Erdrosseln

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Erdrosseln bezeichnet im Unterschied zum Erhängen die Strangulation durch Zuziehen einer Schlinge und nicht durch das Körpergewicht.

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum Erwürgen ist die Zuhilfenahme eines Werkzeugs, z. B. einer Garrotte. Der Tod tritt im Allgemeinen durch die Unterbrechung des Blutstromes zum Gehirn und nicht durch Atemstillstand ein.

Der Begriff steht auch für eine Hinrichtungsmethode, die vor allem von der Antike bis ins Spätmittelalter hinein angewandt wurde. Meistens waren es Führer geschlagener Feinde, wie zum Beispiel Vercingetorix, die auf diese Weise hingerichtet wurden, da es als besondere Schmach galt, nicht den „würdigen Tod“ eines Kriegers (auf dem Schlachtfeld) oder eines Ehrenmannes (durch Enthauptung) zu finden. Der Verurteilte saß oder stand mit dem Gesicht zum versammelten Volk, während ihm rücklings mit einer Schlinge, die mithilfe eines Stabes zusammengedreht wurde, der Hals zerquetscht wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Vorlesungsskriptum (PDF; 2,6 MB) zur Rechtsmedizin der Universität Bern. Siehe Kapitel "Sauerstoffmangel".