Dromotropie

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Als Dromotropie (von altgriech. δρόμος dromos: Lauf und τρόπος tropos: Wendung, Richtung) bezeichnet man die Beeinflussung der Erregungsleitung des Herzens. Positive Dromotropie bedeutet, dass die Erregungsleitung beschleunigt wird. Dies wird durch einen erhöhten initialen Calcium-Einstrom in die AV-Knoten-Zellen bewirkt; hierdurch wird die Schwelle zum Erreichen des Aktionspotentials schneller erreicht und die Erregung kann damit schneller fortgeleitet werden. Negative Dromotropie bedeutet eine Verlangsamung der Erregungsleitung. Dies wird allerdings über einen erhöhten initialen Kaliumausstrom aus der Muskelzelle (iKach) erreicht[1].

Über β1- und weniger stark auch über β2-Adrenorezeptoren des Sympathikus wird sowohl die Dromotropie als auch die Inotropie (Kontraktionskraft) und Chronotropie (Kontraktionsfrequenz) am Herzen gesteigert und die Lusitropie (Erschlaffungsgeschwindigkeit) erhöht (was ebenfalls zu einer positiven Veränderung der Herzleistung beiträgt).

Literatur[Bearbeiten]

  1. Schmidt RF, Lang F. Physiologie des Menschen. 30. Auflage Berlin: Springer; 2007 (Seite 576)

Siehe auch[Bearbeiten]