Borussia Mönchengladbach

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Borussia Mönchengladbach
Vereinsemblem von Borussia Mönchengladbach
Voller Name Borussia VfL 1900 e. V.
Ort Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 1. August 1900 (als FK Borussia 1900)
Vereinsfarben schwarz-weiß-grün
Stadion Stadion im Borussia-Park
Plätze 54.067
Präsident Rolf Königs
Vorstand Rolf Königs
Siegfried Söllner
Rainer Bonhof
Hans Meyer
Stephan A.C. Schippers
Max Eberl
Trainer SchweizSchweiz Lucien Favre
Homepage www.borussia.de
Liga Bundesliga
2013/14 6. Platz
Heim
Auswärts

Borussia Mönchengladbach (Vereinsname laut Satzung[1]: Borussia Verein für Leibesübungen 1900 e.V.) ist ein in Mönchengladbach am Niederrhein beheimateter deutscher Sportverein.

Der Verein mit den Klubfarben schwarz, weiß, grün hat 60.765 Mitglieder (Stand: 7. April 2014),[2] zählt zu den beliebtesten Fußballklubs Deutschlands[3] und unterhält neben der Herrenfußball-Abteilung, die sich in einen Profi- und Amateurkader und mehrere Jugendmannschaften unterteilt, eine Frauenfußballmannschaft, eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Die erste Mannschaft der Herren-Fußballer stieg 1965 in die Bundesliga auf und errang bis heute insgesamt fünf nationale Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und zwei UEFA-Pokalsiege. In der ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der Verein in der Spielzeit 2012/2013 den sechsten Platz. Die temporeiche und offensive Spielweise, mit der die Mannschaft in den 1970er Jahren die Bundesliga mit vorwiegend jungen Spielern dominierte, brachte der Mannschaft den Spitznamen Fohlenelf ein.

Eine Kapitalgesellschaft namens Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH betreibt die Profi-Fußballabteilung. Die Vereinsspitze besteht aus Präsident Rolf Königs, den beiden Vize-Präsidenten Siegfried Söllner und Rainer Bonhof, Hans Meyer als weiteres Präsidiumsmitglied sowie Geschäftsführer Stephan A.C. Schippers und Sportdirektor Max Eberl.

Geschichte des Vereins

Gründerjahre und frühe Vereinsgeschichte bis 1933

Spielzeiten 1900–1933
Saison Platz Tore Punkte
1900–1904 keine Teilnahme
3.Klasse II.Bezirk 1904/05 1 - 3:1
1905/06 − keine Teilnahme
2.Klasse II.Bezirk 1906/07 1 25:8 16:0
2.Klasse II.Bezirk Gruppe:B 1907/08 3 19:13 11:9
B.Klasse Gruppe Süd II.Bezirk 1908/09 1 9:3 10:7
A.Klasse II. / III.Bezirk 1909/10 4 12:12 28:29
A.Klasse II. / V. Bezirk Gruppe West 1910/11 5 21:15 48:31
A.Klasse Rheinischer Südkreis Gruppe Nord 1911/12 1 25:3 53:10
Verbandsliga Niederrhein 1912/13 6 18:18 31:33
Kreisliga Rheinischer Nordkreis 1913/14 3 15:13 17:20
Bezirksliga M.-Gladbach 1914 bis 1915, Saisonabbruch nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs
Rheinischer Nordkreis M.-Gladbach 1915/16 2 14:6 31:23
1916 bis 1918, Saisonabbruch bedingt durch den Ersten Weltkrieg
Bezirksliga M.-Gladbach 1918/19 - -
Kreisliga Rheinischer Westkreis 1919/20 2 31:13 57:32
Kreisliga Rheinischer Westkreis 1920/21 2 24:12 63:33
Rheingauliga 1921/22 3 24:12 53:30
Rheingauliga Gruppe West 1922/23 3 13:7 23:12
Rheingauliga Gruppe West 1923/24 2 14:6 38:15
Rheingauliga Gruppe West 1924/25 5 11:9 33:14
Rheingauliga Gruppe West 1925/26 2 16:4 43:18
Rheinbezirksliga Gruppe 1 1926/27 2 21:27 54:27
Rheinbezirksklasse Gruppe 2 1927/28 2 25:3 61:22
Rheinbezirksklasse Gruppe 1 1928/29 1 37:7 76:23
Rheinbezirksliga 1929/30 4 30:18 68:50
Rheinbezirksliga Gruppe 2 1930/31 8 16:24 31:51
Rheinbezirksliga Gruppe 1 1931/32 5 18:18 45:45
Rheinbezirksliga Gruppe 2 1932/33 8 22:22 45:36
grün unterlegt: Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse
Spieler von FC Borussia im Jahr 1900
Historisches Wappen von FC Borussia

Als Vorläufer des Vereins Borussia Mönchengladbach gilt eine Gruppe von Spielern, die am 17. November 1899 nach dem Austritt aus dem Sportverein Germania in der Gaststätte „Anton Schmitz“ auf der Alsstraße im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken eine Spielgemeinschaft mit dem Namen FC Borussia gründeten.[4] Borussia ist der lateinische Name Preußens, zu dem Mönchengladbach von 1815 an gehörte.[5]

Diese Spielgemeinschaft trat zu Beginn des Jahres 1900 in die katholische Marianische Jünglings-Congregation im Stadtteil Eicken ein, die bereits über einen Fußballplatz verfügte. Am 1. August 1900 gründet die Spielgemeinschaft den Fußballklub Borussia 1900. Nach ersten sportlichen Erfolgen gegen Nachbarvereine beantragte der Verein die Aufnahme in den 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Spielverband. Dies führte zu internen Unstimmigkeiten und im Mai 1903 beschloss der Verein den Schritt in die Selbstständigkeit und den Austritt aus der Congregation. Am 23. März 1910 registrierte das Amtsgericht Mönchengladbach, das zu dieser Zeit offiziell München Gladbach oder kurz M.gladbach hieß, die Borussia als Nummer 30 im Vereinsregister unter dem Namen Borussia 1900 M.gladbach.

Der Westdeutsche Spiel-Verband, wie der Rheinisch-Westfälische Spielverband nach einer Umbenennung seit 1907 hieß, wies Borussia der dritten Klasse des 2. Verbandsbezirks zu.[6] Der Mannschaft mit Hermann Ditgens, dem Vater des späteren Borussen-Spielers Heinz Ditgens, gelang im Jahr 1909 der Aufstieg in die A-Klasse, der zum damaligen Zeitpunkt höchsten Spielklasse. Da der Westdeutsche Spiel-Verband in diesem Jahr die Verbandsliga als oberste Klasse einführte, blieb die Borussia in der A-Klasse und damit zweitklassig. In der Spielzeit 1911/12 gewann Borussia die Meisterschaft in der A-Klasse (Rheinischer Südkreis, Gruppe Nord), stieg in die Verbandsliga und damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die oberste Klasse auf. Mit einem Sieg gegen den Essener SpV99 in der Kreismeisterschaft schaffte die Mannschaft den Einzug in die Endrunde der Westdeutschen Meisterschaft. Das Endspiel verlor die Mannschaft gegen den Verbandsligameister Kölner BC 01, aus dem später der 1. FC Köln hervorging. Die Endrundenteilnahme steigerte die Bekanntheit des Vereins.

Im März 1914 erwarb der Verein die Sportanlage De Kull, eine ausgebaute Kiesgrube, auf deren Gelände das spätere Bökelbergstadion entstand. Da die vereinseigenen Mittel nicht ausreichten, finanzierte der Verein den Kauf durch die Ausgabe von Anteilsscheinen. In die Phase des Stadionausbaus fiel der Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Verein hielt trotz widriger Umstände den Spielbetrieb bis 1916 aufrecht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Vereinsmitglieder einberufen. Schon Ende des Jahres 1917 nahm der Verein den Spielbetrieb wieder auf. Nach dem Krieg setzte der Verein den Ausbau des Stadions fort. Es entstand durch die Mithilfe der Vereinsmitglieder ein modernes Stadion mit Einzäunung, Kassenhäuschen und Drainage. Der Verein eröffnete am 20. September 1919 die Spielstätte unter dem Namen Westdeutsches Stadion.

Im gleichen Jahr fusionierte der Verein 1919 kurzzeitig mit dem Turnverein Germania 1889 zum VfTuR 1889 M.Gladbach. Mit der Westdeutschen Meisterschaft 1920 erlebte der fusionierte Verein seinen ersten großen Erfolg. Wieder standen Borussia und der Kölner BC im Endspiel, diesmal siegte die Borussia in der Verlängerung durch ein Elfmetertor des Mittelstürmers Paul Pohl[7] mit 3:1.[8]

Durch den Sieg in der Westdeutschen Meisterschaft nahm der VfTuR an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1920 teil. Durch eine 0:7-Niederlage gegen die SpVgg Fürth schied die Mannschaft im Viertelfinale aus.

Als nächsten sportlichen Erfolg feierte die Borussia die Rheinbezirksmeisterschaft 1929 mit einem 1:0-Sieg über den amtierenden Westdeutschen Meister SVg Köln-Sülz 07. In der Westdeutschen Meisterschaft unterlag die Mannschaft jedoch dem FC Schalke 04 um den damaligen Star Ernst Kuzorra.

1933 bis 1945 – Gau- und Bezirksliga

Spielzeiten 1933–1945
Saison Platz Tore Punkte
Gauliga X. Niederrhein 5 24:20 42:46
Gauliga X. Niederrhein 1934/35 3 22:18 32:24
Gauliga X. Niederrhein 1935/36 9 12:24 24:42
Bezirksklasse Gruppe 1 1936/37 2 29:11 58:22
Bezirksklasse Gruppe 1 1937/38 3 24:12 55:28
Bezirksklasse Gruppe 1 1938/39 1 35:5 66:8
Bezirksklasse Gruppe 4 1939/40 1 45:7 98:31
1. Klasse Niederrhein Gruppe 3 1940/41 1 41:7 92:30
1. Klasse Niederrhein Gruppe 3 1941/42 3 28:16 70:56
1. Klasse Niederrhein Gruppe 3 1942/43 2 27:9 56:37
Bezirksklasse Gruppe 5 1943/44 1 28:8 75:26
1944/45, Saisonausfall bedingt durch den Zweiten Weltkrieg
Der erste Tabellenplatz berechtigte zu Endrunden, von denen die Mannschaft keine für sich entscheiden konnte.
Karte der Sportgaue im Dritten Reich

Nach der Machtübernahme ernannten die Nationalsozialisten das SA-Mitglied Hans von Tschammer und Osten 1933 zum Reichskommissar für Turnen und Sport und kurz darauf zum Reichssportführer. Im Zuge der Gleichschaltung löste dieser im Mai 1933 den Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen auf und richtete 15 Fachressorts ein, darunter ein Fachamt Fußball. Alle Vereine gaben sich gleichzeitig eine Einheits-Satzung, führten das Führerprinzip ein und schlossen jüdische Mitglieder aus. Die neuen Machthaber änderten das Ligasystem im deutschen Fußball und führten 16 Gauligen ein, welche die höchste deutsche Spielklasse darstellten. Borussia zwangen sie zu einer Fusion mit dem Sport-Club 1894 e. V., dem späteren 1. FC Mönchengladbach. Den zwangsfusionierten Club stufte der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen in die Gauliga Niederrhein ein (siehe nebenstehende Karte Nr. 10). Der Verein engagierte in diesem Jahr die ersten Trainer. Die Fusionierung wurde im nächsten Jahr rückgängig gemacht und Borussia stieg nach drei Spielzeiten – 1933/34 bis 1935/36 – in die Bezirksliga ab. Der Reichstrainer Otto Nerz nominierte den Borussen-Abwehrspieler Heinz Ditgens trotz des Abstiegs bei den Olympischen Spielen in Berlin für die deutsche Fußballnationalmannschaft. Ditgens avancierte damit zum ersten Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach. Borussia siegte zwar in den folgenden Spielzeiten 1939 und 1940 in der Bezirksliga, scheiterte jedoch in diesen Jahren bereits in den Aufstiegsrunden. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges versuchte der Verein den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, stellte ihn jedoch zur Saison 1944/45 ein.

Nachkriegszeit bis 1959

Spielzeiten 1945–1959
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
Kurzsaison Bereich München-Gladbach 1946 1 15:5 34:16 k. A.
Bezirksliga Gruppe 2 1946/47 1 24:8 39:27 k. A.
Landesliga Niederrhein Gruppe 3 1947/48 6 18:18 40:35 k. A.
Landesliga Niederrhein Gruppe 3 1948/49 4 25:19 47:24 k. A.
Zweite Liga West 1949/50 2 40:20 80:55 k. A.
Oberliga West 1950/51 14 25:35 47:72 15.133
Zweite Liga West 1951/52 1 42:14 69:35 10.133
Oberliga West 1952/53 14 21:39 31:80 12.533
Oberliga West 1953/54 12 27:33 56:73 13.533
Oberliga West 1954/55 14 26:34 48:65 13.066
Oberliga West 1955/56 11 26:34 60:70 13.333
Oberliga West 1956/57 16 10:50 39:112 7000
Zweite Liga West 1957/58 2 43:17 75:37 8467
Oberliga West 1958/59 13 25:35 39:58 13.733
grün unterlegt: Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse
rot unterlegt: Abstieg in die Zweite Liga West

Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete der Verein mit Hilfe der britischen Besatzungstruppen das zwischenzeitlich zur Panzerwerkstatt umgerüstete Bökelbergstadion wieder für den Spielbetrieb her. Das erste Spiel nach dem Krieg trug die Mannschaft 1946 gegen den Rheydter Spielverein aus. Nach zwei Runden – 1947/48 und 1948/49 in der Landesliga Niederrhein – übernahm Edmund Pulheim den Vereinsvorsitz. Unter Hans Krätschmer wurde die Mannschaft 1947 Bezirksligameister und stieg in die Landesliga auf.[9] Der Verein verpflichtete mit Paul Pohl und Heinz Ditgens 1949/50 zwei ehemalige Spieler zur ersten Runde der 2. Liga West als Trainer. Durch den Beitritt des Vereins in die neu geschaffene Gemeinschaft der Vertragsspieler-Clubs am 24. Juli 1949 erhielten die Spieler den Status von bezahlten Vertragsspielern. Borussia stieg trotz Niederlagen im direkten Vergleich gegen den Konkurrenten und späteren Amateurmeister Hombrucher FV 09 als Vizemeister der 2. Liga West am 14. Mai 1950 in die damals höchste Spielklasse, die Oberliga West, auf. Gleichzeitig gelang dies dem lokalen Konkurrenten Rheydter Spielverein, der in der Gruppe 1 den Oberligaaufstieg bewerkstelligte. Die erste Saison 1950/51 schloss die Borussia in der 16 Vereine zählenden Oberliga West auf dem unter regulären Bedingungen klassenerhaltenden 14. Platz ab. Nach dem damals geltenden Regelwerk erkannte der Westdeutsche Fußballverband einen am grünen Tisch errungenen Sieg gegen Borussia Dortmund nicht an. Die Mannschaft stieg dadurch nach einem verlorenen Entscheidungsspiel gegen Alemannia Aachen in die 2. Liga West ab.

