
Form: Operette
Originalsprache: Französisch
Musik: Jacques Offenbach
Libretto: Eugène Mestépès, Antoine Chevalet
Uraufführung: 1855
Ort der Uraufführung: Théâtre des Bouffes-Parisiens, Paris
Ort und Zeit der Handlung: Dorf in Süddeutschland
Personen
  • Vater Martin, ein Dorfgeiger
  • Rose, sein Mündel
  • Peter, ein junger Bauer

Die Zaubergeige ist eine Operette in einem Aufzug vom Komponisten Jacques Offenbach; für das Libretto zeichneten Antoine Chevalet und Eugène Mestépès verantwortlich. Die Premiere dieses Theaterstücks fand 1855 im Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris statt.

Handlung[Bearbeiten]

Der Schauplatz ist ein typischer Dorfplatz eines kleinen typischen Dorfes in Süddeutschland.

Peter soll zum Militär und seine einzige Chance, diesem zu entgehen, wäre einen Stellvertreter zu benennen. Das kostet aber 500 Gulden, die sein reicher und geiziger Onkel aber nicht hergeben will. Als Peter Rose von seiner Not erzählt, gibt sie ihm den Rat, ihren Vormund, den Dorfgeiger Martin zu fragen. Dieses traut sich Martin aber nicht, da er diesen seiner Geigenkünste wegen für einen Zauberer hält.

Der letzte Ausweg, der Peter damit noch bleibt, wäre seine Heirat mit Rose. Als Rose dieses ihrem Vormund erzählte, gibt dieser zu bedenken, dass im schlimmsten Fall dann Rose ihrem Peter als Marketenderin in den Krieg folgen müsse. Demnächst ist Martin vom gnädigen Fräulein zu deren Hochzeit engagiert. Diese Verbindung will er nun ausnützen, um auf dem Schloss für sein Mündel und deren Bräutigam zu bitten.

Rose sitzt allein in der Stube und betrachtet nachdenklich das Instrument. Da allein mit dieser Geige ihr Lebensunterhalt und der ihres Vormunds gesichert ist, küsst sie die Geige in spontaner Dankbarkeit. In diesem Moment kommt Peter dazu, reißt ihr abergläubisch die Geige aus den Händen und zerschlägt sie am Tisch. Als Martin wenig später ohne Hoffnung zurückkommt, findet er beim Aufräumen seiner kaputten Geige in den Trümmern einen Brief. Es ist das verschollene Testament seines verstorbenen Bruders und Vaters von Rose, der seiner Tochter 5000 Gulden vermacht. Und so kann Peter sich von den Soldaten freikaufen und seine Rose heiraten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leo Melitz: Führer durch die Operetten. Globus-Verlag, Berlin 1927, S. 238.