Feinripp

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Feinripp bezeichnet Rechts/Rechts-Maschenware, die auf Rundstrickmaschinen hergestellt wird. In gedehntem Zustand erkennt man auf beiden Seiten im Verlauf einer Maschenreihe abwechselnd eine rechte und eine linke Masche. Die Rechtsmaschenstäbchen bilden in Längsrichtung eine feine durchgehende Rippe.

Material aus feinen gekämmten Garnen, das durch deren Struktur eine leichte Elastizität besitzt, ist besonders tragefreundlich und gut geeignet für körperanliegende Schnitte. Deshalb werden aus Feinripp vor allem Unterhemden und Unterhosen gefertigt.

Als Fasern wird heute meist Baumwolle mit einem Anteil von Polyurethan (Elastan) eingesetzt.

Umgangssprachlich wird der Begriff Feinripp fälschlicherweise für Doppelripp verwendet. Doppelripp ist gröber und dehnbarer.

Trivia[Bearbeiten]

Feinripp ist ein Schlüsselwort, das in der Diskussion der Frage, was als 'spießig' bzw. als 'cool' zu gelten hat, eine wichtige Rolle spielt.[1][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harry Luck: Wie spießig ist das denn? Warum Filterkaffee, Kurzarmhemden und Pauschalurlaub uns trotzdem glücklich machen. Blanvalet Taschenbuch Verlag, München 2013, ISBN 978-3-442-38075-6. (Online. Stand: 17. Oktober 2013)
  2. Typologie der Jogger. Der "Coole" rennt im Feinripp-Unterhemd. in: Süddeutsche Zeitung, 9. April 2010. (Online. Stand: 17. Oktober 2013)