Bedingt durch den sportlichen Rückschritt verließen viele Spieler den Verein. Für den Neuanfang und den Wiederaufstieg in die Oberliga, der auf Anhieb – Borussia errang 1951/52 die Meisterschaft in der 2. Liga West – gelang, engagierte Borussia Fritz Pliska als spielenden Trainer. Die Oberligasaison 1952/53 verlief sportlich ähnlich der ersten. Borussia erreichte Platz 14, der diesmal zum Klassenerhalt ausreichte. Für die Folgesaison tätigte der neue Vorstand um den Unternehmer Theo Grams umfangreiche Neueinkäufe. Vor allem der Sturm war mit Heinz Janssen (12 Tore), Ewald Nienhaus (15 Tore) und Heinz Reh (15 Tore) in der Saison 1953/54 erfolgreich. Die Mannschaft gelangte auf den zwölften Rang in der Abschlusstabelle. Im Jahr 1954 verkaufte der Verein das Bökelbergstadion auf Grund von Schulden an die Stadt München-Gladbach und mietete fortan das Stadion.[10] Bis zur Saison 1955/56 blieb die Mannschaft im hinteren Mittelfeld der Oberliga. Am 30. Januar 1955 gab es mit einem 6:6 gegen Borussia Dortmund das höchste Unentschieden der Vereinsgeschichte.

Für die Saison 1956/57 verpflichtete Borussia Toni Turek als Torwart, einen der Weltmeister von 1954, der zu vier Einsätzen kam. Mit Albert Brülls verpflichtete der Verein in der Saison 1955/56 einen jungen Spieler, der den Verein 1960 zum Gewinn des DFB-Pokals führen sollte. Trotz dieser Spieler beendete Borussia 1957 die Saison mit 112 Gegentoren auf dem letzten Tabellenplatz und stieg erneut ab. Insgesamt 27 verschiedene Spieler setzte der Trainer ein.[11] Die Fans zweifelten an einer klaren sportlichen Linie und die Zuschauerzahlen gingen zurück. Das Saisoneröffnungsspiel der Saison 1956/57 besuchten noch 25.000 Zuschauer, beim letzten Spiel der darauffolgenden Saison kamen nur 1.000 Besucher. Wie zuvor stieg die Borussia nach einer Spielzeit als Zweiter der 2. Liga West wieder auf. In den folgenden Jahren festigte die Borussia ihre Stellung im unteren Mittelfeld der Tabelle. Albert Brülls debütierte im Oktober 1959 unter Bundestrainer Sepp Herberger in der Nationalmannschaft. Mit Friedhelm Frontzeck verpflichtete die Borussia zur Saison 1959/60 den Vater des späteren Spielers und Trainers Michael Frontzeck. Bei den Heimspielen verzeichnete Borussia einen neuen Rekord von durchschnittlich 15.125 Zuschauern pro Spiel.

1960 bis 1965 – DFB-Pokal-Sieger und Aufstieg in die Bundesliga

Spielzeiten 1959/60 – 1964/65
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
Oberliga West 1959/60 14 27:33 38:52 16.134
Oberliga West 1960/61 6 31:29 58:58 22.400
Oberliga West 1961/62 13 21:39 42:57 13.543
Oberliga West 1962/63 11 24:36 44:60 11.200
Regionalliga West 1963/64 8 41:35 71:47 12.000
Regionalliga West 1964/65 1 52:16 92:39 22.334
gelb unterlegt: Als Staffelmeister teilnahmeberechtigt zur Aufstiegsrunde in die Bundesliga

Im Jahr 1960 spielte der Verein im Mittelfeld der Oberliga West und wies bis dahin keine nennenswerten Ergebnisse in der Hauptrunde des DFB-Pokals auf. Nach dem Beschluss der nordrhein-westfälischen Landesregierung vom 11. Oktober 1960, die Stadt München-Gladbach in Mönchengladbach umzubenennen, heißt der Verein seitdem offiziell Borussia Mönchengladbach.[12] In den ersten Runden des Pokalwettbewerbs 1960 auf der Ebene des Westdeutschen Fußballverbandes erzielte Borussia Erfolge gegen den FC Geistenbeck (Amateure) und den SC Viktoria Köln, das Halbfinale des WFV-Pokals erreichte die Mannschaft durch Losentscheid. Bedingt durch mehrere Wiederholungsspiele dauerte die Pokalrunde länger als die Saison und mehrere Spieler sowie der Trainer verließen den Verein nach dem Viertelfinale. Borussia trat zum Halbfinale unter dem neuen Trainer Bernd Oles und mit einer neu geformten Mannschaft gegen Borussia Dortmund an. Nach dem Sieg gegen Dortmund feierte Borussia schließlich im Düsseldorfer Rheinstadion gegen den 1. FC Köln den Finalsieg im WFV-Pokal. Dieser Sieg bedeutete gleichzeitig die Qualifikation für das Halbfinale des DFB-Pokals, in dem die Mannschaft den amtierenden deutschen Meister Hamburger SV mit so bekannten Spielern wie Uwe Seeler, Klaus Stürmer und Gert Dörfel mit 2:0 besiegte. Im Pokalfinale, das wieder im Rheinstadion stattfand, schlug Borussia am 5. Oktober 1960 den Karlsruher SC mit 3:2 und gewann dadurch zum ersten Mal den DFB-Pokal.

Als erste deutsche Fußballmannschaft (neben dem Vertreter des DFV der DDR ASK Vorwärts Berlin) konnte die Borussia am Europapokal der Pokalsieger teilnehmen. Gegen den späteren Finalteilnehmer Glasgow Rangers verlor die Mannschaft im Viertelfinale das Heimspiel mit 0:3 und das Auswärtsspiel im Ibrox Park mit 0:8.

Die Folgesaison 1961/62 in der Oberliga endete wieder auf dem 13. Tabellenplatz. In der Oberliga-Saison 1962/63 hoffte der Verein vergeblich, in den Kreis der vom DFB festgelegten Vereine zu gehören, die im nächsten Jahr in die neu gegründete Bundesliga starten würden. Helmut Beyer, der für 30 Jahre im Amt blieb, übernahm in dieser Saison die Verantwortung als Präsident und Helmut Grashoff trat das Amt als zweiter Vorsitzender an. Im Juli 1962 verpflichtete Borussia Fritz Langner als neuen Trainer, der im Jahr 1959 mit Westfalia Herne die Westdeutsche Meisterschaft errungen hatte. Die neue Führung verkaufte zunächst zum Leidwesen des neuen Trainers den Spieler Albert Brülls für eine Rekordsumme von 250.000 DM nach Italien an den FC Modena und sanierte den Verein damit finanziell. Helmut Grashoff, der die Summe in italienischer Lira in bar in einem Koffer übernahm, sagte später, er habe nach der Geldübergabe Angst gehabt, “für einen Bankräuber gehalten zu werden“.[13] Den Erlös aus dem Transfer setzte Langner ein, um den Kader umzubauen durch die Verpflichtung von Spielern wie Heinz Lowin, Heinz Crawatzo und Siegfried Burkhardt. In diesem Jahr gewann die A-Jugend mit den späteren Profispielern Jupp Heynckes und Herbert Laumen die Westdeutsche Meisterschaft. Die Saison schloss Borussia nach einer schwachen Hinrunde durch die Verdienste des Torwarts Manfred Orzessek auf dem elften Tabellenplatz ab.

In der Saison 1963/64 strukturierte der DFB das Fußball-Ligasystem um. Der DFB führte die Bundesliga ein und gruppierte Borussia Mönchengladbach in die neu geschaffene Regionalliga West ein. Langner verließ Borussia im April 1964, um das Bundesliga Gründungsmitglied Schalke 04 zu trainieren. Als Neuzugang verpflichtete der Verein mit Günter Netzer einen Spieler, dessen Name bis heute mit den sportlichen Erfolgen der Borussia verknüpft wird. Als Ersatz für Langner empfahl Sepp Herberger seinen Assistenten der Saison 1954/55, Hennes Weisweiler. Zum Zeitpunkt der Verpflichtung hatte Weisweiler bereits den 1. FC Köln, Viktoria Köln und den Rheydter Spielverein trainiert. Mit dem Rheydter Spielverein stieg er in die Oberliga West auf, im Jahr darauf wieder in die 2. Division ab. In der Oberliga-Saison 1962/63 kam Weisweiler mit Viktoria auf den achten Rang und erzielte mit seiner Mannschaft mit 81 Toren die meisten Treffer der Liga, konnte zum Zeitpunkt der Verpflichtung keine großen sportlichen Erfolge vorweisen. Weisweiler übernahm die Mannschaft gegen Ende der ersten Regionalliga-Saison 1963/64, die mit einem achten Tabellenplatz einen erfolgreicheren Verlauf nahm als die vorherigen Spielzeiten in der Oberliga.

In der nächsten Spielzeit 1964/65 verpflichtete der Verein mit Jupp Heynckes und Bernd Rupp wieder junge Spieler, die zum Teil aus der Jugendmannschaft in den Profikader berufen wurden. Das Durchschnittsalter war mit 21,5 Jahren das geringste aller Regionalliga-Mannschaften.[14] Der Spitzname „Fohlenelf“' entstand zum einen durch das geringe Durchschnittsalter der Mannschaft als auch durch die unbekümmerte und erfolgreiche Spielweise. Die Berichterstattung des Reporters Wilhelm August Hurtmanns prägte den Begriff durch Artikel in der Rheinischen Post. Er war von der Spielweise der Borussen angetan und schrieb, sie würden spielen wie junge Fohlen.[14][15] Bereits im April 1965 stand die Mannschaft als Staffelsieger in der Regionalliga West fest und sicherte sich damit die Teilnahme an der Bundesliga-Aufstiegsrunde in der Gruppe 1. Diese trug die Mannschaft gegen die Konkurrenten von Wormatia Worms (Zweiter in der Regionalliga Südwest), SSV Reutlingen (Zweiter in der Regionalliga Süd) und Holstein Kiel (Meister in der Regionalliga Nord) in Hin- und Rückspielen aus. Von den sechs Spielen gewann Borussia drei (5:1 in Worms, 1:0 gegen Kiel und 7:0 gegen Reutlingen) und musste nur beim Auswärtsspiel in Kiel eine 2:4-Niederlage hinnehmen.[16] Das Erreichen des ersten Platzes stellte den Aufstieg in die Bundesliga sicher. Zusammen mit der Borussia stieg der FC Bayern München durch den Sieg in der Gruppe 2 auf.

1965 bis 1969 – Die ersten Jahre in der Bundesliga

Spielzeiten 1965/66 – 1968/69
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1965/66 13. Platz 57:68 29:39 23.941
1966/67 8. Platz 70:49 34:34 24.235
1967/68 3. Platz 77:45 42:26 20.842
1968/69 3. Platz 61:46 37:31 20.500
Hennes Weisweiler (1970)

Die Verpflichtung von Weisweiler als Trainer wies den Weg für den sportlichen Erfolg des Vereins in der Bundesliga. Die wirtschaftliche Situation des Vereins erlaubte es nicht, eine Mannschaft von Stars zu finanzieren. Weisweiler entsprach mit seiner Einstellung, die Ausbildung und Entwicklung von jungen Talenten zu fördern, den Notwendigkeiten des Vereins.[17] Er presste Spieler nicht in ein festes Spielsystem, sondern förderte den Individualismus und ließ ihnen weitgehende Freiheiten auf dem Spielfeld. Daraus resultierte eine unbekümmerte und offensive Spielweise, das Markenzeichen der Fohlenelf.

Der Verein verpflichtete mit Berti Vogts und Heinz Wittmann wiederum Spieler, deren Namen mit den sportlichen Erfolgen der Borussia eng verknüpft sein sollten. Das erste Bundesligaspiel in der Saison 1965/66 fand auswärts gegen Borussia Neunkirchen statt und endete mit einem 1:1, der erste Bundesligatorschütze war Gerhard Elfert. Das erste Heimspiel gegen SC Tasmania 1900 Berlin gewann Borussia mit 5:0. Weisweiler verstand es, der Mannschaft taktische Freiheiten zu lassen und die individuelle Spielfreude der Spieler zu fördern. Diese Freiheiten bezahlte die noch unausgereifte Mannschaft in der ersten Bundesliga-Saison mit einer Reihe zum Teil hoher Niederlagen. Mit einem 0:7 gegen Werder Bremen nahm die Mannschaft die bis heute höchste Heimniederlage hin. Beim Auswärtsspiel gegen Tasmania Berlin am 15. Januar 1966 wurde mit 827 Zuschauern ein bis heute gültiger Zuschauer-Negativrekord in der Bundesliga aufgestellt. Die Borussia beendete die erste Saison in der Bundesliga auf dem 13. Tabellenplatz.

In der folgenden Saison 1966/67 zeigte sich die Torgefährlichkeit der Mönchengladbacher Mannschaft, die zusammen 70 Tore schoss. Davon erzielten die Stürmer Herbert Laumen 18, Bernd Rupp 16 und Jupp Heynckes 14 Tore. Aufgrund der guten Tordifferenz konnte die Mannschaft die Saison auf dem achten Tabellenplatz abschließen. Mit einem 11:0-Heimsieg über den FC Schalke 04 am 18. Spieltag feierte die Mannschaft den bis dahin höchsten Sieg der Bundesligageschichte.[18]

Die Erfolge hatten die Nebenwirkung, dass die Gehälter der Spieler nach oben schnellten und somit gute Spieler nicht zu halten waren. Jupp Heynckes wechselte für die damalige Rekordablösesumme von 275.000 DM zu Hannover 96, Bernd Rupp wechselte zu Werder Bremen, Eintracht Braunschweig warb Gerhard Elfert ab. Der Verein verpflichtete Peter Meyer und Peter Dietrich und kompensierte damit den Weggang routinierter Spieler. Mit einem 10:0 am zwölften Spieltag der Saison 1967/68 über Borussia Neunkirchen zeigte die Mannschaft wieder ihre Torgefährlichkeit. Die Mannschaft erreichte in dieser und der nächsten Saison den dritten Tabellenplatz. Der Verein verpflichtete in der Saison 1968/69 den späteren Trainer Horst Köppel, der bereits erste Erfahrungen in der Nationalmannschaft aufweisen konnte, und als bis dahin unbekannter Amateur vom VfL Schwerte den später langjährigen Torwart Wolfgang Kleff sowie Hartwig Bleidick, Gerd Zimmermann und Winfried Schäfer, der zehn Spielzeiten bei Borussia spielte.

