Dom zu Växjö

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Der Dom zu Växjö
Das Gemälde aus dem 15. Jahrhundert
Der Altar
Die Orgel des Doms

Der Dom zu Växjö (schwedisch „Växjö domkyrka“) ist die Domkirche des Bistums Växjö in der schwedischen Stadt Växjö in der historischen Provinz Småland.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Einführung des Christentums in Südschweden wird auf den heiligen Siegfried zurückgeführt. Über seinem Grab in Växjö wurde im 11. Jahrhundert eine Holzkirche gebaut, die auch die Kopfreliquien seiner drei Neffen aufnahm. Im 12. Jahrhundert wurde Växjö Bischofssitz, und die Holzkirche wurde durch eine Steinkirche ersetzt. Im Jahre 1276 brannte die Kirche ab. Sie wurde wieder aufgebaut. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche ausgebaut und erhielt zwei Türme. Die Kirche brannte noch dreimal nieder: 1570 und 1611 steckten die Dänen die Kirche in Brand und 1740 brannte die Kirche durch einen Blitzschlag nieder.

Im 19. Jahrhundert wurde das Aussehen der Kirche stark verändert. 1957 bis 1960 wurde das Aussehen aus dem Spätmittelalter weitgehend wiederhergestellt. Das Innere wurde im Stil der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gestaltet. Nach einer weiteren Restaurierung wurde die Kirche 1995 wieder eröffnet.

Außen an der Ostseite der Kirche befindet sich der Runenstein am Dom zu Växjö.

Das Innere[Bearbeiten]

Am Eingang befindet sich ein Pantokrator. Dieses Bild wurde von Kajsa Mattas im Jahre 1995 erstellt und ist ein Stuckbild.

Auf der rechten Seite befindet sich die Quelle des Lebens, ein 1995 von dem Göran Wärff geschaffenes Taufbecken aus Glas und Stein. Direkt am Taufbecken befindet sich der Eingang zum Seelenchor. Hier befindet sich ein Gemälde aus dem 15. Jahrhundert. Es schildert Adam und Evas Leben, den Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies. Die Fenster im Seelenchor zeigen zwei Bilder. Sie wurden von Bo Beskow geschaffen und zeigen „Der Tod spielt Schach mit dem Ritter“ und „Christus als Lebensbaum“.

Auf der linken Seite des Domes steht der Baum des Lebens und der Erkenntnis. Er wurde 1995 erstellt. In der Nähe des Lebensbaum und in der Mitte des Domes befinden sich Figuren von Eva Spångenberg. Sie stellen „Das Jesuskind in den Armen von Maria und zwei Apostel da“.

Der Altar entstand 1959 und ist von Jan Brazda geschaffen worden. Der Altarteppich stellt die Erde da und stammt aus dem Jahr 1995. Der Altarschrein wurde 2002 von Bertil Vallien geschaffen. Der Altarschrein zeigt das Kreuz und rechts und links die zwölf Apostel in Form von Gesichtern. Hinter dem Altar befindet sich ein Chorfenster, welches in gelben und blauen Farben den Himmel darstellt.

Im Inneren der Kirche befinden sich drei Orgeln. Die größte Orgel ist aus dem Jahre 2002 und befindet sich über der Empore. Es wurde von der Orgelbaufirma Grönlunds Orgelbyggeri errichtet. Das Instrument hat 33 Register auf zwei Manualen und Pedal.[1]

I Hauptwerk C–
Quintadena 16'
Principal 8'
Viola da Gamba 8'
Flagflöjt 8'
Octava 4'
Traversflöjt 4'
Spetsflöjt 4'
Rörflöjt 4'
Octava 2'
Mixture III
Trumpet 16'
Trumpet 8'
II Oberwerk C–
Gedackt 8'
Quintadena 8'
Principal 4'
Kortflöjt 4'
Quinta 3'
Oktava 2'
Mixtur III
Trumpet 8'
Trumpet (B) 4'
Vox Humana (D) 8'
Pedal C–
Untersatz 16'
Oktava 8'
Gedackt 8'
Quinta 6'
Oktava 4'
Quinta 3'
Blockflöjt 1'
Mixtur 3'
Basun 16'
Trumpet 8'

Literatur[Bearbeiten]

  • Domkirche zu Växjö, Text Johan Unger, Hegborn & Hegborn AB, Växjö, 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zu den Orgeln (schwedisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Växjö domkyrka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

56.877414.8121Koordinaten: 56° 52′ 38,6″ N, 14° 48′ 43,6″ O