Faraday-Rotator

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Ein Faraday-Rotator nutzt den Faraday-Effekt zum Ändern der Polarisationsrichtung von Licht oder Mikrowellen. Er besteht aus einer Magnetspule oder einem Dauermagneten und einem geeigneten Medium, in welchem der Faraday-Effekt auftritt.

Faraday-Rotatoren können in Verbindung mit polarisationsbegrenzenden Bauteilen (Polarisationsfilter, Schlitze o. Ä.) zum Umschalten, Abzweigen oder zur Isolation (siehe optischer Isolator) elektromagnetischer Strahlung verwendet werden. Sie heißen dann auch Faraday-Isolator.

Als Hohlleiter-Bauteil zum richtungsabhängigen Transport von Mikrowellen (Zirkulator, Duplexer) hat ein Faraday-Dreher zum Beispiel auf der einen Seite einen Flansch und am anderen Ende zwei Ports, zu denen jeweils nur die rechtwinklig zueinander stehenden Polarisationsrichtungen der Welle ein- bzw. austreten können. Dazwischen liegt ein Hohlleiterabschnitt, in welchem sich ein Ferritstab befindet. Außen um diesen Abschnitt liegt eine zylindrische Spule, um das Magnetfeld erzeugen und steuern zu können.

Zirkulatoren nach dem Faraday-Prinzip können auch in Streifenleitertechnik ausgeführt sein. Bei diesen besteht der Faraday-Dreher aus einer magnetisierten Ferritscheibe, die auf der Streifenleiterstruktur aufliegt.