1970 bis 1980 – Dominanz in der Liga und in Europa

Spielzeiten 1969/70 – 1979/80
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1969/70 1. Platz 71:29 51:17 25.645
1970/71 1. Platz 77:35 50:18 21.706
1971/72 3. Platz 82:40 43:25 16.294
1972/73 5. Platz 82:61 39:29 14.912
1973/74 2. Platz 93:52 48:20 22.265
1974/75 1. Platz 86:40 50:18 22.150
1975/76 1. Platz 66:37 45:23 23.647
1976/77 1. Platz 58:34 44:24 25.135
1977/78 2. Platz 86:44 48:20 26.059
1978/79 10. Platz 50:53 32:26 20.129
1979/80 7. Platz 61:60 36:32 17.655
grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
Das klassische Vereinswappen bis zum Jahr 2000

Die 1970er-Jahre gingen als die erfolgreichsten in die Vereinsgeschichte ein. Die Borussia gewann fünf Mal die Meisterschaft, so oft wie keine andere Mannschaft in dieser Zeit. Zugleich entwickelte sich ein Duell mit dem FC Bayern München, mit dem Borussia gemeinsam 1965 in die Bundesliga aufgestiegen war. Nachdem der Verein in den Vorjahren zweimal den dritten Tabellenplatz belegte, stabilisierte Trainer Hennes Weisweiler in der Saison 1969/70 besonders die Abwehr. Abweichend vom „Fohlen“-Konzept kaufte Borussia zum ersten Mal erfahrene Abwehr-Spieler wie Luggi Müller und Klaus-Dieter Sieloff ein. Mit Ulrik le Fevre verpflichtete der Verein den ersten dänischen Spieler, dem später weitere wie Henning Jensen und Allan Simonsen folgten. In dieser Saison gelang der erste Bundesliga-Sieg über den FC Bayern. Nach einem 5:1-Sieg über Alemannia Aachen übernahm Borussia am 31. Oktober 1969 zum ersten Mal die Tabellenführung in der Bundesliga. Heute (Stand: August 2013) belegt die Borussia in der Liste der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga mit einer Zahl von 131 Tabellenführungen hinter Bayern und Dortmund den dritten Rang.

Auf Initiative des israelischen Nationaltrainers Emanuel Schaffer, der seine Ausbildung in der Sporthochschule Köln bei Hennes Weisweiler absolviert hatte, lud der israelische Fußballverband Borussia als erste deutsche Mannschaft im Februar 1970 zu Freundschaftsspielen nach Israel ein. Im Bloomfield-Stadion gewann die Borussia mit 6:0 gegen die israelische Nationalmannschaft, was zu Diskussionen im israelischen Parlament führte.[19]

Mit einem Heimsieg gegen den Hamburger SV stand am 30. April 1970, dem 33. Spieltag der Saison, Borussia vorzeitig als Meister fest.

Am 16. September 1970 schoss Herbert Laumen beim 6:0 gegen EPA Larnaka das erste Tor für die Borussia in einem Spiel des europäischen Vereinsfußballs.[20] Die Hinrunde der darauffolgenden Saison 1970/71 schloss der Verein mit lediglich einer Niederlage ab. In der Geschichte der Bundesliga einmalig ist ein Zwischenfall im Heimspiel des 27. Spieltages gegen Werder Bremen, bekannt als der Pfostenbruch vom Bökelberg. Beim Spiel am 3. April 1971 knickte nach einer Strafraumszene in der 88. Spielminute, bei der Stürmer Herbert Laumen nach einer Kopfballaktion zusammen mit dem Bremer Torwart Günter Bernard ins Netz stürzte, der linke Torpfosten um. Nach erfolglosen Reparaturversuchen und da kein Ersatztor aufgestellt werden konnte brach der Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 1:1 ab. Das DFB-Sportgericht in Frankfurt wertete das Spiel als 2:0-Sieg für Bremen. Als Konsequenz verpflichtete der DFB die Vereine einen Ersatz für beide Tore bereitzustellen. Die Meisterschaft entschied sich erst am letzten Spieltag als Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bayern München. Neun Wochen nach dem Pfostenbruchspiel, am 5. Juni 1971, verteidigte Borussia als erste Mannschaft in der Geschichte der Bundesliga erfolgreich ihren Meistertitel mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt.

Am 20. Oktober 1971 fand im Europapokal der Landesmeister das als Büchsenwurfspiel in die Fußballgeschichte eingegangene Spiel gegen Inter Mailand statt. Die Borussia gewann das Spiel im Bökelbergstadion mit 7:1, die UEFA annullierte das Spiel jedoch, da der italienische Stürmer Roberto Boninsegna von einer leeren Büchse getroffen wurde und sich ärztlich behandeln ließ.[21] Trainerlegende Matt Busby beschrieb das Spiel der Fohlen:[22]

Gegen diese Mannschaft hätte heute niemand auf der Welt gewonnen. Das war Fußball in höchster Perfektion.

Nach einer 4:2-Auswärtsniederlage in Mailand und einem torlosen Unentschieden im Wiederholungsspiel im Berliner Olympiastadion schied die Borussia aus dem Pokal der Landesmeister aus.

In der Saison 1972/73 gewann am 23. Juni 1973 Borussia zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Die Borussia siegte im Rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln durch ein Tor von Günter Netzer, der sich in diesem Spiel, ohne Rücksprache mit Trainer Weisweiler zu halten, nach der regulären Spielzeit selbst einwechselte.[23]

Für Netzer war dieses das letzte Spiel für die Borussia, er verließ den Verein und wechselte zu Real Madrid.[24] Abgesehen von der spielentscheidenden Szene in der 93. Minute durch das Tor von Netzer gab es zahlreiche weitere Highlights im 30. Pokalendspiel der Geschichte, das als eines der besten, spielerisch hoch sehenswerten und spannendsten in der Geschichte dieses Wettbewerbs in die Annalen einging und von dem man nur in höchsten Tönen schwärmen konnte (Kicker).[25] In der Saison 1972/73 verpflichtete der Verein mit dem Israeli Schmuel Rosenthal zum ersten Mal einen Spieler jüdischen Glaubens bei einem Bundesliga-Verein. Die Verpflichtung und Freundschaftsspiele gegen israelische Vereine zogen eine über die nächsten Jahrzehnte andauernde Freundschaft zum Israelischen Fußballverband nach sich, die bis in die Gegenwart Bestand hat.[26]

Denkmal für das legendäre Trio der Fohlen — Herbert Wimmer, Berti Vogts und Günter Netzer (von links nach rechts). Aufgestellt in der Fußgängerzone von Mönchengladbach-Eicken.
Spielszene aus dem Finale des UEFA-Pokals 1975
Berti Vogts als Nationalspieler im Laufduell mit Johan Cruyff im WM-Finale von 1974

Die erste internationale Endspielteilnahme fand am 9. Mai 1973 statt. Der FC Liverpool gewann das Hinspiel im UEFA-Pokal mit 3:0 im zweiten Anlauf, nachdem das Spiel am Vortag wegen Regens abgebrochen wurde. Das Rückspiel am 23. Mai 1973 gewann Borussia Mönchengladbach mit 2:0, der Pokal ging durch den Sieg im Hinspiel nach Liverpool.[27]

Die nachfolgenden Spielzeiten waren geprägt vom Weggang bekannter Spieler, die Torgefährlichkeit der Mönchengladbacher Stürmer blieb jedoch bestehen. Jupp Heynckes errang in der Saison 1973/74 mit 30 Toren den Titel als erster Torschützenkönig in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach. Es gelang den Borussen im ersten Jahr nach dem Weggang von Günter Netzer, mit einem Punkt Rückstand zu Meister Bayern München die Vizemeisterschaft zu erringen. Mit insgesamt 93 geschossenen Toren stellte Borussia einen neuen Vereinsrekord auf. Borussia schloss in den nachfolgenden Jahren 1972 bis 1974 die Meisterschaft auf dem dritten und fünften Platz sowie als Vizemeister ab.

Borussia legte in der Saison 1974/75 den Grundstein für eine bis dahin in der Bundesliga nicht gekannte Erfolgsserie. Am 17. Spieltag eroberten die „Fohlen“ die Tabellenspitze der Liga und gaben die Tabellenführung bis zum Gewinn der Meisterschaft am 14. Juni 1975 nicht mehr ab. Die Freude über den Titel trübte der Weggang von Trainer Hennes Weisweiler, der den Verein nach elf Jahren in Richtung FC Barcelona verließ.[28] Das nächste internationale Endspiel mit Mönchengladbacher Beteiligung fand am 7. Mai 1975 statt. Das Hinspiel um den UEFA-Pokal in Düsseldorf zwischen der Borussia und Twente Enschede endete torlos. Das Rückspiel am 21. Mai 1975 gewann der VfL mit 5:1.

Mit dem bis heute (Stand: August 2012) höchsten Auswärtssieg in einem Finale des UEFA-Pokals gewann die Borussia ihren ersten internationalen Titel.[29]

Udo Lattek, der vom Rivalen Bayern München kam, obwohl er schon bei Rot-Weiss Essen unterschrieben hatte, übernahm in der Saison 1975/76 den Verein. Im Gegensatz zu Weisweiler vertrat Lattek eher eine Sicherheitsphilosophie. Die Mannschaft übernahm am zwölften Spieltag der Saison mit einem Sieg über Werder Bremen von Eintracht Braunschweig die Tabellenführung und blieb bis zum Saisonende Spitzenreiter. Am 12. Juni 1976 gewann Mönchengladbach den vierten Meistertitel. Am 3. März 1976, einem Aschermittwoch, kam es zum nächsten aufsehenerregenden internationalen Auftritt Borussias. Im Europapokal der Landesmeister spielte Borussia Mönchengladbach gegen Real Madrid, wo mittlerweile Günter Netzer und Paul Breitner unter Vertrag standen, 2:2. Beim Rückspiel (17. März 1976), das 1:1 endete, erkannte der Schiedsrichter Leonardus van der Kroft zwei Mönchengladbacher Tore nicht an. In der 68. Minute einen Treffer von Henning Jensen und in der 83. Minute von Hans-Jürgen Wittkamp. Einmal soll ein Foul dem Tor vorausgegangen sein, einmal entschied der Schiedsrichter auf Abseits, obwohl es der Linienrichter nicht angezeigt hatte. Das Unentschieden reichte den Madrilenen zum Weiterkommen.[30]

In der Saison 1976/77 ging Lattek mit einer fast unveränderten Mannschaft an den Start. Da sich Wolfgang Kleff verletzte, verpflichtete der Verein einen neuen Torwart. Mit Wolfgang Kneib, der vom SV Wiesbaden kam, fand Lattek einen sicheren Ersatzmann. Am letzten Spieltag brauchte Borussia noch einen Punkt zur erneuten Titelverteidigung. Das Spiel fand auswärts gegen den FC Bayern München statt, den damaligen Sechsten der Tabellen und endete mit dem benötigten 2:2 durch ein Eigentor in der 90. Minute durch Hans-Jürgen Wittkamp. Borussia machten den Titel-Hattrick perfekt und gewann am 21. Mai 1977 zum dritten Mal hintereinander und zum fünften Mal insgesamt den Deutschen Meistertitel. Der Däne Allan Simonsen empfing nach dieser Saison die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres mit dem Ballon d’Or.

Die Mannschaft verpasste in der Folgesaison 1977/78 den vierten Meistertitel hintereinander nur knapp. Punktgleich mit dem 1. FC Köln musste sich Mönchengladbach lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz geschlagen geben. Die Borussia gewann am letzten Spieltag mit 12:0 gegen Borussia Dortmund, was bis heute den höchsten Sieg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga darstellt. Da die Domstädter ihrerseits das letzte Spiel beim FC St. Pauli mit 5:0 gewannen, rettete ihnen eine um drei Tore bessere Tordifferenz die Meisterschaft. Erstmals in der Bundesliga waren Erster und Zweiter nach Saisonende punktgleich. Die Borussia hätte durch einen Sieg im direkten Vergleich gegen den 1. FC Köln einige Wochen zuvor die Meisterschaft zu ihren Gunsten entscheiden können. Das Spiel endete jedoch unentschieden, dem Kölner Spieler Heinz Flohe gelang in der 83. Minute der Ausgleich. Das Endspiel im Europapokal der Landesmeister in Rom (25. Mai 1977) gegen den FC Liverpool ging 1:3 verloren.

Durch einen Verzicht des FC Liverpool nahm Borussia am Weltpokal teil, der zu dieser Zeit noch Interkontinental-Pokal hieß. Am 21. März 1978 fand im Stadion La Bombonera in Buenos Aires das Hinspiel gegen die Boca Juniors statt, welches unentschieden endete. Das Rückspiel am 1. August 1978 im Karlsruher Wildparkstadion verlor Borussia, der Weltpokal ging nach Argentinien. Im erstmalig ausgetragenen Kirin-Cup spielte die Borussia am 28. Mai 1978 im Finale gegen SE Palmeras aus Brasilien 1:1, woraufhin beide Mannschaften zum Sieger erklärt wurden.

In der darauffolgende Saison 1978/79 trainierte Udo Lattek die Borussia zum letzten Mal. Viele Stammspieler wie der spätere Vize-Präsident Rainer Bonhof verließen den Verein oder verkündeten ihr Karriereende, etwa Jupp Heynckes und Berti Vogts. Lattek gelang es nicht, diese Abgänge durch geeignete Neuverpflichtungen zu kompensieren. Am 30. Spieltag lag die Mannschaft auf Platz 15 mit einer Torbilanz von 38:47 Toren, verbesserte sich mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen noch auf den zehnten Tabellenplatz. Es war die erste Saison seit langer Zeit, die der Verein mit einer negativen Torbilanz abschloss. Borussia verpflichtete Jupp Heynckes in dieser Saison als Assistenztrainer von Lattek. Der zweite internationale Titel bahnte sich am 9. Mai 1979 an. Das Hinspiel im UEFA-Pokal gegen Roter Stern Belgrad endete unentschieden. Im Rückspiel am 23. Mai 1979 reichte Borussia zu Hause ein 1:0-Sieg, um zum zweiten Mal den UEFA-Pokal zu gewinnen.

