MacPherson-Federbein

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MacPherson-Federbein (ohne oberen Federteller und Achsschenkel)
MacPherson-Radaufhängung
  • Achsschenkel
  • Dämpfer; unterer Federteller
  • Lenkspurstange
  • Karosserie, Rahmen oder Fahrschemel
  • Blau/Violett: Entweder (Originalpatent): Blau: einfacher Querlenker, violett: ein Ende des Querstabilisators, oder: blau und violett zusammen: Dreieckquerlenker

Das MacPherson-Federbein ist eine Konstruktion, die nach dem 1949 patentierten[1] Prinzip des US-Amerikaners Earle S. MacPherson im Fahrwerk von Automobilen, aber auch von Flugzeugen, Liegerädern und in Maschinen eingesetzt wird. Es dient zur schwingungsmechanischen Entkopplung von z. B. Rädern und restlichem Fahrzeug. In Europa wurde es erstmals im englischen Ford Consul verwendet, der auf der Londoner Automobilausstellung im Oktober 1950 vorgestellt wurde.

Merkmale[Bearbeiten]

Ein MacPherson-Federbein bildet zusammen mit dem Querlenker, der Schubstrebe/Stabilisator und der Spurstange ein komplettes Radaufhängungssystem. Das Federbein besteht im Wesentlichen aus Feder, Stoßdämpfer und Achsschenkel.

Bei einfachen Ausführungen ist nicht nur der untere Federteller, sondern auch der Achsschenkel mit dem Zylinder des hydraulischen Stoßdämpfers verschweißt. Mit dem Federbein verschraubte Achsschenkel ermöglichen hingegen das Einstellen des Sturzes.

Der obere Federteller ist im sogenannten Federbeindom in der Karosserie gelagert, oft über ein Wälzlager. Das Lager ist nötig, damit die Feder sich beim Lenken gegenüber der Karosserie drehen kann und nicht verspannt wird, denn bei Lenkbewegungen dreht sich das gesamte Federbein. Der Achsschenkel ist in einem Kugelkopflager (Kugelgelenk) im Querlenker gelagert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Patent GB658387.