Europäische Buddhistische Union

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Die Europäische Buddhistische Union (European Buddhist Union, E.B.U) wurde 1975 in Paris gegründet als Dachorganisation nationaler buddhistischer Organisationen, später auch anderer buddhistischer Organisationen, Zentren und Gruppen in Europa. Sie ist gemäß ihrem Statut offen für Buddhisten aller Schulen und Traditionen. Ihr prinzipielles Ziel ist die Ermöglichung der freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen buddhistischen Organisationen in Europa, die Förderung von Treffen und Kontakten zwischen den Mitgliedern. So versucht die E.B.U den natürlichen Wachstumsprozess des Buddhismus in Europa zu fördern.[1]

Ganden Chökhor, Tagungsort 2012

Unter den knapp 50 Organisationen aus 16 Staaten, die derzeit Mitglieder der E.B.U. sind, befinden sich die Deutsche Buddhistische Union, die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft, und die Schweizerische Buddhistische Union.[2] Zu den Jahrestreffen (Annual General Meeting) der E.B.U. kommen üblicherweise Delegierte aus 15 - 20 europäischen Ländern zusammen, um Gedankenaustausch zu pflegen, von den Erfahrungen anderer zu lernen, die Zusammenarbeit zwischen den Buddhistischen Gruppen in Europa zu fördern und spezielle Projekte ins Leben zu rufen.[3]

Die E.B.U. repräsentiert den Europäischen Buddhismus gegenüber anderen buddhistischen und nicht-buddhistischen Organisationen, wie dem Europarat (Status einer NGO), dem Europäischen Parlament, der UNESCO (Status einer NGO) und Organisationen des Interreligiösen Dialogs.[4]

Jahrestagung 2006, Plenum

Jahrestagungen und Kongresse[Bearbeiten]

Neben den Jahrestagungen veranstaltet die EBU in größeren Abständen internationale Kongresse (Paris 1979, Turin 1984, Paris 1988, Berlin 1992[5], Paris 2000).[6] Der Kongress in Paris 1988 unter dem Titel "Einheit in der Vielfalt" war die größte Europäische Konferenz von Buddhisten bis dato. Auch zum Treffen 2002 in Berlin kamen mehr als 2000 Besucher.[7]

Jahrestagung 2006, Arbeitsgruppe

Wie jedes dritte Jahr wurde 2011 ein neues Leitungsgremium gewählt, Präsident der E.B.U. ist seither der Brite Jamie Cresswell.[8]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Monica Schreiber: Kirche und Europa. Protestantische Ekklesiologie im Horizont europäischer Zivilgesellschaft. Walter de Gruyter, Berlin 2012, S.72
  2. Martin Baumann: European Buddhist Union., in: Religions of the World: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices., ABC-CLIO, 2010, S. 1017.
  3. http://www.e-b-u.org/about-ebu/agm/
  4. Martin Baumann: European Buddhist Union., in: Religions of the World: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices., ABC-CLIO, 2010, S. 1017.
  5. Martin Baumann:Fourth International Congress of the European Buddhist Union. in: Internationales Asienforum (International Quarterly for Asian Studies), 24, nos.1-2 (1993), S.187-195.
  6. Martin Baumann: European Buddhist Union., in: Religions of the World: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices., ABC-CLIO, 2010, S. 1017.
  7. Whalen Lai, Michael von Brück: Christianity and Buddhism: A Multi-Cultural Hisrory of Their Dialogue., Orbis, S.168
  8. http://www.e-b-u.org/e/bu/2012/03/19/report-on-annual-general-meeting-of-the-european-buddhist-union-23-25-september-2011-roqueredonde/

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Baumann: European Buddhist Union., in: Religions of the World: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices., ABC-CLIO, 2010, S. 1016-1017.
  • Martin Baumann: Buddhism in Europe: Past, Present, Prospects., in: Westwards Dharma: Buddhism beyond Asia, University of California Press, 2002.
  • Georg Schmid, Georg Otto Schmid (Hrsg.): Kirchen Sekten Religionen., Theologischer Verlag, Zürich 2003 (7. Aufl.), S. 376.

Weblinks[Bearbeiten]