Nach dem Weggang von Lattek in der Saison Saison 1979/80 ernannte der Verein Jupp Heynckes zum Cheftrainer. Die Saison war geprägt durch zwei Neuzugänge. Der Verein verpflichtete Harald Nickel von Eintracht Braunschweig. Mit einer Ablösesumme von 1,15 Millionen DM war dies der bis dahin teuerste Neueinkauf. Aus Herzogenaurach kam Lothar Matthäus. Borussia beendete die Saison auf dem siebten Tabellenplatz, mit einem knapp positiven Torverhältnis. Am 7. Mai 1980 stand Borussia Mönchengladbach erneut in einem Endspiel um den UEFA-Cup. Zu Hause gewann die Mannschaft gegen Eintracht Frankfurt mit 3:2. Im Rückspiel am 21. Mai 1980 gewann Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0 und sicherte sich den Pokal aufgrund der größeren Anzahl an geschossenen Auswärtstoren.

1980 bis 1996 – Spitzenmannschaft, Abstiegskampf und DFB-Pokalsieg

Spielzeiten 1980/81 – 1995/96
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1980/81 6. Platz 68:64 37:31 18.411
1981/82 7. Platz 61:51 40:28 20.582
1982/83 12. Platz 64:63 28:40 16.720
1983/84 3. Platz 81:48 48:20 20.353
1984/85 4. Platz 77:53 39:29 18.739
1985/86 4. Platz 65:51 42:26 16.294
1986/87 3. Platz 74:44 43:25 17.441
1987/88 7. Platz 55:53 33:35 14.294
1988/89 6. Platz 44:43 38:30 13.294
1989/90 15. Platz 37:45 30:38 19.660
1990/91 9. Platz 49:54 35:33 19.291
1991/92 13. Platz 37:49 34:42 21.679
1992/93 9. Platz 59:59 35:33 23.661
1993/94 10. Platz 65:59 35:33 26.959
1994/95 5. Platz 66:41 43:25 31.404
1995/96 4. Platz 52:51 53 31.232
Uwe Kamps

In den 1980ern konnte Borussia nicht mehr an Titelreigen des vergangenen Jahrzehnts anknüpfen und verlor den Anschluss an den einstmaligen Rivalen aus München. Bedingt durch die fehlenden Zuschauereinnahmen aus dem kleinen Bökelbergstadion musste der Verein immer wieder Leistungsträger verkaufen. Trotzdem gelang es, sich häufig im oberen Tabellendrittel der Bundesliga festzusetzen und im Meisterschaftskampf mitzuspielen. In der Saison 1980/81 verließen viele langjährige Spieler und Leistungsträger den Verein, darunter Karl Del’Haye der als erster Spieler gilt, der durch den FC Bayern München in feindlicher Absicht verpflichtet wurde.[31] Borussia verpflichtete mit Wolfram Wuttke nur einen auffallenden Spieler. Im Tor ersetzte Uli Sude Wolfgang Kleff. Die Mannschaft erreichte in dieser Saison den sechsten Tabellenplatz. Die sportliche Bilanz verbesserte sich in den folgenden zwei Spielzeiten nicht. Mit einem siebten Platz 1982 verpasste Borussia die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben. Im darauffolgenden Jahr hütete Uwe Kamps erstmals das Tor, der lange Zeit Stammtorwart blieb.

In der Saison 1983/84 spielte Borussia lange um den Titel mit. Mit Bernd Krauss, Michael Frontzeck und Uli Borowka verpflichtete die Borussia Spieler, die lange Zeit erfolgreich für den Verein spielten. Am Ende landete sie punktgleich hinter dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV auf dem dritten Platz. Es war das erste Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass drei Vereine punktgleich die Tabelle am letzten Spieltag anführten. In dieser Saison erreichte Borussia das DFB-Pokal-Finale. Im Spiel gegen den FC Bayern München kam es zum Elfmeterschießen, das Bayern München gewann.

Einen der Elfmeter verschoss Lothar Matthäus, der ab der darauffolgenden Saison für eine neue Rekordablösesumme von 2,25 Millionen DM beim FC Bayern München spielte. Die enttäuschten Mönchengladbacher Fans vermuteten, dass Matthäus den Elfmeter absichtlich verschoss. Noch etliche Jahre später beschimpften Borussias Anhänger Matthäus mit „Judas“-Rufen, wenn die Bayern zu Gast waren.[32]

In der Saison 1984/85 gelang Borussia mit einem 10:0 am achten Spieltag über Eintracht Braunschweig der bislang letzte zweistellige Sieg der Bundesligageschichte.[33] Im Halbfinale des DFB-Pokals traf der VfL abermals auf den FC Bayern München. Nachdem in der regulären Spielzeit im Münchener Olympiastadion keine Tore gefallen waren, verwandelte Søren Lerby in der 101. Minute einen Foulelfmeter gegen Borussias Torhüter Ulrich Sude. Dieses blieb das einzige Tor des Abends, so dass Borussia den Einzug ins Finale verpasste.

Die Spielzeit 1985/86 brachte in der Bundesliga sportlich keine Höhepunkte. Einen 5:1-Sieg vom 27. November 1985 in Düsseldorf gegen Real Madrid verschenkte Borussia Mönchengladbach im Rückspiel (11. Dezember 1985), als der Verein in Madrid mit 0:4 verlor und aus dem UEFA-Pokal ausschied.

In der Saison 1986/87 stand erneut ein Trainerwechsel an. Jupp Heynckes verkündete seinen Wechsel zum FC Bayern München. Der Verein nominierte Wolf Werner zum neuen Trainer. Zu Saisonende stand Borussia mit dem dritten Tabellenplatz letztmals in dieser Dekade auf einem UEFA-Cup-Platz. Der Verband Deutscher Sportjournalisten wählte Uwe Rahn zum Spieler des Jahres. Wieder erreichte Borussia das Halbfinale des DFB-Pokals. Aber auch dieses Mal schied Borussia gegen den späteren DFB-Pokalsieger Hamburger SV aus. Am 22. April 1987 schied Borussia gegen den schottischen Vertreter Dundee United durch eine Niederlage auf dem heimischen Bökelberg im Halbfinale des UEFA-Pokals aus. Es war gleichzeitig die erste Niederlage in einem Europapokal-Spiel auf dem Bökelberg. Nach dem Weggang von Jupp Heynckes endete die Ära der langjährigen Engagements von Cheftrainern. In den ersten 23 Jahren von 1964 bis 1987 hatte die Borussia lediglich drei Übungsleiter; seit dem Weggang von Heynckes verpflichtete die Borussia bis einschließlich 2008 16 neue Trainer, Interimslösungen ausgenommen. Dabei war Werners Freistellung am 21. November 1989 die erste vorzeitige Entlassung eines Trainers bei der Borussia überhaupt. Nur zwei späteren Trainern gelang es, länger als drei Jahre in Mönchengladbach erfolgreich zu sein, Bernd Krauss (1992 bis 1996) und Hans Meyer (1999 bis 2003).

In der nächsten Saison verpflichtete Borussia mit Stefan Effenberg einen Spieler, der für den Verein lange und erfolgreich tätig war. Die Borussia beendete die Spielzeit auf den siebten Platz und verpasste damit die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. In den frühen 1990ern Jahren folgte ein deutlicher Abwärtstrend. Infolge des sportlichen Niedergangs waren erstmals die Zuschauerzahlen am Bökelberg rückläufig. Bereits in der Saison 1989/90 spielte der Verein gegen den Abstieg. In den folgenden Jahren platzierte sich Borussia im Mittelfeld der Liga. In der Saison 1991/92 spielte Borussia wieder eine gute Pokalsaison. Im Pokal-Halbfinale hielt Torhüter Uwe Kamps im Elfmeterschießen alle vier Elfmeter der Spieler von Bayer 04 Leverkusen. Borussia erreichte damit das Finale. Das Finale am 23. Mai 1992 verloren die Mönchengladbacher gegen den damaligen Zweitligisten Hannover 96 mit 3:4 im Elfmeterschießen.

Im Jahr 1993 verpflichtete der Verein die Spieler Heiko Herrlich und Patrik Andersson; 1994 kam Stefan Effenberg zurück, der bereits von 1987 bis 1990 für Borussia Mönchengladbach spielte. Unter Trainer Bernd Krauss gelang ein erneuter Anschluss an die Bundesliga-Spitze. In der Saison 1994/95 folgte der erste Titel für Borussia seit 1979. Am 24. Juni 1995 gewann Mönchengladbach durch einen 3:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg zum dritten Mal den DFB-Pokal. Das am 5. August 1995 im Düsseldorfer Rheinstadion ausgetragene Spiel um den Supercup gewann der Deutsche Meister Borussia Dortmund mit 1:0.

1996 bis 2004 – Niedergang, Abstieg, Wiederaufstieg

Spielzeiten 1996/97 – 2003/04
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1996/97 11. Platz 46:48 43 30.152
1997/98 15. Platz 54:59 38 27.435
1998/99 18. Platz 41:79 21 26.082
1999/00 5. Platz 60:43 54 22.676
2000/01 2. Platz 62:31 62 19.888
2001/02 12. Platz 41:53 39 30.231
2002/03 12. Platz 43:45 42 28.921
2003/04 11. Platz 40:49 39 32.276
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
gelb unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga

Nach der Hinrunde der Saison 1996/97 belegte die Borussia den 17. Tabellenplatz. Der Verein entließ Trainer Krauss aufgrund des sportlichen Misserfolgs. Am Saisonende standen die Mönchengladbacher auf Platz 11. Keiner der weiteren vier Trainer nach Krauss blieb länger als ein Jahr im Amt. Unter Friedel Rausch konnte die Borussia nach einem dramatischen Saisonfinale 1998 die Klasse halten. Vor dem letzten Spieltag standen die Borussen mit drei Punkten Rückstand auf einem Abstiegsplatz. Am letzten Spieltag der Saison gelang ein 2:0-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg; der Karlsruher SC verlor bei Hansa Rostock und stieg aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ab.

Die Nordkurve im Bökelbergstadion

Auf dem internationalen Parkett enttäuschte die Saison trotz zweier Siege in der ersten Runde des UEFA-Cups gegen den FC Arsenal. Borussia verlor in der zweiten Runde das Hinspiel mit 2:4 gegen den AS Monaco, den bislang letzten Sieg erreichte Borussia mit einem 1:0 in Monaco, schied jedoch aus dem Wettbewerb aus. In der Saison 1998/99 siegte die Borussia am ersten Spieltag mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 und stand damit für 13 Jahre letztmals für eine Woche an der Tabellenspitze. In der Folge verlor die Mannschaft sechs Begegnungen und holte zwei Unentschieden, so dass sie am neunten Spieltag am Tabellenende stand. Am zehnten und elften Spieltag folgten mit einem 2:8 gegen Bayer 04 Leverkusen und einem 1:7 beim Vfl Wolfsburg zwei hohe Niederlagen in Folge. Die Mannschaft verblieb bis zum Saisonende auf Tabellenplatz 18. Nach insgesamt 21 verlorenen Spielen war die Konsequenz erstmals der Abstieg aus der Bundesliga. Als personelle Konsequenz des Abstiegs verließen mehrere Leistungsträger, darunter Torwart Robert Enke, Verteidiger Patrik Andersson sowie die Mittelfeldspieler Karlheinz Pflipsen und Sebastian Deisler den Verein.

Tafel am Borussia Park mit allen Spielern der Jahrhundertelf

Die erste Saison in der 2. Bundesliga begann ähnlich, wie die vorherige beendet wurde. Im DFB-Pokal schied die Mannschaft frühzeitig nach einem verlorenen Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten SC Verl aus. Die Zweitligasaison 1999/2000 beendete die Borussia trotz schlechter Hinrunde noch auf dem fünften Tabellenplatz. Zum direkten Wiederaufstieg fehlten vier Punkte. Am 1. August 2000 feierte Borussia Mönchengladbach das 100-jährige Vereinsjubiläum. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden neben Trainer Hennes Weisweiler die folgenden Spieler von Borussia-Anhängern in die sogenannte Jahrhundertelf gewählt: Als Torwart Wolfgang Kleff, in der Abwehr Berti Vogts, Hans-Günter Bruns, Wilfried Hannes und Patrik Andersson, im Mittelfeld Rainer Bonhof, Stefan Effenberg, Herbert Wimmer und Günter Netzer sowie im Angriff Jupp Heynckes und Allan Simonsen. Später wurden großformatige Plakate mit Bildern der Spieler an der Nord- und Ostseite an der stählernen Außenkonstruktion des Stadions im Borussia-Park angebracht.

In der Saison 2000/01 konnte die Mannschaft als Zweitplatzierter der 2. Bundesliga den Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga feiern und erreichte das Halbfinale des DFB-Pokals, schied jedoch wie im Vorjahr gegen einen Regionalligisten (1. FC Union Berlin) nach Elfmeterschießen aus. Als erstplatzierter der nationalen Fair-Play-Wertung stand die Borussia im Jahr 2002 in der Verlosung um einen Platz im UEFA-Cup, das Los wurde jedoch nicht gezogen.[34] Auch in der Saison 2003/04 verpasste die Borussia die Teilnahme am UEFA-Cup. Am 17. März 2004 schied die Borussia durch eine 0:1-Niederlage gegen den damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen im Halbfinale des DFB-Pokals aus. Ein Sieg gegen die Alemannia hätte ausgereicht, da der Endspielgegner Werder Bremen aufgrund der Tabellenposition bereits für die Champions League qualifiziert war. Die Saison stand unter dem Motto Bye Bye Bökelberg, denn am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel im Bökelbergstadion statt. Die Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1; das letzte Tor auf dem Bökelberg köpfte Arie van Lent. Uwe Kamps wurde in der 82. Spielminute eingewechselt und kam zu seinem 457. Spiel in der Bundesliga.

