MacPherson-Federbein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
MacPherson-Federbein (ohne oberen Federteller und Achsschenkel)
MacPherson-Radaufhängung
  • Achsschenkel
  • Dämpfer; unterer Federteller
  • Lenkspurstange
  • Karosserie, Rahmen oder Fahrschemel
  • Blau/Violett: Entweder (Originalpatent): Blau: einfacher Querlenker, violett: ein Ende des Querstabilisators, oder: blau und violett zusammen: Dreieckquerlenker

Das MacPherson-Federbein ist eine Feder-Dämpfer-Einheit, die auf ein 1949 erteiltes Patent[1] des US-Amerikaners Earle S. MacPherson beruht. Die Konstruktion ist heute weit verbreitet in der Radaufhängung von Pkw und kleineren Nutzfahrzeugen zu finden, aber auch in Flugzeug-Fahrwerken, Liegerädern und in Maschinen. Das MacPherson-Federbein vereint Federung, Dämpfung und Radführung in einem Bauteil. Im Vergleich zur Doppelquerlenkeraufhängung entfällt der obere Querlenker.

Eine (vordere) Radaufhängung mit MacPherson-Federbeinen fand in Europa erstmals im englischen Ford Consul Verwendung, der im Oktober 1950 auf der Motor Show im Londoner Earls Court Exhibition Centre vorgestellt wurde.

Merkmale[Bearbeiten]

Zusammen mit einem unteren Querlenker, dem Traggelenk und ggf. einem Stabilisator bildet ein MacPherson-Federbein ein komplettes Radaufhängungssystem. Wenn das Rad zur Lenkung dient, ist am Federbeingehäuse der Lenkhebel befestigt, an dem die Spurstange angelenkt ist.

Das Federbein selbst besteht aus Schraubenfeder, Stoßdämpfer und Achsschenkel (Radträger). Der Achsschenkel stützt sich mit dem Traggelenk im Querlenker unten ab. Der obere Federteller ist mit einem Gummilager im sogenannten Federbeindom der Karosserie gelagert. Zum Erreichen eines größeren Freiheitsgrades kann dort ein Wälzlager vorhanden sein, damit das Federbein beim Einfedern und/oder Lenken beweglicher ist.

Bei einfachen Ausführungen ist nicht nur der untere Federteller, sondern auch der Achsschenkel mit dem Stoßdämpfergehäuse verschweißt. Verschraubte Achsschenkel ermöglichen hingegen das Verändern des Radsturzes zur Einstellung der Fahrwerksgeometrie.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Patent GB658387.