Dreieckschaltung

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In der Dreieckschaltung werden die drei Phasenstränge eines Drehstromsystems in Reihe geschaltet.

Dreieckschaltung

Das heißt, das Ende eines Phasenstrangs wird mit dem Anfang des nächsten Phasenstrangs verbunden. Hierdurch entstehen drei Eckpunkte (u1, v1 und w1) an denen die Außenleiter (L1, L2 und L3) angeschlossen werden. Im Gegensatz zur Sternschaltung wird bei dieser Schaltung kein Neutralleiter (N) benötigt und es ist kein physischer Sternpunkt vorhanden. In Deutschland und Mitteleuropa beträgt die Spannung im Niederspannungsnetz 400 V zwischen zwei beliebigen Phasenleitern. Die einzelnen Außenleiter haben gegen Erde eine Spannung von 230 Volt.

Die Dreieckschaltung wird unter anderem bei leistungsstarken elektrischen Maschinen eingesetzt. Zum Anlaufen dieser Maschinen wird beispielsweise die Stern-Dreieck-Anlaufschaltung verwendet. Die Leistung ist in Sternschaltung 1/3 der Leistung bei der Dreieckschaltung, da die Widerstände der Motorwicklungen unveränderlich sind.

Wird hingegen der Außenleiterstrom und die Außenleiterspannung konstant gehalten, dabei müssen sich die Widerstände bei der Änderung der Schaltung im Wert verändern, bleibt die elektrische Leistung in Stern- und Dreieckschaltung gleich.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz Schmidt-Walter: Grundlagen der Elektrotechnik, Drehstromsysteme, Leistung im Drehstromnetz, Kapitel 10.4. Abgerufen am 10. Januar 2015.