2004 bis 2010 – Auf und Ab mit neuem Stadion

Spielzeiten 2004/05 – 2009/10
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
Umzug in das neue Stadion im Borussia Park
2004/05 15. Platz 35:51 36 49.168
2005/06 10. Platz 42:50 42 47.732
2006/07 18. Platz 23:44 26 47.485
2007/08 1. Platz 71:38 66 40.264
2008/09 15. Platz 39:62 31 47.367
2009/10 12. Platz 43:60 39 46.410
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
gelb unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
Dick Advocaat

Fünf Wochen später, am 30. Juli 2004, eröffnete Borussia feierlich das neue Stadion im Borussia-Park mit einem Kleinturnier gegen den FC Bayern München und den AS Monaco. Das 54.067 Zuschauer fassende, neu errichtete Stadion entspricht mit der Kategorie 4 den UEFA-Richtlinien für internationale Spiele. Durch den Umzug entwickelten sich die Zuschauerzahlen bei den Ligaspielen positiv. Im Bökelbergstadion bewegte sich der Zuschauerschnitt in den 1990er Jahren im Bereich von 26.000 bis 32.000 Zuschauern. In der ersten Saison im neuen Stadion schnellte der Zuschauerschnitt auf 49.168 Zuschauer hoch und war im Jahr 2004 der vierthöchste der Bundesliga.

Am 27.Oktober 2004 entließ der Verein Holger Fach wegen sportlichen Misserfolgs nach etwas mehr als einem Jahr als Cheftrainer. Ihm folgte der Niederländer Dick Advocaat. Die Borussia wollte mit dem neuen Stadion und dem renommierten Trainer ihre internationalen Ambitionen unterstreichen, doch die Erwartungen erfüllten sich nicht. Am 18. April 2005 trat Dick Advocaat als Cheftrainer zurück. Kurz darauf wurde Sportdirektor Christian Hochstätter, der 23 Jahre als Spieler und Funktionär im Verein tätig war, von seinen Aufgaben freigestellt. Peter Pander, der vorher beim VfL Wolfsburg tätig war, übernahm das Amt und unterzeichnete einen Vertrag über drei Jahre. Einen Monat nach Advocaats Entlassung unterzeichnete der bisherige U-23-Trainer Horst Köppel einen Vertrag als Cheftrainer. Unter seiner Regie schaffte Borussia in der Saison 2004/05 den vorzeitigen Klassenerhalt.

In der folgenden Saison 2005/06 verpasste der Verein einen einstelligen Tabellenplatz. Am 14. Mai 2006 trennte sich der Verein aufgrund der schlechten Rückrundenbilanz von Horst Köppel. Als Nachfolger stellte Borussia Jupp Heynckes vor, der die Mannschaft bereits von 1979 bis 1987 trainiert hatte.

In der Spielzeit 2006/07 schied die Borussia im DFB-Pokal beim Regionalligisten VfL Osnabrück bereits in der zweiten Runde aus. Nach einer enttäuschenden Hinrunde fand sich die Mannschaft mit nur 15 Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder. Heynckes trat am 31. Januar 2007 wegen sportlichen Misserfolges und Morddrohungen zurück.[35] Nachfolger wurde der bisherige Co-Trainer Jos Luhukay. Mit nur zwei Siegen und vier Unentschieden aus den verbliebenen 15 Spielen stieg die Borussia als Tabellenletzter ab.

Zuvor hatte sich der Verein am 8. März 2007 nach knapp zwei Jahren Amtszeit von Sportdirektor Peter Pander getrennt, dem eine verfehlte Personalpolitik vorgeworfen worden war. Als sein Nachfolger unterzeichnete Ex-Fußballprofi Christian Ziege einen Vertrag bis Sommer 2009. Im Sommer 2007 veränderte der Verein den Kader grundlegend. Dreizehn Spieler verließen den Verein, darunter mit Marcell Jansen der Publikumsliebling und WM-Teilnehmer. Im Gegenzug verpflichtete Borussia elf neue, vornehmlich offensive Spieler. Nach einem mäßigen Zweitligastart startete die Borussia eine Siegesserie und eroberte am neunten Spieltag den ersten Tabellenplatz, von dem sie bis zum letzten Spieltag nicht mehr verdrängt wurde. Durch insgesamt 33 Tore des Sturm-Duos Oliver Neuville und Rob Friend konnte die Borussia am 7. Mai 2008 durch ein 3:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden am 32. Spieltag 2007/08 vorzeitig den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga sicherstellen.[36]

Das neue Trikot zur Saison 2008/09 gestaltete der Verein im Stil der erfolgreichen 1970er Jahre, sportlich jedoch missglückte der Borussia zunächst ein erfolgreiches Comeback. Einen Tag nach dem verlorenen Rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln am siebten Spieltag entließ der Verein Jos Luhukay. Hans Meyer trat die Nachfolge an. Für Meyer war es bereits das zweite Engagement in Mönchengladbach. Für Christian Ziege, der kurzzeitig als Co-Trainer fungierte, übernahm Max Eberl den Posten des Sportdirektors.[37] Mit elf Punkten belegte Borussia nach der Hinrunde den letzten Tabellenplatz. In der Winterpause verpflichtete der Verein ausschließlich Spieler für die Defensive. Die Borussia sammelte in der Rückrunde 20 Punkte und konnte zum Saisonende den 15. Tabellenplatz erreichen und somit den Abstieg verhindern. Die 31 Punkte stellten dabei einen Rekord dar, denn es war bis dahin die niedrigste Punktzahl, mit der ein Verein seit Einführung der Dreipunkteregelung nicht abgestiegen ist. Trainer Hans Meyer trat zum Saisonende aus persönlichen Gründen zurück.

Als neuen Trainer verpflichtete der Verein zur Saison 2009/10 Michael Frontzeck. Mit dem Venezolaner Juan Arango und dem Argentinier Raúl Bobadilla wurden zwei Spieler verpflichtet, die dem Offensivspiel der Borussia neue Impulse geben sollten. Für den zu Werder Bremen gewechselten Marko Marin wurde der von der Spielweise ähnliche Marco Reus verpflichtet, der bis dahin für Rot Weiss Ahlen in der 2. Bundesliga spielte. Am 10. Spieltag gab es bei der Begegnung gegen den 1. FC Köln ein Novum in der Bundesligageschichte. Nach Übergriffen von rivalisierenden Fangruppen im Vorfeld des Spieles in der Vorsaison sorgte neben einem massivem Polizeiaufgebot ein Alkohol- beziehungsweise Ausschankverbot für Sicherheit.[38][39] Nach dem 17. Spieltag stand die Borussia mit 21 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Ein Kuriosum gab es im Spiel gegen Hannover 96: Beim 5:3 im Borussia-Park schossen die Gäste drei Eigentore, ein Rekord in einem Bundesligaspiel. Im DFB-Pokal scheiterte die Borussia im fünften Jahr hintereinander in der zweiten Hauptrunde. In der Bundesliga konnte sich die Borussia im Vergleich zur Vorsaison verbessern und belegte abschließend den zwölften Tabellenplatz.

Seit 2010 – Vom Tabellenende zu neuen Vereinsrekorden

Spielzeiten 2010/11 – 2013/14
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2010/11 16 48:65 36 45.188
2011/12 04 49:24 60 51.819
2012/13 08 45:49 47 49.534
2013/14 06 59:43 55 52.233
hellgelb unterlegt: Teilnahme an der Relegation zum Verbleib in der Bundesliga.
Trainer Lucien Favre bewahrte 2011 die Mannschaft vor dem Abstieg und führte sie 2012 zurück auf die internationale Bühne
Saison 2011/12: Szene im Auswärtsspiel gegen den späteren deutschen Meister Borussia Dortmund am 21. April 2012

Zum 110-jährigen Jubiläum brachte der Verein eine DVD heraus, auf der in einem 110-minütigen Film die Vereinsgeschichte erzählt wird. Am 28. Juli 2010 wurde er in einem Mönchengladbacher Kino uraufgeführt. Im DFB-Pokal 2010/11 wurde zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder das Achtelfinale erreicht. In der Bundesliga gelang zwar nach 16 Jahren der erste Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen, am Ende der Vorrunde landete der Verein aber auf dem letzten Platz.

Aufgrund der saisonübergreifend schlechten sportlichen Leistung gründete ein Zusammenschluss von Führungskräften aus der lokalen Wirtschaft die Initiative Borussia, die der Vereinsführung Missmanagement vorwarf. Nach Meinung der Initiative sollten die alten, verkrusteten Strukturen aufgelöst werden, um der Borussia eine Zukunft zu ermöglichen. So sollte das eingenommene Geld eher in den Sport als in den geplanten Museumskomplex mit angeschlossenem Hotel investiert werden.[40] Auf der Hauptversammlung im Jahr 2011 stimmten nur 335 der 4769 anwesenden Mitglieder für die Ziele der Initiative. [41][42][43]

Beim Bundesliga-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 schoss Marco Reus das 2500. Bundesligator im 1445. Spiel. Andere Jubiläumstorschützen waren Jupp Heynckes (500), Carsten Nielsen (1000), Uwe Rahn (1500) und Martin Dahlin (2000).[44]

Erster Neuzugang zur Winterpause war der von Hannover 96 ablösefrei kommende Stürmer Mike Hanke.[45] In der Abwehr verstärkten Håvard Nordtveit und Martin Stranzl das Team. Am 13. Februar 2011 wurde Michael Frontzeck aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit seines Traineramtes enthoben. Ausschlaggebend waren die beiden Niederlagen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten VfB Stuttgart und FC St. Pauli.[46][47] Lucien Favre wurde als neuer Cheftrainer bekanntgegeben.[48] Nachdem die Mannschaft bis zum 30. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz stand, erreichte sie durch drei Siege in Folge zum Saisonabschluss noch den 16. Platz, der zur Teilnahme an zwei Relegationsspielen gegen den VfL Bochum berechtigte.[49] Hierbei verhinderte die Borussia durch ein 1:0 im Hinspiel und ein 1:1 in Bochum den Abstieg.[50]

Der schlechte Saisonverlauf schlug sich in den Besucherzahlen im Borussia-Park nieder. Zu den 17 Heimspielen kamen im Schnitt 45.188 Zuschauer,[51] was einer Auslastung des Stadions von 83,6 % und damit dem geringsten Zuschauerzuspruch aller Erstligisten entsprach.

In die Saison 2011/12 startete die Borussia mit einem 3:1-Sieg bei SSV Jahn Regensburg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokal und in der Liga mit einem prestigeträchtigen 1:0-Auswärtserfolg beim FC Bayern München. Am dritten Spieltag war die Borussia nach einem 4:1-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg erstmals seit dem ersten Spieltag der Saison 1998/99 wieder Tabellenführer. Nach fünf Spieltagen lag der Verein auf dem dritten Tabellenplatz; mit 10 Punkten aus drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage hatte der VfL bereits soviele Punkte auf dem Konto wie nach der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Die beste Hinrunde seit 35 Jahren schloss die Mannschaft mit 33 Punkten aus zehn Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen als Tabellenvierter ab.[52] Nur elf Gegentore in den 17 Spielen der Hinrunde bedeuteten zudem einen neuen Vereinsrekord. Als erster Borusse nach Marko Marin im Jahr 2008 debütierte Marco Reus am 7. Oktober beim 3:1-Sieg gegen die Türkei in der Nationalmannschaft. Das Jahr 2011 beendete die Mannschaft am 21. Dezember mit dem Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals durch einen 3:1-Sieg gegen den Titelverteidiger FC Schalke 04.

In der Vorbereitungsphase auf die Rückrunde gaben Marco Reus und Roman Neustädter bekannt, den Verein zum Ende der Saison zu verlassen.[53] Zum Auftakt der Rückrunde am 20. Januar 2012 gelang ein 3:1-Heimerfolg gegen den FC Bayern München. Dies war nach den Begegnungen in der Saison 1995/96 erst das zweite Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass die Borussia Hin- und Rückspiel gegen die Münchner gewinnen konnte.[54] Ein dritter Sieg in Folge gegen die Bayern blieb ihr verwehrt: Im Halbfinale des DFB-Pokal schied die Mannschaft im Borussia-Park nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen mit einer 2:4-Niederlage aus.[55] Die beste Liga-Saison seit 17 Jahren (mit den wenigsten Gegentoren in der gesamten Ligazugehörigkeit) schloss die Mannschaft als Tabellenvierter ab, wodurch sich der Verein für die Play-offs zur UEFA Champions League 2012/13 qualifizierte. Der Gegner Dynamo Kiew wurde am 10. August 2012 bei der Auslosung in Nyon zugewiesen. Beim Zuschauerzuspruch wurde in den 17 Heimspielen mit durchschnittlich 51.819 Besuchern ein neuer Vereinsrekord aufgestellt.[56] Mit Abwehrspieler Dante verließ nach Reus und Neustädter am Saisonende ein weiterer Leistungsträger den Verein.[57] Lucien Favre wertete den Verlust der drei Abgänger so, „als würde der FC Barcelona auf einmal Messi, Xavi und Piqué verlieren.“[58] Feldspieler Marco Reus, Torwart Marc-André ter Stegen und Trainer Lucien Favre wurden in einer Umfrage des Kicker-Sportmagazins von den Profis der Fußball-Bundesliga als beste Akteure der abgelaufenen Saison gewählt.[59] Darüber hinaus gewann Reus als Nachfolger von Manuel Neuer und 25 Jahre nach Uwe Rahn als vierter Mönchengladbacher Borusse die Wahl zum Fußballer des Jahres.[60] Bei der Wahl zum Trainer des Jahres belegte Favre hinter Jürgen Klopp den zweiten Platz.[61]

Zur Saison 2012/13 wurden mit Luuk de Jong von Twente Enschede (12 Millionen Euro)[62][63] und Granit Xhaka vom FC Basel (8,5 Millionen Euro) [64][65] die bisher teuersten Transfers in der Geschichte des Vereins getätigt. Insgesamt investierte die Borussia über 30 Millionen Euro in neue Spieler.[66] Bis zum 20. Juni 2012 setzte die Geschäftsstelle 30.000 Dauerkarten für die Heimspiele der neuen Saison ab, womit der Vereinsrekord aus der Vorsaison (27.500 Dauerkarten) übertroffen werden konnte.[67] Zu den Veranstaltungen zur Saisoneröffnung erschienen 100.000 Fans im Borussia-Park.[68]

