Doppelquerlenker (Radaufhängung)

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Die Doppelquerlenker-Radaufhängung ist eine Form der Einzelradaufhängung, die sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse eingesetzt werden kann.[1] Der Radträger (Achsschenkel) ist an zwei quer zur Fahrtrichtung angeordneten Dreieckslenkern (Querlenker) angebracht. Durch Veränderung der Lenkerlängen, auch ungleich lange Querlenker, und der Lage der Anlenkpunkte lässt sich die Konstruktion gut an die Anforderungen der Fahrwerksabstimmung anpassen.

Meistens ist der obere Lenker kürzer als der untere (dann wird beim Einfedern der Sturz negativ, die Spurweite ändert sich kaum) und etwas nach vorne geneigt, um das Bremsnicken zu vermindern. Die Doppelquerlenker-Radaufhängung ging aus der einfachen Einzelradaufhängung mit Querlenkern oben und einer meist mehrlagigen Querblattfeder unten hervor. Dabei wurde die Blattfeder durch einen weiteren Querlenker unten nebst Schraubenfeder je Seite ersetzt. Diese Aufhängung ist stabiler und spricht auf Fahrbahnunebenheiten besser an. In den 1930er Jahren begann sie sich als Vorderradaufhängung durchzusetzen, seit den 1970er Jahren wurde sie in Pkw von MacPherson-Achsen und Mehrlenkerachsen weitgehend abgelöst. Diese Art der Radaufhängung wird heute (2014) häufig bei Bussen, Kleintransporten, sportlichen Fahrzeugen sowie (auch hinten) im Rennsport eingesetzt. Heute wird oft eine Mehrlenker- bzw „Multilinkachse“ verwendet, die bei Mercedes-Benz als „Raumlenker“-Hinterachse bekannt wurde. Die vordere „Vierlenkerachse“ bei VW/Audi-Modellen gehört ebenfalls zu den Mehrlenkerachsen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Matschinsky: Radführungen der Straßenfahrzeuge. 3. A. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-71196-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. oldtimer-markt.de Doppelquerlenkerachsen (abgerufen am 17. Februar 2011)