Edmund Pulheim

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Edmund Pulheim ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und erster Präsident von Borussia Mönchengladbach in der Nachkriegszeit.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten]

Seit 1948 wird bei der Borussia das Amt eines Präsidenten besetzt. Der erste Präsident wurde der frühere Spieler Edmund Pulheim, der dem Verein erstmals von 1948 bis 1953 und nach einem Jahr Präsidentschaft durch Theo Grams, nochmals von 1954 bis 1957 vorstand. In seiner Amtszeit trat der Verein am 24. Juli 1949 der Gemeinschaft der Vertragsspieler-Klubs bei, was den Weg zum Profi-Fußball ebnete. Unter seiner Präsidentschaft wurden die Trainer Paul Pohl und Heinz Ditgens eingestellt. Pohl war einer der entscheidenden Spieler beim Gewinn der westdeutschen Meisterschaft im Jahr 1920, Ditgens war Borussias erster Nationalspieler. In der Saison 1949/50 stieg die Borussia unter Pulheim in die damals erstklassige Fußball-Oberliga West auf. Nach dem Abstieg des Aufsteigers kehrten die Borussen 1952 durch den Gruppensieg in der 2. Liga sofort wieder in die Oberliga zurück.

Der ehemalige aktive Spieler wird als "Dauerrenner und Endkämpfer, der sowas wie ein Herbert Wimmer der Zwanziger war", beschrieben.[2] Er gehörte der Meistermannschaft der Saison 1928/29 an, die sich in der Rheinbezirksklasse, Gruppe 2 durchsetzte und danach auch das Entscheidungsspiel gegen den Gruppenmeister SVg Köln-Sülz 07 gewann und dadurch an der Endrunde um die westdeutsche Meisterschaft teilnehmen konnte. Da musste er aber mit seinen Mannschaftskameraden die Überlegenheit des FC Schalke 04, Meidericher SV und Fortuna Düsseldorf erfahren.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Zeit nach dem Weltkrieg bei Borussia.de
  2. Werner Jakobs: 100 Jahre Borussia Mönchengladbach. Die Elf vom Niederrhein. In: RHEIN SPORT. 1999, ISBN 3-934702-00-7, S. 29.
  3. Markus Fiesseler: 100 Jahre Fußball in Nordrhein-Westfalen. Agon-Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89784-128-2, S. 140, 142/143