Im DFB-Pokal schied die Mannschaft bereits in der zweiten Pokalrunde durch ein 0:1 nach Verlängerung bei Fortuna Düsseldorf aus.[69] In der Bundesliga beendete das Team eine in den gezeigten Leistungen wechselhafte Ligahalbserie mit 25 Punkten nach einem 1:1 im Auswärtsspiel beim Herbstmeister Bayern München auf dem achten Tabellenplatz. Das Geschäftsjahr 2012 schloss der Verein mit einem Rekordumsatz in Höhe von 122 Millionen Euro ab, womit der bisherige Rekord von 72 Millionen Euro aus dem Jahr 2011 deutlich gesteigert werden konnte.[70] In der Rückrunde fehlte der Mannschaft wieder die notwendige Konstanz, um an die Leistungen der Vorsaison anzuschließen und sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Zum Saisonabschluss verlor die Borussia im eigenen Stadion mit 3:4 gegen den neuen deutschen Meister Bayern München und beendete die Saison auf dem achten Tabellenplatz. Trotz der Niederlage war Gladbach die erste Mannschaft der Bundesligageschichte, die drei Treffer innerhalb der ersten zehn Spielminuten gegen die Münchener erzielte.[71] Die Begegnung war gleichzeitig das letzte Bundesligaspiel von Bayern-Trainer und „Alt-Borusse“ Jupp Heynckes.[72]

In der Qualifikation für die Champions League 2012/13 verpasste der VfL gegen Dynamo Kiew nach einer 1:3-Heimniederlage[73] und einem 2:1-Auswärtssieg den Einzug in die Gruppenphase. Stattdessen qualifizierte sich die Mannschaft für die Teilnahme an der Europa League.[74] Dort wurden den Gladbachern die Teams von der AEL Limassol, Fenerbahçe Istanbul und Olympique Marseille als Gegner in zugelost.[75][76] Am 20. September 2012 spielte die Borussia zum ersten Mal seit dem Ausscheiden gegen die AS Monaco vor 16 Jahren im UEFA-Pokal erneut in einem Europapokalwettbewerb; das Europa League-Gruppenspiel bei der AEL Limassol endete mit einem 0:0. Den ersten Sieg verzeichnete die Mannschaft im dritten Gruppenspiel beim 2:0 zu Hause gegen Olympique Marseille.[77] Am 22. November 2012 qualifizierten sich die Gladbacher nach einem 2:0-Heimsieg gegen die AEL Limassol als Tabellenzweiter hinter Fenerbahçe Istanbul vorzeitig für das Sechzehntelfinale, in dem der Gegner Lazio Rom war. Im Hinspiel am 14. Februar 2013 kam die Borussia im heimischen Stadion nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus[78] und schied in der Woche darauf nach einer 0:2-Niederlage im Rückspiel in Rom aus dem Wettbewerb aus.[79]

Christoph Kramer, sechster Weltmeister aus den Reihen der Borussia

In der Vorbereitung auf die Saison 2013/14 belegte der VfL beim Telekom Cup im heimischen Borussia-Park nach einem 1:0-Sieg im Halbfinale gegen Borussia Dortmund und einer 1:5-Niederlage im Finale gegen Bayern München den zweiten Platz. Im DFB-Pokal scheiterte die Mannschaft am 4. August 2013 nach schwacher Leistung erstmals seit 2004 in der ersten Runde nach torlosen 120 Minuten durch ein 4:5 im Elfmeterschießen beim Drittligisten SV Darmstadt 98. Im September 2013 überschritt der Verein die Marke von 60.000 Mitgliedern, womit sich die Zahl der Mitglieder seit dem Jahr 2000 verzehnfachte und der VfL gemessen an den Mitgliederzahlen hinter Bayern München, Schalke 04, Borussia Dortmund und dem Hamburger SV der fünftgrößte Fußballverein in Deutschland wurde.[80] Am 14. Spieltag stellte die Borussia nach einem 1:0 gegen den SC Freiburg als Tabellenvierter der Bundesliga mit sieben Heimsiegen in Folge seit Saisonbeginn einen neuen Vereinsrekord auf,[81] den sie mit dem 2:1 am 15. Spieltag gegen Schalke 04 auf acht Heimsiege ausbaute. Die erste Saisonhälfte beendete die Borussia nach dem 2:2-Unentschieden im letzten Heimspiel 2013 mit zehn Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen als Tabellendritter, was der besten Ligaplatzierung seit 19 Jahren entsprach.[82] Jedoch rutschte die Mannschaft im schlechtesten Rückrundenauftakt der Vereinsgeschichte am 24. Spieltag sieglos und nach nur drei hinzugewonnenen Punkten auf den achten Tabellenplatz ab. Den ersten Dreipunktegewinn in der Rückrunde nach neun sieglosen Spielen hintereinander verbuchte der VfL am 15. März 2014 beim 2:1-Auswärtserfolg gegen Borussia Dortmund, dem ersten Gladbacher Sieg im Westfalenstadion seit der Saison 1997/98. Eine noch längere Durststrecke endete für die Borussia am 32. Spieltag mit dem 1:0-Auswärtssieg gegen Schalke 04, dem ersten Erfolg in Gelsenkirchen seit mehr als 22 Jahren.[83] Dabei erzielte die Mannschaft mit lediglich einem einzigen Foul während der 90 Spielminuten einen neuen Fair Play-Rekord in der Bundesliga.[84] Die Saison schloss Gladbach als Tabellensechster ab und erreichte damit die Play-off-Runde der UEFA Europa League 2014/15. Mit durchschnittlich 52.233 Zuschauern in den 17 Heimspielen übertraf der Verein die bisherige Bestmarke aus der Saison 2011/12.[85]

Beim Telekom Cup 2014 belegte die Borussia nach einer 6:7-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bayern München[86] und einer 1:3-Niederlage im Spiel um Platz 3 gegen den Hamburger SV[87] nur den vierten und damit letzten Platz. Zum Auftakt der Saison 2014/15 setzte sich der VfL in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 3:1 gegen den Regionalligisten FC 08 Homburg durch[88] und erreichte in der Bundesliga ein 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Den Ausgleichstreffer gegen Borussias kolportierten „Angstgegner“ erzielte Christoph Kramer,[89] der im Juli 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft den Titel bei der WM in Brasilien gewonnen hatte und damit 40 Jahre nach Rainer Bonhof, Berti Vogts, Günter Netzer, Jupp Heynckes und Wolfgang Kleff zum sechsten Weltmeister des Vereins avanciert war.[90] Durch einen 3:2-Auswärts- und einen 7:0-Heimsieg gegen den FK Sarajevo in den Play-off-Spielen zog der VfL in die Gruppenphase der UEFA Europa League ein.[91] Letzterer war Borussias höchster Sieg auf europäischer Ebene seit dem 9:1-Erfolg gegen den ÍB Vestmannaeyja in der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger 1973/74. Noch höher als diese beiden Ergebnisse fiel nur der 10:0-Sieg gegen EPA Larnaka in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister 1970/71 aus.

Struktur und Organisation

Präsidium und Management

Seit 1948 wird das Amt eines Präsidenten besetzt. Erster Präsident wurde der ehemalige Spieler Edmund Pulheim, unter dessen Führung der Verein im Jahr 1949 der Gemeinschaft der Vertragsspieler-Klubs beitrat.[92] Erfolgreichster Präsident war Helmut Beyer, der ab 1962 30 Jahre lang den Verein führte. Von 1992 bis zu seinem Tod im Januar 2011 war er Ehrenpräsident des Vereins. Zusammen mit Manager Helmut Grashoff und Alfred Gerhards lenkte das Trio über viele Jahre die Geschicke des Vereins. Während dieser Zeit konnte die Borussia unter anderem fünf Meistertitel erringen. Im Jahr 1990 trat Rolf Rüssmann die Nachfolge von Grashoff als Manager an, 1992 nahm der ehemalige Konditionstrainer Karl-Heinz Drygalsky das Präsidentenamt an. In diesen Jahren entstanden die Pläne zum Bau eines neuen Stadions, die sich jedoch erst nach der Jahrtausendwende konkretisierten. Drygalsky trat nach mehreren Auseinandersetzungen mit Rüssmann 1997 zurück. Rüssmann selbst trat am 10. November 1998 nach den sich mehrenden sportlichen Misserfolgen zurück.

Der nächste Präsident war Wilfried Jacobs, der für zwei Jahre im Amt blieb.[93] Sein Nachfolger Adalbert Jordan brachte das Projekt Stadionneubau endgültig auf den Weg.[94] Er verstarb jedoch noch vor der Fertigstellung des Stadions am 27. März 2004 nach schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren. Jordan hatte das Präsidentenamt bei Borussia von September 1999 an inne. Er war zusammen mit Nachfolger Rolf Königs und dem damaligen Sportdirektor Christian Hochstätter wesentlich für die finanzielle Sanierung des Vereins verantwortlich. Königs ist seit 2004 Präsident des Vereins, die beiden Vize-Präsidenten sind Siegfried Söllner sowie seit 2009 Rainer Bonhof. Bonhof war in seiner aktiven Zeit als Spieler lange für Borussia Mönchengladbach aktiv, ebenso Max Eberl, der seit dem 19. Oktober 2008 als Nachfolger von Christian Ziege die Funktion des Sportdirektors ausführt.[37]

Am 15. Juni 2011 gab der Verein bekannt, dass Hans Meyer durch den Aufsichtsrat als viertes Präsidiumsmitglied in den Vorstand von Borussia Mönchengladbach gewählt wurde. Meyer soll die sportliche Komponente bei Borussia Mönchengladbach unterstützen.[95]

Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH

Am 1. Januar 2003 wurde die Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH gegründet. Die Gesellschaft hatte im Jahr 2010 187 Mitarbeiter, davon 30 Lizenzspieler. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz 65,2 Millionen Euro, der Jahresüberschuss lag bei rund 403.000 Euro. 2011 wurde ein Umsatz von 78 Millionen Euro erwirtschaftet. 2012 betrug der Umsatz 122 Millionen Euro bei einem Gewinn von 15 Millionen Euro.[96]

Der Aufsichtsrat besteht aus sieben Personen (Hermann Jansen, Norbert Bocks, Dirk W. Rosenbaum, Stefan Krebs, Reiner Körfer, Gunter Konrad und Jürgen Kämper).[97]

Borussia Mönchengladbach ist zu 51 % an der medicoreha Borussia Mönchengladbach-Sportrehabilitation GmbH, Mönchengladbach, sowie zu 39,4 % an der PPG-Nordpark GmbH, Mönchengladbach, beteiligt.

Spieler und Trainer

Aktueller Kader 2014/15

(Stand: 23. August 2014)

Nr. Spieler Nation Geboren am Im Verein seit
Torhüter
1 Yann Sommer SchweizerSchweizer 17. Dez. 1988 2014
21 Janis Blaswich DeutscherDeutscher 02. Mai  1991 2011
33 Christofer Heimeroth DeutscherDeutscher 01. Aug. 1981 2006
Abwehr
3 Filip Daems (C)Kapitän der Mannschaft BelgierBelgier 31. Okt. 1978 2005
4 Roel Brouwers NiederländerNiederländer 25. Nov. 1981 2007
15 Álvaro Domínguez SpanierSpanier 15. Mai  1989 2012
17 Oscar Wendt SchwedeSchwede 24. Okt. 1985 2011
19 Fabian Johnson AmerikanerAmerikaner DeutscherDeutscher 11. Dez. 1987 2014
20 Nico Brandenburger DeutscherDeutscher 17. Jan. 1995 2013
24 Tony Jantschke DeutscherDeutscher 07. Apr. 1990 2008
27 Julian Korb DeutscherDeutscher 21. Mär. 1992 2006
39 Martin Stranzl ÖsterreicherÖsterreicher 16. Juni 1980 2011
Mittelfeld
6 Mahmoud Dahoud DeutscherDeutscher SyrerSyrer 01. Jan. 1996 2013
7 Patrick Herrmann DeutscherDeutscher 12. Feb. 1991 2008
8 Ibrahima Traoré GuineaerGuineaer 21. Apr. 1988 2014
14 Thorben Marx DeutscherDeutscher 01. Juni 1981 2009
16 Håvard Nordtveit NorwegerNorweger 21. Juni 1990 2011
18 Marvin Schulz DeutscherDeutscher 15. Jan. 1995 2004
23 Christoph Kramer DeutscherDeutscher 19. Feb. 1991 2013
26 Thorgan Hazard BelgierBelgier 29. Mär. 1993 2014
28 André Hahn DeutscherDeutscher 13. Aug. 1990 2014
34 Granit Xhaka SchweizerSchweizer 27. Sep. 1992 2012
Sturm
10 Max Kruse DeutscherDeutscher 19. Mär. 1988 2013
11 Raffael BrasilianerBrasilianer 28. Mär. 1985 2013
31 Branimir Hrgota SchwedeSchwede 12. Jan. 1993 2012
36 Marlon Ritter DeutscherDeutscher 15. Okt. 1994 2011


Trainer- und Betreuerstab der Saison 2014/15

Trainerstab Medizinische Abteilung
Lucien Favre Chef-Trainer
Frank Geideck Co-Trainer
Manfred Stefes Co-Trainer
Uwe Kamps Torwart-Trainer
Christian Weigl Athletiktrainer
Heribert Ditzel Mannschaftsarzt
Stephan Hertl Mannschaftsarzt
Stefan Porten Mannschaftsarzt
Andreas Bluhm Physiotherapeut
Dirk Müller Physiotherapeut
Adam Szordykowski Physiotherapeut

Transfers zur Saison 2014/15

Zugänge Abgänge
André Hahn DeutschlandDeutschland FC Augsburg
Thorgan Hazard BelgienBelgien FC Chelseaa.
Fabian Johnson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TSG 1899 Hoffenheim
Yann Sommer SchweizSchweiz FC Basel
Ibrahima Traoré GuineaGuinea VfB Stuttgart
Luuk de Jong NiederlandeNiederlande PSV Eindhoven
Elias Kachunga DeutschlandDeutschland SC Paderborn 07
Juan Arango VenezuelaVenezuela Club Tijuana
Lukas Rupp DeutschlandDeutschland SC Paderborn 07
Marc-André ter Stegen DeutschlandDeutschland FC Barcelona
Peniel Mlapa DeutschlandDeutschland TogoTogo 1. FC Nürnberga.
Amin Younes DeutschlandDeutschland 1. FC Kaiserslauterna.
a. ausgeliehen

Borussia Mönchengladbach II (U23)

