Eremitage

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Bewohnte Einsiedelei in Warfhuizen in den Niederlanden
Eremitage des Schlosses Favorite in Rastatt
Die Eremitage im Staatspark Fürstenlager in Bensheim

Die Eremitage oder Ermitage (französisch ermitage [ɛʁmiˈtaʒ] „Einsiedelei“, mitunter auch als Eremo bezeichnet) ist ein Ort der Kontemplation. Eremiten, die Geistliche, Mönche oder religiöse Laien sein können und mitunter auch Waldbrüder genannt werden, trachten in einsam gelegenen Klausen und Kapellen nach Einklang mit Gott und Natur.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zeitgenössische Einsiedeleien

Einsiedeleien werden auch heute noch von Einsiedlern bewohnt, zum Beispiel die Einsiedelei in Warfhuizen (Niederlande), dem nördlichsten Marienwallfahrtsort Europas. Eine weitere Einsiedelei Klus Eddessen befindet sich bei Borgentreich im Kreis Höxter. In der Schweiz bekannt ist die Einsiedelei Sankt Verena in der Verenaschlucht bei Solothurn.

[Bearbeiten] Höfische Gartenkunst

Im 16. Jahrhundert wurde die Eremitage für die höfische Gartenkunst entdeckt und veränderte sich in einem solchen Fall zum Ort der weltlichen Besinnung. Seit dem 18. Jahrhundert wurden Eremitagen zumeist nur noch als optische Gestaltungselemente verwendet. Ein Phänomen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts waren die Schmuckeremiten, professionelle Einsiedler, die während einer vertraglich festgelegten Dauer in den eigens für sie eingerichteten Eremitagen wohnten und sich zu bestimmten Tageszeiten sehen ließen, um die Eigentümer der Parks und deren Gäste mit ihrem Anblick zu unterhalten.

Damit war der Schritt vom Ort der geistigen Ruhe über den Naturpark zum Vergnügungspark erfolgt. In Englischen Gärten – wie beispielsweise dem im 18. Jahrhundert angelegten Wörlitzer Park, einem der ersten und größten deutschen Landschaftsparks nach englischem Vorbild, oder dem Bergpark Wilhelmshöhe (Kassel) – entstanden künstliche Grotten und Wasserfälle, man baute künstliche Ruinen und römische Tempel, maurische Höfe, chinesische Pagoden, Almhütten und viele weitere ungewöhnliche Zierbauten.

Bürgerliche Eremitage in Creußen

[Bearbeiten] Bürgerliche Eremitage

Selten wurden bürgerliche Eremitagen angelegt. Meist waren die Urheber aus dem Bildungsbürgertum. Als einziges erhaltenes Eremitenhäuschen gilt die 1760 von dem Theologen Johann Theodor Künneth erbaute Eremitage in Creußen.

[Bearbeiten] Bekannte Eremitagen

Verschiedene weitere Anlagen tragen heute den Namen Eremitage, sind aber nicht mehr von Einsiedlern bewohnt:

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