Douglas Murray

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Dieser Artikel behandelt den schwedischen Eishockeyspieler Douglas Murray, für den gleichnamigen deutsch-kanadischen Eishockeyspieler siehe Doug Murray, für den gleichnamigen Autor siehe Douglas Murray (Autor).
SchwedenSchweden Douglas Murray Eishockeyspieler
Douglas Murray
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 12. März 1980
Geburtsort Bromma, Schweden
Spitzname Crankshaft
Größe 190 cm
Gewicht 108 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1999, 8. Runde, 241. Position
San Jose Sharks
Spielerkarriere
1999–2003 Cornell University
2003–2005 Cleveland Barons
2005–2013 San Jose Sharks
2013 Pittsburgh Penguins
2013–2014 Canadiens de Montréal

Douglas Murray (* 12. März 1980 in Bromma) ist ein schwedischer Eishockeyspieler. Bis Juli 2014 spielte er für die Canadiens de Montréal in der National Hockey League auf der Position des Verteidigers.

Trotz seines englisch klingenden Namens ist Murray gebürtiger Schwede und schwedischer Staatsbürger. Der Nachname stammt von den schottischen Vorfahren seines Vaters. Zudem ist er der Enkel des 217-maligen schwedischen Eishockeynationalspielers und mehrfachen Weltmeisters Lars Björn.

Karriere[Bearbeiten]

Murray entschied sich, obwohl er aus Schweden stammt, auf einem amerikanischen College zu studieren. Ausschlaggebend dafür war die Möglichkeit das Eishockey spielen mit dem Studium enger zu verknüpfen. 1999 begann er mit dem Studium an der Cornell University in Ithaca im Bundesstaat New York. Bevor Murray erstmals für die Universität das Eis betrat, stand er im NHL Entry Draft 1999 zur Auswahl. Die San Jose Sharks wählten ihn in der achten Runde an 241. Stelle aus. Insgesamt blieb Murray vier Jahre an der Cornell University und verbesserte seine Statistiken und Führungsqualitäten von Jahr zu Jahr. In seiner letzten Saison war er Kapitän des Teams.

Die Spielzeiten 2003/04 und 2004/05 verbrachte Murray bei den Cleveland Barons, dem Farmteam der San Jose Sharks, die ihn im Sommer 2003 zur Vertragsunterschrift gebracht hatten. Auch dort zeigte der Schwede von Saison zu Saison konstant gute Leistungen und erhielt während der Saison 2005/06 erstmals eine Berufung ins NHL-Team. In seiner ersten Saison absolvierte er 34 Spiele und verbuchte dabei eine Torvorbereitung. Die Saison 2006/07 begann Murray wieder in der American Hockey League bei den Worcester Sharks, spielte aber auch zwischenzeitlich wieder in San Jose. Eine Infektion der Atemwege verhinderte jedoch geregelte Einsatzzeiten, sodass er zumeist mit Rob Davison und Josh Gorges um den Platz des sechsten Verteidigers im Kader kämpfte. Im Verlauf der Spielzeit 2007/08 stabilisierte Murray seine Leistungen in der Defensive und Offensive, wodurch er ein wichtiger Bestandteil des Defensivverbundes der Sharks wurde. Seine spielerischen Verbesserungen bescherten ihm schließlich eine Nominierung für den Weltmeisterschafts-Kader des schwedischen Nationalteams, nachdem San Jose in den Playoffs ausgeschieden war. Nach Niederlagen im Halbfinale und im Spiel um Platz 3 erreichten die Schweden den vierten Platz. Murray beeindruckte während des Turniers vor allem durch seine physische Präsenz. Ebenso erhielt er knapp zwei Jahre später eine Nominierung für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver.

Am 25. März 2013 wurde Murray zu den Pittsburgh Penguins transferiert. Mit den Penguins erreichte er die Play-offs und scheiterte dort erst im Conference-Finale an den Boston Bruins. Im August 2013 wechselte Murray als Free Agent zu den Canadiens de Montréal und unterschrieb dort einen Einjahresvertrag.[1] Dieser wurde nach der Saison 2013/14 nicht verlängert, sodass er fortan als Free Agent auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist.

Murray wird vor allem wegen seiner physischen Stärke auf dem Eis gelobt. Seine Spezialität sind sogenannte „Open Ice-Hits“, ein harter, aber fairer Bodycheck gegen den Gegner auf dem offenen Eis.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2002 ECAC First All-Star Team
  • 2002 NCAA East First All-American Team
  • 2003 ECAC All-Tournament Team
  • 2003 ECAC Best Defensive Defenseman
  • 2003 ECAC First All-Star Team
  • 2003 NCAA East First All-American Team
  • 2010 ECAC First All-Decade Team

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Stand: Ende der Saison 2013/14

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1999/00 Cornell University NCAA 32 3 6 9 38
2000/01 Cornell University NCAA 25 5 13 18 39
2001/02 Cornell University NCAA 35 11 21 32 67
2002/03 Cornell University NCAA 35 5 20 25 30
2003/04 Cleveland Barons AHL 72 10 12 22 75 9 3 0 3 37
2004/05 Cleveland Barons AHL 54 6 17 23 56
2005/06 Cleveland Barons AHL 20 1 7 8 37
San Jose Sharks NHL 34 0 1 1 27
2006/07 Worcester Sharks AHL 5 2 1 3 8
San Jose Sharks NHL 35 0 3 3 31
2007/08 San Jose Sharks NHL 66 1 9 10 98 13 1 1 2 2
2008/09 San Jose Sharks NHL 75 0 7 7 38 6 0 0 0 9
2009/10 San Jose Sharks NHL 79 4 13 17 66 15 1 6 7 8
2010/11 San Jose Sharks NHL 73 1 13 14 44 18 0 1 1 8
2011/12 San Jose Sharks NHL 60 0 4 4 31 5 0 0 0 19
2012/13 Djurgården Hockey Allsvenskan 14 1 2 3 36
San Jose Sharks NHL 29 0 3 3 26
Pittsburgh Penguins NHL 14 1 2 3 9 15 2 1 3 32
2013/14 Canadiens de Montréal NHL 53 0 2 2 42 3 0 0 0 0
NCAA gesamt 127 24 60 84 174
AHL gesamt 151 19 37 56 176 9 3 0 3 37
NHL gesamt 518 7 57 64 412 75 4 9 13 78
Allsvenskan gesamt 14 1 2 3 36

International[Bearbeiten]

Vertrat Schweden bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
2008 Schweden WM 5 0 0 0 27
2010 Schweden Olympia 4 0 0 0 0
Herren gesamt 9 0 0 0 27

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tsn.ca: „ANADIENS REACH ONE-YEAR, $1.5M AGREEMENT WITH D MURRAY“ (englisch, 22. August 2013, abgerufen am 11. Oktober 2013)