Borussia Mönchengladbach II
Stadion Grenzlandstadion
Plätze 10.000
Trainer Sven Demandt
Liga Regionalliga West
2013/14 7. Platz
Heim
Auswärts
Spielzeiten U23 1980/81 – 2013/14
Saison Liga Platz Tore Punkte
1980/81 Verbandsliga Niederrhein 3. Platz 78:42 39:21
1981/82 Verbandsliga Niederrhein 12. Platz 59:69 25:35
1982/83 Verbandsliga Niederrhein 10. Platz 44:48 29:31
1983/84 Verbandsliga Niederrhein 9. Platz 48:54 27:33
1984/85 Verbandsliga Niederrhein 3. Platz 70:45 41:23
1985/86 Verbandsliga Niederrhein 9. Platz 70:67 32:36
1986/87 Verbandsliga Niederrhein 13. Platz 42:57 25:35
1987/88 Verbandsliga Niederrhein 3. Platz 54:35 33:23
1988/89 Verbandsliga Niederrhein 4. Platz 48:36 37:23
1989/90 Verbandsliga Niederrhein 3. Platz 67:46 44:24
1990/91 Verbandsliga Niederrhein 3. Platz 70:63 37:27
1991/92 Verbandsliga Niederrhein 6. Platz 74:49 34:26
1992/93 Verbandsliga Niederrhein 12. Platz 45:54 25:35
1993/94 Verbandsliga Niederrhein 6. Platz 59:38 36:28
1994/95 Verbandsliga Niederrhein 3. Platz 79:29 45:15
1995/96 Verbandsliga Niederrhein 4. Platz 92:37 64
1996/97 Verbandsliga Niederrhein 1. Platz 75:29 65
1997/98 Oberliga Nordrhein 4. Platz 40:23 53
1998/99 Oberliga Nordrhein 7. Platz 49:35 46
1999/2000 Oberliga Nordrhein 3. Platz 56:31 53
2000/01 Oberliga Nordrhein 8. Platz 54:44 48
2001/02 Oberliga Nordrhein 6. Platz 61:43 54
2002/03 Oberliga Nordrhein 2. Platz 65:22 63
2003/04 Oberliga Nordrhein 3. Platz 72:44 62
2004/05 Oberliga Nordrhein 2. Platz 76:25 65
2005/06 Oberliga Nordrhein 1. Platz 82:38 68
2006/07 Regionalliga Nord 16. Platz 45:62 35
2007/08 Oberliga Nordrhein 1. Platz 86:47 68
2008/09 Regionalliga West 6. Platz 50:49 51
2009/10 Regionalliga West 16. Platz 37:53 40
2010/11 Regionalliga West 5. Platz 53:41 59
2011/12 Regionalliga West 3. Platz 67:45 69
2012/13 Regionalliga West 7. Platz 56:50 57
2013/14 Regionalliga West 7. Platz 55:42 55

Die U23-Mannschaft dient der Ausbildung junger Spieler, die später in den Profikader berufen werden können und im gewissen Umfang als Plattform für die Wiedereingliederung von Bundesliga-Profis mit Trainingsrückstand. Die U23 trainiert an vier Tagen der Woche im Borussia Park.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 1965 übernahm Gerd Schommen die Funktion des Chef-Trainers der gesamten Amateur-Abteilung. Bis 1978 hatte er diesen Job inne und führte die Amateure von der 1. Kreisklasse kontinuierlich in höhere Klassen. Ein weiterer bekannter Trainer war Horst Köppel, der die Mannschaft ab 2004 bis zu seinem Wechsel zur Bundesligamannschaft trainierte. Die Amateure, die ihre Heimspiele im Grenzlandstadion austragen, werden seit 2010 von Sven Demandt trainiert.

Die Mannschaft spielte seit 1980 in der Verbandsliga Niederrhein. 1997 wurde die Mannschaft Meister und stieg dadurch in die Oberliga Nordrhein auf. Außerdem war die Mannschaft das bislang einmal für den DFB-Pokal qualifiziert, in dem sie in der ersten Hauptrunde der Saison 1997/98 im Bökelbergstadion gegen den VfB Stuttgart mit 0:1 verlor.

Nach zwei zweiten und einem dritten Platz in den vorhergehenden Spielzeiten gelang der U23 am 27. Mai 2006 der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga. Ein Jahr später folgte trotz einer guten Rückrunde der direkte Abstieg in die Oberliga. Im April 2008 gelang erneut der Aufstieg als Meister der Oberliga Nordrhein, weshalb die Nachwuchsmannschaft in der Saison 2008/09 wieder in der neu gegründeten Regionalliga West spielte. In der Folgesaison stand die U23 nach der Hinrunde auf dem sechsten Platz, rutschte jedoch in der Rückrunde bis auf Rang 16 ab, wodurch die Mannschaft sportlich in die fünftklassige NRW-Liga abstieg. Da Rot-Weiss Essen, Waldhof Mannheim und der Bonner SC jedoch keine Regionalliga-Lizenz für die Saison 2010/11 erhielten, verblieb die U23 in der Regionalliga West. Die Mannschaft erreichte mit Platz 5 einen einstelligen Tabellenplatz und konnte sich mit Platz 3 in der Saison 2011/12 nochmals steigern.

Die U23 nahm seit 2006 regelmäßig an der Internationalen Nachwuchsrunde teil, in der belgische, französische und deutsche Jugend-Mannschaften sowie die U21-Nationalmannschaft Luxemburgs aufeinander treffen. 2006 gewann die Mannschaft den Pokal, 2007 die Punktspielrunde und 2008 beide Wettbewerbe.[98]

Aktueller Kader 2014/15

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
29 Niklas BoltenEL DeutschlandDeutschland
30 Martin KompallaEL DeutschlandDeutschland
02 Joel Mero FinnlandFinnland
03 Christopher LenzEL DeutschlandDeutschland
04 Tim KnippingEL DeutschlandDeutschland
07 Malte Berauer DeutschlandDeutschland
17 Leonel Kadiata DeutschlandDeutschland
22 Nils Rütten DeutschlandDeutschland
23 Oliver Stang DeutschlandDeutschland
Matthias Zimmermann DeutschlandDeutschland
05 Benjamin Barg DeutschlandDeutschland
06 Marvin Schulz* EL DeutschlandDeutschland
08 Enes Topal DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei
10 Leroy Mickels DeutschlandDeutschland
15 Bilal SezerEL DeutschlandDeutschland
16 Benno Mohr DeutschlandDeutschland
19 Kevin Holzweiler DeutschlandDeutschland
21 Patrick Guier DeutschlandDeutschland
09 Mario Rodríguez Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
11 Kwame Yeboah AustralienAustralien
12 Marlon Ritter* EL DeutschlandDeutschland
18 Giuseppe PisanoEL DeutschlandDeutschland
* Steht im Profikader
EL Im Kader für die UEFA Europa League

Junioren

Der Juniorenbereich von Borussia Mönchengladbach umfasst im Basisbereich die Mannschaften von U9 bis U14 und im Leistungsbereich die Mannschaften von U15 bis U19. Die DFL zertifizierte das Jugendleistungszentrum mit drei Sternen, dem höchsten Gütesiegel, das die Deutsche Fußball-Liga vergibt.[99] Insbesondere das Jugendinternat, das direkt im Stadion im Borussia-Park untergebracht ist, ist für den Verein ein Erfolg in seinen Bemühungen, talentierte Nachwuchsspieler für Borussia zu gewinnen. So ist es möglich, Spieler aus ganz Deutschland und dem Ausland nach Mönchengladbach zu holen. Das Internat verfügt über insgesamt zwölf Einzelzimmer. Neben den Trainingseinheiten gehen die Internats-Bewohner in Mönchengladbach zur Schule.[100]

Weiterhin vereinbarte Borussia mit den Vereinen SC Kapellen, FC Germania Dürwiß, FC Wegberg-Beeck, SuS 09 Dinslaken und SC Union Nettetal eine gemeinsame Jugendarbeit. Borussia unterstützt die Vereine und bildet die Trainer aus. Damit erhalten junge Spieler die Chance zur optimalen Ausbildung im Heimatclub ohne den Verein wechseln zu müssen.[101]

U19

Die Mannschaft spielt in der Bundesliga West, der höchsten Liga in dieser Altersgruppe und wird von Horst Steffen trainiert. 2008 erreichte sie das Finale des DFB-Pokals. In den letzten Jahren spielte die Mannschaft in den mittleren Rängen der Liga. Ihre Heimspiele bestreitet die U19 im Grenzlandstadion im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt.[102] Im Jahr 2009 erreichte die Mannschaft den dritten Platz der A-Jugend Bundesliga-West.[103] Im Jahr 1962 wurde die A-Jugend Westdeutscher Meister.[104]

U17

Die U17 spielt in der höchsten Liga der Altersklasse, der Bundesliga West. In der Spielzeit 2006/07 gewann die Mannschaft den Westdeutschen Pokal, im Folgejahr die Vizemeisterschaft sowie den Niederrheinpokal. In der Saison 2008/09 gewann die U17 schon drei Spieltage vor Saisonende den Titel des Westdeutschen Meisters. In den nachfolgenden Halbfinalbegegnungen der Deutschen U17-Meisterschaft unterlag die Mannschaft dem späteren Meister VfB Stuttgart.[105] Trainiert wird der Nachwuchs seit dem 1. Juli 2010 von Thomas Flath.[106]

Spielstätten

Eintrittskarte vom letzten DFB-Pokalspiel auf dem Bökelberg am 3. Februar 2004
Stadion im Borussia-Park

In der Gründerzeit gab es verschiedene Spielplätze in Mönchengladbach. Der Marianischen Jünglings-Congregation gehörte ein Fußballplatz im Stadtteil Alsbroich. Nach dem Austritt aus der Congregation spielte Borussia auf einem Platz an der Quirinstraße, auf der Wimmerschen Wiese und auf den Krallschen Wiesen am Volksgarten. Ein gemietetes Gelände an der Reyerhütter Straße gab der Verein nach kurzer Zeit wieder auf. Ab 1907 nutzte der Verein das Gelände des Turnvereins TV 1848 an der Bökelstraße. Im Jahre 1914 kaufte der Verein eine Kiesgrube an der Eickener Höhe, auf dem später das Bökelbergstadion, im Volksmund dä Kull (Kuhle) genannt, entstand. Der Bau des Stadions verzögerte sich durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Erst nach Kriegsende baute der Verein die Kiesgrube zu einem Stadion aus. Das erste Spiel fand am 21. September 1919 gegen den FC Eintracht Mönchengladbach in der Kreisliga Rheinland statt.[10]

Bis in die 1960er Jahre hatte das Stadion keine befestigten Zuschauerränge. Erst 1962 baute der Verein das Stadion mit befestigten Stehplätzen aus. Mit einem Spiel gegen die Glasgow Rangers weihte die Borussia das umgebaute Stadion im Juli 1962 ein. Das Stadion erwies sich jedoch bereits in der erfolgreichen Zeit der siebziger Jahre als zu klein. So trug die Borussia viele Europapokal-Heimspiele nicht am Bökelberg, sondern in den wesentlich größeren benachbarten Stadien in Düsseldorf (Rheinstadion) und Köln (Müngersdorfer Stadion) aus. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel im Bökelbergstadion gegen den TSV 1860 München statt.[107]

Nach der Jahrtausendwende fiel der Startschuss für den Neubau eines Stadions im Nordpark, einem ehemals von der Rheinarmee genutzten Areals bei Rheindahlen, im Westen Mönchengladbachs. Am 30. Juli 2004 weihte Borussia das Stadion im Borussia Park mit einem Kurzturnier gegen den FC Bayern München und den AS Monaco ein. Das Stadion ist seitdem die Spielstätte der Borussia. Neben den Spielen der Borussia wird in den Stadien bereits seit 1962 im zweijährigen Rhythmus das Nato Musik Festival veranstaltet.[108] Das Stadion wird außerdem vielfältig für weitere Veranstaltungen außerhalb des Sports genutzt. Ein Höhepunkt war das Konzert von Herbert Grönemeyer im Juni 2008.[109]

Fankultur

Neben prominenten Fans wie Theo Zwanziger, Wolfgang Thierse, Sven Ottke, Kai Ebel, Mickie Krause, Matthias Opdenhövel, Peer Steinbrück und Hannelore Kraft gibt es in vielen Ländern Borussia Mönchengladbach Fan-Clubs bis nach Kalifornien, Südafrika und Neuseeland.[110] Bekannte Fans des Vereins waren „Steinwegs Mamm“, der mit seiner Trommel schon in den 1960er Jahren die Mannschaft unterstützte und Ethem Özenrenler, bekannt unter seinem Spitznamen „Manolo“, der seit 1977 fast 25 Jahre in der Nordkurve des Bökelbergstadions die Trommel schlug.[111]

Freundschaften und Rivalitäten

Nach dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 25. Oktober 1994, welches mit 6:4 für Mönchengladbach sehr torreich ausfiel, entwickelte sich eine Fanfreundschaft zwischen Mainzern und Borussen, die inzwischen nur noch von wenigen Anhängern gepflegt wird.

Dagegen hat die lange Freundschaft zum FC Liverpool nach wie vor Bestand, die aus gemeinsamen Zeiten stammt, als beide Mannschaften regelmäßig in internationalen Spielen aufeinander trafen. So reisen Anhänger Borussias in zeitlichen Abständen nach Liverpool, um sich Spiele der „Reds“ vor Ort anzuschauen. Umgekehrt nutzen heute noch Anhänger aus Liverpool einen Besuch in Mönchengladbach, um die gemeinsame Fanfreundschaft beider Vereine zu symbolisieren.[112] Die Fans von Mönchengladbach sammelten als einzige Faninitiative insgesamt 21.000 DM für die Hinterbliebenen der 96 Toten der Stadion-Katastrophe von Sheffield (1989) und überreichten sie den Offiziellen des FC Liverpool 1991 in Mönchengladbach. [113] [114]Zum 110-jährigen Vereinsjubiläum von Borussia Mönchengladbach reiste am 1. August 2010 der FC Liverpool zu einem Freundschaftsspiel an. Die Partie vor 51.515 Zuschauern im Borussia-Park konnte Mönchengladbach mit 1:0 für sich entscheiden.[115] Eine starke sportliche Rivalität besteht dagegen zwischen Mönchengladbach und dem rheinischen Rivalen 1. FC Köln. Das „Rheinische Derby“ zwischen den „Fohlen“ und den „Geißböcken“ ist ein Klassiker in der Fußball-Bundesliga.

