Enthesiopathie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
M76 Enthesopathien der unteren Extremität mit Ausnahme des Fußes
M77 Sonstige Enthesopathien
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Eine Enthesiopathie (von gr. énthesis (ἔνθεσις) Ansatz und gr. páthos (πάθος) Leiden; Syn.: Enthesopathie, Enthesitis) ist eine Gruppe von krankhaften Störungen meist gelenknaher Sehnenansatzpunkte.

Beispiele[Bearbeiten]

Eine bekannte Enthesiopathie ist der sogenannte Tennisarm. Sie ist in der Regel schmerzhaft und geht mit einer nicht nichtbakteriellen (aseptischen) Entzündung einher. Als Frühzeichen der Spondylitis ankylosans und des vergleichsweise harmlosen Morbus Forestier lässt sich die Enthesopathie auf einfachen Röntgenbildern erkennen. Ein häufiger Nebenbefund sind enthesopathische Ausziehungen am Unterrand des Sitzbeins. Sie haben keinen Krankheitswert, zeigen aber die Veranlagung des Patienten.

Nicht so selten, aber unbekannt und verkannt ist die enthesopathische Verknöcherung der Weichteile an den Sternoklavikulargelenken.[1][2]

Behandlung[Bearbeiten]

Die Behandlung ist von der Lokalisation und der Schwere der Erkrankung abhängig. Von einfacher Schonung über physiotherapeutische/krankengymnastische Maßnahmen, örtliche Injektionen mit Lokalanästhetika – oft kombiniert mit Kortikoiden – bis hin zu operativen Maßnahmen kommen viele verschiedene Verfahren zum Einsatz. Am besten ist „konstruktives Nichtstun“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Döhler R, Herrlinger JD: Hyperostose der Sternoklavikulargelenke – eine Enthesopathie? Zeitschrift für Orthopädie 121 (1983), S. 92–97
  2. Döhler R: Ankylosierende Hyperostose der Sternoklavikulargelenke. Deutsche Medizinische Wochenschrift 112 (1987), S. 304–305.
Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!