Drei Engel für Charlie

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Dieser Artikel behandelt die Fernsehserie Drei Engel für Charlie. Für deren Verfilmung siehe 3 Engel für Charlie, für die Neuverfilmung von 2011 siehe Charlie’s Angels (Fernsehserie).
Seriendaten
Deutscher Titel Drei Engel für Charlie
Originaltitel Charlie’s Angels
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1976–1981
Länge 45 Minuten
Episoden 113 in 5 Staffeln
Genre Drama, Krimi
Idee Ivan Goff &
Ben Roberts
Musik Jack Elliott &
Allyn Ferguson
Erstausstrahlung 21. März 1976 (USA) auf ABC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
15. April 1979 auf ZDF
Besetzung

Drei Engel für Charlie (Originaltitel: Charlie’s Angels) ist eine US-amerikanische Krimiserie aus den 1970er- und 1980er-Jahren. In den USA wurde die Serie von 1976 bis 1981 ausgestrahlt und brachte es auf insgesamt 115 Folgen in fünf Staffeln.

Handlung[Bearbeiten]

Die drei attraktiven Polizeiakademie-Absolventinnen Sabrina Duncan (Kate Jackson), Jill Munroe (Farrah Fawcett) und Kelly Garrett (Jaclyn Smith) werden von der Charles Townsend Agency in Los Angeles als Privatdetektivinnen engagiert. Ihrem reichen und mysteriösen Chef Charlie, der sie seine „Engel“ nennt, sind sie nie begegnet, stattdessen erhalten sie ihre Aufträge per Lautsprecher von ihm. Bei der Lösung ihrer Fälle erhalten die drei Engel Unterstützung von John Bosley (David Doyle), dem Leiter des Detektivbüros.

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Die Stimme von Charlie wurde in der englischsprachigen Originalversion von John Forsythe gesprochen.
  • Ursprünglich wurde das Konzept für die Schauspielerin Kate Jackson erstellt. Man entschloss sich dann jedoch, ihr noch zwei Mitstreiterinnen an die Seite zu stellen.
  • Der Erfolg der Serie beruhte nicht nur auf der Originalität der Drehbücher, welche die Engel an immer neuen Schauplätzen agieren ließen, sondern vor allem auch auf der Attraktivität ihrer drei Hauptdarstellerinnen. Kate Jackson, Farrah Fawcett und Jaclyn Smith waren in gewisser Weise stilbildend für Mode und Makeup der späten 1970er-Jahre.
  • Nach nur einer Staffel stieg Farrah Fawcett aus der Serie aus, musste sich jedoch verpflichten, mehrere Gastauftritte in späteren Folgen zu übernehmen. An ihre Stelle trat Cheryl Ladd (Kris Munroe). Sie spielte die jüngere Schwester von Jill. Nach dem Ausstieg von Kate Jackson wurde der dritte Engel von Shelley Hack (Tiffany Welles) gespielt. Doch auch sie beendete die Rolle schon nach einer Staffel und wurde durch Tanya Roberts (Julie Rogers) ersetzt.
  • Nur Jaclyn Smith blieb von Anfang bis Ende der Serie dabei und hatte auch als einzige in der 2003 erschienenen Kinoversion 3 Engel für Charlie – Volle Power einen kurzen Gastauftritt als ehemaliger Engel.
  • 1988 wurde eine Wiederaufnahme der Serienidee versucht. Die Rekrutierung der Hauptdarstellerinnen sollte diesmal über den US-weiten Casting-Wettbewerb Angels '88 stattfinden. Die Neuauflage schaffte es jedoch letztlich nicht ins Fernsehen. Von den vier Siegerinnen war später lediglich Téa Leoni in Hollywood erfolgreich.
  • Bei der Verleihung der Emmy Awards 2006, vereinten sich die „Ur-Engel“, Kate Jackson, Jaclyn Smith und Farrah Fawcett auf der Bühne, um dem kurz zuvor verstorbenen Aaron Spelling Tribut zu leisten.
  • Im englischen Original enthält die Titelsequenz eine kurze von Charlie gesprochene Einleitung, in der er erklärt, wie er die drei Engel ihren vorigen „aufregenden“ Aufgaben (wie z.B. Akten ablegen, Einsatz als Politesse oder in der Telefonzentrale usw.) entrissen hat. Man hört in der deutschen Synchronisation noch die entsprechenden Stellen, an denen die Musik für die Textpassagen etwas leiser geregelt ist. Der Text der ersten Staffel lautet folgendermaßen: “Once upon a time, there were three little girls who went to the police academy… And they were each assigned very ‘hazardous’ duties… But I took them away from all that, and now they work for me. My name is Charlie.” In späteren Staffeln wurde der Text ein wenig angepasst, um den Hintergrund der jeweils neuen Engel zu erklären.
  • Für die Rolle des Charles Townsend war ursprünglich Gig Young verpflichtet worden, der aber aufgrund seines Alkoholismus seinen Verpflichtungen nicht nachkommen konnte. So wurde er im letzten Augenblick durch John Forsythe ersetzt.
  • Im März 2011 begann die Produktion eines Reboots der Serie, in dem Annie Ilonzeh, Minka Kelly, Rachael Taylor und Ramon Rodriguez die Hauptrollen spielen. Die Serie startete am 22. September 2011, genau 35 Jahre nach dem Start der Originalserie, auf ABC. Allerdings wurde die Produktion wegen rückläufiger Quoten bereits nach nur vier ausgestrahlten Episoden eingestellt.

Crossover[Bearbeiten]

Zwischen der Ausstrahlung des Pilotfilms für die US-amerikanische Fernsehserie Vegas und der ersten regulären Folge absolvierte Robert Urich als Dan Tanna ein so genanntes „Crossover“ in einer in Las Vegas spielenden Episode der Serie. Dieser Umstand war sicherlich hauptsächlich der Tatsache zu verdanken, dass Aaron Spelling Produzent beider Serien war.

Ein weiteres Crossover gab es mit der Serie Love Boat, auch eine Produktion von Aaron Spelling. In der Episode „Abenteuer in der Karibik“ ermitteln die Engel auf der „Pacific Princess“, auf der der Hauptverdächtige eines Kunstraubes eine Kreuzfahrt macht. Als Gaststars treten Gavin MacLeod, Lauren Tewes, Fred Grandy, Bernie Kopell und Ted Lange in ihren Love Boat-Rollen auf.

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die ersten drei Staffeln sind jeweils vollständig auf DVD im Handel als Box-Sets erhältlich. Die Episoden der ersten Staffel entsprechen – inklusive Kürzungen und deutscher Titelsequenzen – der hiesigen Fernsehausstrahlung und liegen lediglich in deutscher Synchronisation vor. Die Boxen der zweiten und dritten Staffel enthalten auch den englischen Originalton und zwei Episoden, die nie in Deutschland ausgestrahlt wurden und somit unsynchronisiert und lediglich deutsch untertitelt vorliegen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anna Gough-Yates: Angels in chains? Feminism, feminity and consumer culture in CHARLIE`S ANGELS, in: Bill Osgerby/Anna Gough-Yates (Hg.): Action TV. Tough Guys, Smooth Operators and Foxy Chicks, London/New York (Routledge) 2001, S. 115-126. ISBN 0-415-22621-X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Synchron-Forum