Fanprojekt

Im Jahre 1983 schlossen sich verschiedene Fanclubs von Borussia Mönchengladbach zu einer Interessengemeinschaft zusammen. Das Projekt entwickelte verschiedene Aktivitäten, wie eine „Deutsche Meisterschaft der Borussia Mönchengladbach Fanclubs“, sowie seit 1986 die Ausgabe des Fanzines Nordkurve. Das Fanprojekt organisierte den Fan-Umzug vom Bökelberg zum Borussia-Park im Jahr 2004. Im Jahre 2006 eröffnete das Projekt das Fan-Haus in der Nähe des neuen Stadions.[116] Seit 1997 ist das Fanprojekt Mönchengladbach ein eingetragener Verein und wird als gemeinnützig im Sinne der Jugendhilfe und Jugendpflege anerkannt. Die Zahl der Mitgliedsclubs stieg von 105 Clubs 1984 auf 348 Clubs im Jahre 1999, die Zahl der Mitglieder von anfangs 75 nahm auf über 2700 zu.

Lieder

Als offizielle Vereinshymne gilt das Lied Die Elf von Niederrhein,[117] die vor jedem Heimspiel gesungen wird. Das Lied nahm die Gruppe B.O. auf, der Gruppe des Fanprojekts.[118] Daneben haben die Lieder Wir sind Borussia und Die Seele brennt einen festen Platz bei den Fangesängen. Die ursprüngliche Liverpool-Hymne von Gerry & the Pacemakers, You’ll Never Walk Alone, wird öfters angestimmt.

Die Torhymne, die nach jedem Heimspieltor der Borussia erklingt, ist der Refrain des Liedes Maria (I Like It Loud) der Gruppe Scooter. Begleitet wird sie von der sonoren Ansage „Tor für die Borussia“, die von Rolf Göttel stammt, der jahrzehntelang als ehrenamtlicher Stadionsprecher der Borussia im Bökelbergstadion arbeitete.

Maskottchen

Oliver Neuville und Maskottchen Jünter

Das offizielle Maskottchen des Vereins ist das Fohlen Jünter, dessen Name sich an den aus Mönchengladbach stammenden und langjährigen Borussen-Spieler Günter Netzer anlehnt. Das Maskottchen trägt das Trikot des Vereins mit der Nummer 10. In der seit dem Jahre 1965 zu jedem Heimspiel erscheinenden Stadionzeitung FohlenEcho, ursprünglich von Günter Netzer herausgegeben, hat Jünter eine eigene Kolumne, in der er zu aktuellen Themen im Umfeld des Vereins humoristisch Stellung nimmt. Darüber hinaus erscheint zweimal im Jahr Jünters Welt – Das Magazin, welches an alle Vereinsmitglieder unter elf Jahren versendet wird. In kindgerechten Fotostories trifft sich Jünter mit Spielern Borussias und berichtet über ihren Alltag. Das Magazin bietet Einblicke in den Verein und enthält Bastelanleitungen und Malvorlagen. Außerdem gibt es einen Jünter-Tag, zu dem jüngere Mitglieder im Sommer zu einem Heimspiel am Borussia-Park eingeladen werden. An diesem Tag organisiert der Verein Mitmachaktionen für Kinder und Spieler und Vorstandsmitglieder des Vereins stellen sich vor. Abschließend führt das Maskottchen die Kinder zu Besuch eines Heimspiels.

Sponsoren und Ausrüster

Flaggen von Borussia und dem ehemaligen Sponsor Kyocera

In der Saison 1976/77 wurde der Energieversorger Ruhrgas erster Sponsor des Vereins. Der Schriftzug Erdgas erschien für vier Spielzeiten bis 1980 und einem Betrag von einer Million DM pro Saison auf den Trikots der Spieler. Es folgte 1980/81 der Einstieg von Datsun, die für drei Jahre Sponsor blieben. Danach stieg wieder Ruhrgas ein, die bis 1990 Hauptsponsor blieben. Mit Tuborg wurde danach für zwei Jahre die erste Brauerei Sponsor. Mit Trigema folgte ein Vertreter der Textilbranche. Im Jahr 1994 sponserte mit Diebels eine weitere Brauerei den Verein. Ab 1997 folgten zwei Vertreter der Computerbranche, Belinea und Maxdata, denen mit Jever wieder eine Brauerei folgte. Von 2005 bis 2009 war Kyocera, ein Hersteller von Druckern, Kopierern und Multifunktionsgeräten, der Hauptsponsor. Das Unternehmen zahlte rund 5 Millionen Euro pro Saison. Am 10. Juni 2009 gab die Vereinsführung mit der Postbank den Hauptsponsor für die nächsten zwei Jahre, mit einer Option bis 2013 bekannt.[119] Die Co-Sponsoren sind die Unternehmen Credit Life International, Santander Consumer Bank, Lotto und der vorherige Hauptsponsor Kyocera.[120]

Neben den Hauptsponsoren arbeitet Borussia seit 1976 mit festen Ausrüstern. Der erste langjährige Vertragspartner war bis 1992 die Firma Puma. Es folgten für drei Jahre die Firma Asics, dann für einen Zeitraum von acht Jahren Reebok sowie zwischen 2003 und 2013 Lotto. Seit der Saison 2013/14 ist der italienische Sportartikelhersteller Kappa offizieller Ausrüster der Borussia.

Fohlen.TV

Seit dem 1. Juli 2008 betreibt Borussia Mönchengladbach einen eigenen Fernsehsender, der Fohlen.TV genannt wird und ausschließlich über das Internet zu empfangen ist. Teile des Programms werden vom Mönchengladbacher TV-Sender City Vision, der im analogen und digitalen Kabelnetz zu empfangen ist, übertragen. Das Programm umfasst tagesaktuelle Nachrichten aus dem Verein und der Welt des Fußballs, Vorstellung von Neuzugängen, Freundschaftsspielen, Reportagen und Porträts der Spieler. Die Beiträge werden zum Teil von der Vereinseigenen Presseabteilung selbst als auch von einer externen Produktionsfirma hergestellt. Die Spiele der Bundesliga-Mannschaft werden eine Stunde nach Spielende in voller Länge übertragen.[121] Teile des Fohlen.TV-Programms werden im Mönchengladbacher Stadtfernsehsender CityVision übertragen.[122]

Andere Abteilungen des Vereins

Neben der Herren-Fußballabteilung gibt es im Verein andere und sportlich nicht so erfolgreiche Abteilungen. Dazu zählen eine Handballabteilung, eine Tischtennis- und eine Frauenfußballabteilung.

Abteilung Frauen- und Mädchenfußball

Die Frauenfußball-Abteilung wurde 1995 mit Unterstützung des Managers Rolf Rüssmann gegründet. In der Saison 1995/96 meldete der Verein erstmals eine U16 7er- und eine Frauenfußballmannschaft für den Start in der Kreisklasse. Der Mannschaft gelang 1999 der Aufstieg in die Niederrheinliga und in der Saison 1999/00 der Aufstieg in die Verbandsliga.

In der Saison 2008/09 stieg die Mannschaft als Erster der Verbandsliga mit einem Torverhältnis von 132:14 in die Regionalliga auf.[123] Der Verein verpflichtete für die nachfolgende Saison Friedel Baumann, der bereits als Mitglied des Trainerteams des FCR 2001 Duisburg mit der dortigen Frauenmannschaft den UEFA- und den DFB-Pokal gewann. Ziel des Trainers ist es, die Frauenmannschaft in der Regionalliga zu etablieren. Als Co-Trainerin wurde die ehemalige Regionalligaspielerin Regina Weitz verpflichtet, die als Trainerin bereits mit dem DJK/VFL Giesenkirchen in die Landesliga aufgestiegen ist.[124] Sportlicher Leiter der Abteilung ist der gebürtige US-Amerikaner Kyle Berger. Die Spiele der Frauen- und Mädchenfußballabteilung werden in der Sportanlage Am Haus Lütz im Mönchengladbacher Stadtteil Bettrath ausgetragen.

Handballabteilung

Die Handballabteilung wurde 1924 gegründet, eine Neugründung erfolgte 1944. Die Spiele werden in der Jahnhalle im Mönchengladbacher Stadtteil Hardterbroich ausgetragen. Im Jahr 2009 spielt die Handballabteilung in der Oberliga Niederrhein.

Tischtennisabteilung

Die Tischtennis-Abteilung wurde am 10. Juli 1956 durch eine Übernahme des TTC Rot-Weiß Mönchengladbach gegründet und in den Westdeutschen Tischtennis-Verband aufgenommen. Nach vielen sportlichen Rückschlägen fusionierte die Abteilung mit der Tischtennisabteilung des Post SV Mönchengladbach. Die erste Mannschaft stieg 1973 in die Bezirksklasse auf und gewann den Kreispokal sowie den Bezirkspokal der Kreispokalsieger. Im Jahr 1995 fusionierte die Abteilung mit der Mannschaft des Post SV Mönchengladbach. Seit 1999 richtet die Abteilung die Tischtennis-Stadtmeisterschaften in Mönchengladbach aus.[125] Am 6. Juli 2006 feierte die Abteilung ihr 50-jähriges Bestehen. Für die Saison 2009/2010 hat die Abteilung insgesamt 18 Mannschaften in verschiedenen Spielklassen gemeldet. Die Abteilung besteht aus Herren- und Damen- sowie Jugend- und Schülermannschaften, die in unterschiedlichen Staffeln spielberechtigt sind.

Erfolge und Statistiken

Meisterschaften

Bundesliga Logo 2010

DFB-Pokal

Logo des DFB-Pokal

Internationale Pokalspiele

Logo des UEFA-Pokals

Literatur

  •  Holger Jenrich: Das Borussia Mönchengladbach Lexikon. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 3-89533-585-1.
  •  Holger Jenrich, Markus Aretz: Die Elf vom Niederrhein. 40 Jahre Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-503-7.
  •  Werner Jakobs, Rainer Kalb, Markus Aretz: 100 Jahre Borussia Mönchengladbach – Die Borussen-Chronik. Verlag Rheinsport networking, Düsseldorf 1999, ISBN 3-934702-00-7.
  •  Helmut Grashoff, Susanne Grashoff: Meine launische Diva: 30 Jahre mit Borussia Mönchengladbach. Radtke & Bahr GbR, Norderstedt 2005, ISBN 3-00-016918-0.
  •  Markus Aretz, Ingo Rütten: Akte Aufstieg: Borussias Tagebuch der Saison 2007/08. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 3-89533-626-2.
  •  Frank Lemke: Fußballmythen in Medien und Literatur am Beispiel Borussia Mönchengladbach. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  •  Markus Aretz, Stephan Giebeler, Elmar Kreuels: VfL Borussia Mönchengladbach: Die Chronik. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2010, ISBN 978-3-89533-748-2.
  •  Markus Aretz: Magische Nächte: Borussia Mönchengladbach im Europapokal. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2012, ISBN 978-3-89533-898-4.

Weblinks

 Commons: Borussia Mönchengladbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Borussia – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Satzung Borussia Mönchengladbach 2012
  2. Positive Berichte bei der Mitgliederversammlung. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. 7. April 2014. Abgerufen am 7. April 2014.
  3. Borussia Deutschlands drittbeliebtester Fußballklub. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. 9. April 2014. Abgerufen am 9. April 2014.
  4.  110 Jahre Borussia. Die Geburt der Borussia. In: Rheinische Post. Mönchengladbach 20. Juni 2010, S. D3.
  5.  Wolfgang Löhr: Kleine Mönchengladbacher Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2226-9, S. 138.
  6.  Frank Lemke: Fußballmythen in Medien und Literatur am Beispiel von Borussia. Grin Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-640-27103-0. (online in der Google-Buchsuche)
  7.  110 Jahre Borussia. Borussias erster großer Erfolg. In: Rheinische Post. Mönchengladbach 21. Juni 2010, S. D3.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBjörn Goldmann: Gladbacher Groundhopper. In: DerWesten. 1. August 2008, abgerufen am 15. März 2009.
  9. Borussias Cheftrainer seit 1946. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. Abgerufen am 20. August 2012.
  10. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie Geschichte des Bökelbergs. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH, abgerufen am 26. März 2009.
  11.  Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften. Band 5: Borussia Mönchengladbach, Agon Sportverlag, Fuldabrück 1994, S. 97.
  12. Von Gladebach bis Mönchengladbach. Stadt Mönchengladbach. Abgerufen am 17. Februar 2010.
  13.  Helmut Grashoff und Susanne Grashoff: Meine launische Diva: 30 Jahre mit Borussia Mönchengladbach. Radtke & Bahr GbR, Norderstedt 2005, ISBN 3-00-016918-0, S. 27.
  14. a b  Laura Lotz: Wie RP-Redakteur Hurtmanns auf die „Fohlenelf“ kam. In: Rheinische Post. Nr. 189, Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Mönchengladbach 15. August 2012, Serie Gladbacher Erfindungen (5), S. C2.
  15. Die Fohlen-Elf und der Mythos Borussia Mönchengladbach (PDF; 125 kB) European Business Network. Abgerufen am 11. Juli 2009.
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  31. Markus Lotter: Sterne des Südens – Auch Schlaudraff wird sitzen statt flitzen. In: WELT ONLINE. WELT ONLINE. 17. Februar 2007. Abgerufen am 8. Juli 2007.
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  35. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarkus Tischler: Mönchengladbach: Morddrohungen trieben Heynckes zum Rücktritt. In: Spiegel Online. 1. Februar 2007, abgerufen am 24. März 2009.
  36. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMönchengladbach kehrt in die Bundesliga zurück. In: Offizielle Website der FIFA. 7. Mai 2008, abgerufen am 16. März 2009.
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  66. Favre: „Wir haben Messi, Xavi und Pique verloren“. rp-online.de. 20. Juli 2012. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  67. Borussia beendet Dauerkarten-Verkauf. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. 21. Juni 2012. Abgerufen am 21. Juni 2012.
  68. 100.000 Fans beim Saisoneröffnungs-Wochenende. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. 5. August 2012. Abgerufen am 5. August 2012.
  69. Borussia unterliegt in Düsseldorf. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. 31. Oktober 2012. Abgerufen am 1. November 2012.
  70. Borussia erzielt Rekordumsatz. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. 29. April 2013. Abgerufen am 30. April 2013.
  71. Bayern erstmals mit drei Gegentoren in ersten zehn Minuten. RP Digital GmbH. 19. Mai 2013. Abgerufen am 21. Mai 2013.
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51.1744444444446.3855555555556Koordinaten: 51° 10′ 28″ N, 6° 23′ 8″ O